C*nrad Funkuhr defekt

15/01/2012 - 22:53 von Wolfgang Strobl | Report spam
Zusammenfassung: hat irgend jemand eine Idee zu dem weiter unten
beschriebenen Defekt?

Meine Conrad-Funkuhr
(http://www.mystrobl.de/Plone/bastel...ad-funkuhr) hatte
nach gut 20 Jahren Dauergebrauch vor ein paar Tagen spontan aufgehört,
die Zeit anzuzeigen. An der Batterie lag es nicht, die vorhandene hat
noch ihre 1,5V, eine probeweise eingesetzte frische brachte es auch
nicht. Das Display zeigte nichts, ein Stromfluß war nicht messbar, auch
nicht im Microamperebereich.

Ein bißchen Nostalgie spielt zwar auch mit, die Uhr steht hier in
Augenhöhe auf einem Schrank aber vor allem deswegen, weil sie standfest
und für ihre Kompaktheit recht gut ablesbar ist. Was sich als Ersatz
beschaffen ließe, ist durchwegs Murks, oder sieht jedenfalls so aus. Was
soll man von einer Funkuhr halten, die die Hàlfte der Frontflàche mit
einer großen Taste nebst ausführlicher Beschriftung belegt, die offenbar
dazu dient, zwischen 12- und 24h-Betrieb umzuschalten. Das macht man ja
jeden Tag zwei oder drei Mal, mindestens. :-}

Aber vielleicht hat Conrad die Uhr ja noch? Auf den ersten Blick sieht
es gut aus, auf den zweiten nicht mehr. Das neue Modul wird als
Einbaumodul verkauft und sieht auch so aus. Außerdem wird es von einer
2032 angetrieben. Das Modul wird man wohl in die Hand nehmen müssen, um
beurteilen zu können, ob es sich auch ohne Einbau verwenden làßt.

Kurzum, die Sache blieb erst mal liegen.

Nun kommt der merkwürdige Part. Als ich gestern die Uhr noch mal
angepackt hatte, habe ich probeweise die frische Mignon-Zelle erneut
reingesteckt- und zu meiner Überraschung "bootete" die Uhr wie gewohnt,
verbrachte eine Minute mit der Synchronisation und zeigte dann brav die
Zeit. Bis heute morgen, da war das Display wieder tot, und auch mit
làngerem Entfernen der Batterie war nichts zu machen.

Ich habe ein zweites Modul im Schrank liegen, das auf àhnliche Weise
defekt geworden war und das ich eigentlich nur wegen des möglicherweise
zum Basteln noch verwendbaren DCF-Empfàngers nicht weggeworfen,
ansonsten aber làngst vergessen hatte. Mißtrauisch geworden, habe ich
das Teil heute Mittag hervorgekramt und - natürlich - lief es mit einer
frischen Batterie prompt an, nur um dann nach ungefàhr einer Minute
wieder zu verrecken. Gerade eben habe ich die Batterie wieder
hineingesteckt, und im Moment làuft die Uhr schon etwas lànger,
vielleicht zehn Minuten.

Hat irgend jemand eine Idee, wie ein solches Verhalten zustandekommen
könnte? Ich hatte zwischenzeitlich vermutet, daß die Umschaltung auf
den Quarzbetrieb der Auslöser sei, beim ersten "Fehlstart" der Uhr aus
dem Schrànk kàme das etwa hin. Im Moment laufen aber beide Uhren auf dem
Quarz, nicht über Funk.

Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
 

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#1 Joerg
16/01/2012 - 00:01 | Warnen spam
Wolfgang Strobl wrote:
Zusammenfassung: hat irgend jemand eine Idee zu dem weiter unten
beschriebenen Defekt?

Meine Conrad-Funkuhr
(http://www.mystrobl.de/Plone/bastel...ad-funkuhr) hatte
nach gut 20 Jahren Dauergebrauch vor ein paar Tagen spontan aufgehört,
die Zeit anzuzeigen. An der Batterie lag es nicht, die vorhandene hat
noch ihre 1,5V, eine probeweise eingesetzte frische brachte es auch
nicht. Das Display zeigte nichts, ein Stromfluß war nicht messbar, auch
nicht im Microamperebereich.

Ein bißchen Nostalgie spielt zwar auch mit, die Uhr steht hier in
Augenhöhe auf einem Schrank aber vor allem deswegen, weil sie standfest
und für ihre Kompaktheit recht gut ablesbar ist. Was sich als Ersatz
beschaffen ließe, ist durchwegs Murks, oder sieht jedenfalls so aus. Was
soll man von einer Funkuhr halten, die die Hàlfte der Frontflàche mit
einer großen Taste nebst ausführlicher Beschriftung belegt, die offenbar
dazu dient, zwischen 12- und 24h-Betrieb umzuschalten. Das macht man ja
jeden Tag zwei oder drei Mal, mindestens. :-}

Aber vielleicht hat Conrad die Uhr ja noch? Auf den ersten Blick sieht
es gut aus, auf den zweiten nicht mehr. Das neue Modul wird als
Einbaumodul verkauft und sieht auch so aus. Außerdem wird es von einer
2032 angetrieben. Das Modul wird man wohl in die Hand nehmen müssen, um
beurteilen zu können, ob es sich auch ohne Einbau verwenden làßt.

Kurzum, die Sache blieb erst mal liegen.

Nun kommt der merkwürdige Part. Als ich gestern die Uhr noch mal
angepackt hatte, habe ich probeweise die frische Mignon-Zelle erneut
reingesteckt- und zu meiner Überraschung "bootete" die Uhr wie gewohnt,
verbrachte eine Minute mit der Synchronisation und zeigte dann brav die
Zeit. Bis heute morgen, da war das Display wieder tot, und auch mit
làngerem Entfernen der Batterie war nichts zu machen.

Ich habe ein zweites Modul im Schrank liegen, das auf àhnliche Weise
defekt geworden war und das ich eigentlich nur wegen des möglicherweise
zum Basteln noch verwendbaren DCF-Empfàngers nicht weggeworfen,
ansonsten aber làngst vergessen hatte. Mißtrauisch geworden, habe ich
das Teil heute Mittag hervorgekramt und - natürlich - lief es mit einer
frischen Batterie prompt an, nur um dann nach ungefàhr einer Minute
wieder zu verrecken. Gerade eben habe ich die Batterie wieder
hineingesteckt, und im Moment làuft die Uhr schon etwas lànger,
vielleicht zehn Minuten.

Hat irgend jemand eine Idee, wie ein solches Verhalten zustandekommen
könnte? Ich hatte zwischenzeitlich vermutet, daß die Umschaltung auf
den Quarzbetrieb der Auslöser sei, beim ersten "Fehlstart" der Uhr aus
dem Schrànk kàme das etwa hin. Im Moment laufen aber beide Uhren auf dem
Quarz, nicht über Funk.




Manchmal verlieren ROM-Bereiche ihr "Gedaechtnis" und es kommt dann bei
leicht erhoehter Spannung wieder. Jedenfalls eine zeitlang. Es gibt auch
noch andere Alterungserscheinungen bei Halbleitern. Frische
Alkaline-Zellen haben eine Spannung oberhalb des Sollwertes die aber
sehr schnell wegsackt, da koennte es sein dass es fuer die paar Minuten
gerade so reicht und danach nicht mehr.

Quarze altern auch und wenn der Oszillator auf Kante genaeht war, wer
weiss. Sowas laesst sich alles pruefen wenn es diese Uhr wirklich wert ist.

Sieh auch mal genau die Betteriekontakte an. Nicht dass da ganz duenn
gruenliche Suelze von einer Batterie drauf ist die mal ausgelaufen war.
In unserem Funkgong war das z.B. nach rund 10 Jahren der Fall, obwohl
die Batterien noch voll Saft hatten.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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