Braucht ein GDI-Drucker viel Speicher?

30/10/2007 - 11:42 von Andreas Moss | Report spam
Hallo,

wenn ich es richtig verstanden habe, erfolgt bei einem aktuellen
GDI-Drucker (z.B. HP Color Laserjet 2600) die gesamte Arbeit von einem
Dokument zum Ausdruck über den Drucker in der CPU und im Speicher des
Rechners.

Das heißt doch, selbst wenn ich z.B. ein 50MB großes Textdokument mit
vielen Foto-Bilddateien im Textfluss direkt aus der Originalanwendung
heraus auf so einen Drucker schicke, rödelt vielleicht der Rechner eine
Weile vor sich hin, schickt dann aber eine relativ kleine Druckdatei zum
Drucker, so dass der gar nicht soviel Speicher braucht.

## Ist das soweit richtig?

## Wenn ich nun nicht aus der Originalanwendung (z.B. Word) direkt auf
den Drucker, sondern erst in eine PDF-Datei drucke, besteht dann die
Einschrànkung eines GDI-Druckers mit 16MB Speicher ausschließlich darin,
dass die PDF-Datei nicht größer als 16MB werden darf?

## Heißt es umgekehrt, dass ich größere PDF-Dateien mit diesem Geràt
entweder gar nicht drucken kann oder eben nur, wenn ich die PDF-Datei
"herunterrechne" und neu abspeichere oder so in einzelne Seiten
aufteile, dass diese einzeln gedruckt werden können?

Denn bei wichtigen Dateien drucke ich normalerweise niemals direkt auf
den Drucker, sondern immer per Acrobat Distiller in eine PDF-Datei. Erst
diese schicke ich auf den Drucker.
Ich habe das mal mit einer Worddatei mit vielen großen Bildern
ausprobiert. Diese Bilder habe ich nicht nur verknüpft, sondern direkt
ins Dokument kopiert.
Insgesamt hat die Datei 58MB. Diese umgewandelt in eine PDF-Datei mit
relativ hoher Qualitàt "Druckvorstufe" ergab nun nur noch 3MB.

Es erscheint mir also nicht besonders schlimm, nur einen
16MB-GDI-Drucker zu verwenden (von den sonstigen Nachteile wie
proprietàr, nicht mit Linux etc.) mal abgesehen, die spielen aber bei
diesem Fall gar keine Rolle).

## Oder übersehe ich da was? Welcher Nachteil könnte durch den
GDI-Drucker hinsichtlich Druckfàhigkeit noch bestehen und würde also für
einen Nicht-GDI-Drucker sprechen? Immer nur unter der Voraussetzung
eines Privatanwenders, für den es überhaupt keine Rolle spielt, ob der
Druckauftrag den Rechner ein paar Minuten beschàftigt, solange er
anschließend korrekt und in guter Qualitàt aus dem Drucker kommt. Auch
die Netzlast in meinem Homenetzwerkchen ist mir egal.

danke,
Andreas
 

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#1 Matthias Hillebrand
30/10/2007 - 13:30 | Warnen spam
Andreas Moss schrieb am 30.10.2007 11:42:

Hallo Andreas,

ich habe nicht ganz so viel Ahnung, aber vielleicht reichen ja auch ein
paar Grundsàtze.

wenn ich es richtig verstanden habe, erfolgt bei einem aktuellen
GDI-Drucker (z.B. HP Color Laserjet 2600) die gesamte Arbeit von einem
Dokument zum Ausdruck über den Drucker in der CPU und im Speicher des
Rechners.


Soweit richtig.
Das heißt doch, selbst wenn ich z.B. ein 50MB großes Textdokument mit
vielen Foto-Bilddateien im Textfluss direkt aus der Originalanwendung
heraus auf so einen Drucker schicke, rödelt vielleicht der Rechner eine
Weile vor sich hin, schickt dann aber eine relativ kleine Druckdatei zum
Drucker, so dass der gar nicht soviel Speicher braucht.

## Ist das soweit richtig?


Soweit richtig, bis auf "relativ kleine Druckdatei": Die Druckdaten sind
um ein Vielfaches größer als das Grund-Dokument bzw. als eine .ps oder
sonstwie geartete Zwischenstufe.
## Wenn ich nun nicht aus der Originalanwendung (z.B. Word) direkt auf
den Drucker, sondern erst in eine PDF-Datei drucke, besteht dann die
Einschrànkung eines GDI-Druckers mit 16MB Speicher ausschließlich darin,
dass die PDF-Datei nicht größer als 16MB werden darf?


Das verstehe ich jetzt nicht. Sicherlich kann man Dateien größer als 16
MB drucken, auch wenn der Drucker weniger Speicher hat. Es wird nur
langsamer und der geschwindigkeitsangebende Faktor ist dann die
Verarbeitungsgeschwindigkeit des Druckers.
## Heißt es umgekehrt, dass ich größere PDF-Dateien mit diesem Geràt
entweder gar nicht drucken kann oder eben nur, wenn ich die PDF-Datei
"herunterrechne" und neu abspeichere oder so in einzelne Seiten
aufteile, dass diese einzeln gedruckt werden können?


Das wird der Drucker IMHO selbst machen.
Insgesamt hat die Datei 58MB. Diese umgewandelt in eine PDF-Datei mit
relativ hoher Qualitàt "Druckvorstufe" ergab nun nur noch 3MB.


Dafür könnte der Grund die Kompression sein. Allerdings werden die
Druckdaten ja bei GDI vom Rechner erstellt und zwangslàufig
dekomprimiert. Der "Vorteil" tràgt nicht. Ein nicht GDI-Drucker hat hier
Vorteile, so lange die Datei (in der entsprechenden Sprache wie z.B.
postscript/plc) komplett in den Speicher des Druckers passt und dort
etwas schneller auf die Trommel/aufs Blatt gebracht werden kann. Bei GDI
ist zuerst einmal die Geschwindigkeit des Datenstromes in das Geràt
entscheidend, wenn es zu groß wird, bremst wie schon gesagt die
Verarbeitungsgeschwindigkeit. Heutzutage sind die GDI-Drucker so
schnell, dass diese bei kleinen und mittleren Dateien schneller sind als
die nicht host-based. (Zitat von der CT, welches sich mit meinen
Erfahrungen deckt)
Es erscheint mir also nicht besonders schlimm, nur einen
16MB-GDI-Drucker zu verwenden (von den sonstigen Nachteile wie
proprietàr, nicht mit Linux etc.) mal abgesehen, die spielen aber bei
diesem Fall gar keine Rolle).


Mir fàllt da an sich nur ein, dass GDI und Druckserver/Router sich
ausschließen.
## Oder übersehe ich da was? Welcher Nachteil könnte durch den
GDI-Drucker hinsichtlich Druckfàhigkeit noch bestehen und würde also für
einen Nicht-GDI-Drucker sprechen? Immer nur unter der Voraussetzung
eines Privatanwenders, für den es überhaupt keine Rolle spielt, ob der
Druckauftrag den Rechner ein paar Minuten beschàftigt, solange er
anschließend korrekt und in guter Qualitàt aus dem Drucker kommt. Auch
die Netzlast in meinem Homenetzwerkchen ist mir egal.


Heutige Rechner brauchen keine bemerkbare Zeit, um die Daten für
GDI-Drucker aufzuarbeiten. Wenn man nicht einen exotischen Fall von "USB
ist total überlastet" hat, dann ist es für Otto-Normal egal, ob die
Druckdaten vom Rechner komprimiert zum Drucker gesendet und dort
aufgearbeitet werden, oder der aufgearbeitete Datenstrom direkt zum
Drucker geschickt wird.

Gruß, Matthias

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