CAN Bus Einstrahlfestigkeit testen, Geraete?

17/06/2008 - 20:47 von Joerg | Report spam
Ok, bevor mir hier die Tomaten ins Gesicht fliegen, ich habe bisher mit
CAN sehr wenig zu tun gehabt. Ich kenne das HW Layer einigermassen und
das war's auch schon. Nun steht aber ein Projekt an, bei dem ein CAN Bus
bereits drin ist und gusseisern gemacht werden muss. Tropengewitter,
starke Funkanlagen, das uebliche in freier Wildbahn. Wie man so einen
Bus quaelt und Einstrahlfestigkeit misst, ist mir auch klar. Nur das
Mieten des dicken fetten ENI Verstaerkers ist auf Dauer laestig, denn
wir muessen das alles herumschleppen, plus Generator und so weiter.
Normale CAN Analyzer scheinen allenfalls einen Code Error injizieren zu
koennen, aber keine richtige HF oder Pulse.

Frage: Gibt es ein (mietbares/kaufbares) Geraet, welches HF, Spikes und
sonstwas in so einen Bus hineinpruegelt?

Ich frage hier in der NG, weil dies eine Automobil-Anwendung sein wird
und die Teutonen und Bavarier in dem Metier besonders fit sind.

Gruesse, Joerg

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#1 Oliver Betz
17/06/2008 - 21:46 | Warnen spam
Joerg schrieb:

Ok, bevor mir hier die Tomaten ins Gesicht fliegen, ich habe bisher mit



patsch (SCNR, Tomate war gerade zur Hand).

CAN sehr wenig zu tun gehabt. Ich kenne das HW Layer einigermassen und
das war's auch schon. Nun steht aber ein Projekt an, bei dem ein CAN Bus
bereits drin ist und gusseisern gemacht werden muss. Tropengewitter,



definiere "gußeisern" - ist eine Verminderung der Betriebsqualitàt
(Datenrate, Latenzzeit) wàhrend der Störeinwirkung erlaubt? Sonst ist
CAN schon recht robust.

starke Funkanlagen, das uebliche in freier Wildbahn. Wie man so einen
Bus quaelt und Einstrahlfestigkeit misst, ist mir auch klar. Nur das



bist Du sicher?

Was meinst Du mit "Einstrahlfestigkeit messen", auf welcher Ebene
meinst Du?

Mieten des dicken fetten ENI Verstaerkers ist auf Dauer laestig, denn



weshalb willst Du das _dauernd_ machen? Es wird ja wohl keine
EMV-Stückprüfung geben?

wir muessen das alles herumschleppen, plus Generator und so weiter.



Ist der Prüfling im Urwald angebunden?

Normale CAN Analyzer scheinen allenfalls einen Code Error injizieren zu
koennen, aber keine richtige HF oder Pulse.



Das wàre ja auch nicht sinnvoll.

Die CAN-Analyzer sind für den Test anderer Layer gebaut. Die kümmern
den Anwender fertiger CAN-Controller doch eher selten.

Frage: Gibt es ein (mietbares/kaufbares) Geraet, welches HF, Spikes und
sonstwas in so einen Bus hineinpruegelt?



Na klar, die üblichen Aufbauten für Einstrahlung, Einströmung, EFT,
ESD... Siehe EN 61000-4-*

Knackpunkt ist doch, daß der physikalische Aufbau relevant ist. Wozu
hàtten wir sonst die Normen für Störfestigkeitsprüfung?

Was erwartest Du für eine Aussagekraft, wenn Du es anders testen
willst?

Vielleicht habe ich die Frage ja auch komplett flchsa verstanden.

Ich frage hier in der NG, weil dies eine Automobil-Anwendung sein wird
und die Teutonen und Bavarier in dem Metier besonders fit sind.



M.E. hat das mit Automobil erst mal nichts zu tun. Außer, Dein
Auftraggeber definiert die Anforderungen. Dann ist die Frage hier eh
überflüssig, weil Du kaum Spielraum hast.

Aber trotzdem: Die Automobiler testen gerne in der Stripline, die kann
man leichter selbst zimmern als eine Absorberhalle und leichter
"herumschleppen". Aber um den Verstàrker (+ Generator und diversen
Kleinkram) kommst Du kaum herum. Einströmung: Statt der Koppelstrecke
kannst Du auch galvanisch koppeln => weniger Leistung, schnell gebaut,
kleiner und leichter. Statt der EFT-Koppelstrecke kannst Du auch
Zipper-Abschirmgeflecht nehmen, wieder ein paar Kilo gespart.

BTW sind die Burstmessungen beim Auto deutlich anders als für den Rest
der Welt, und es gibt noch ganz andere Tests, z.B. mit viel Energie.

Servus

Oliver (der die Frage sicher nicht richtig verstanden hat)
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

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