Canonical stellt mit 16.04 die 6. LTS-Version von Ubuntu vor

20/04/2016 - 12:00 von Business Wire

Canonical stellt mit 16.04 die 6. LTS-Version von Ubuntu vorEinführung von „Snaps“ für neues stabiles und sicheres App-Format Einführung von LXD Pure-Container-Hypervisor mit OpenStack Mitaka Unterstützung von IBM Z- und LinuxONE-Systemen mit einheitlicher Preisgestaltung Schritte in Richtung eines konvergierten Ubuntu innerhalb von IOT, Telefon, Desktop und Server Einführung von ZFS und CephFS für ausgeweitete Cloud-Speicherung.

Canonical meldete heute die Veröffentlichung von Ubuntu 16.04 LTS am 21. April. Diese wird das neue „Snap“-Package-Format und LXD Pure-Container-Hypervisor enthalten. Es handelt sich dabei um die neueste Version der weltweit meistgenutzten Linux-Plattform für Desktop, IoT und Cloud-Computing.

„Die führenden cloudbasierten Anwendungen und die am weitesten fortgeschrittene Robotik laufen überwiegend auf Ubuntu, und diese neue Version ist die Grundlage für die nächste Innovationswelle“, sagte Mark Shuttleworth, Gründer von Canonical. „Wir sind stolz darauf mit einer einzigen gemeinsamen kostenlosen Software-Plattform den Bedürfnissen von Nutzern in Unternehmen und der Forschung sowie von Millionen von privaten und nicht-kommerziellen Nutzern nachzukommen.“

Eine Ubuntu-Version mit Langzeitunterstützung (Long Term Support, LTS) wird von Canonical fünf Jahre lang unterstützt und weitergeführt, was sie zur stabilsten, zuverlässigsten, sichersten und kosteneffizientesten Linux-Plattform für langfristige, groß angelegte Implementierungen macht. Dieses ist die 6. Edition einer solchen LTS-Version von Ubuntu, bei der die Plattform zum ersten Mal auf Mainframes, den weltweit größten und leistungsfähigsten Linux-Systemen unterstützt wird.

Neue Funktionen dieser Version ermöglichen eine schnellere und einfachere Bereitstellung von Software und Anwendungen. „Das Hinzufügen von „Snaps“ für schnellere und einfachere Updates sowie dem LXD Container-Hypervisor für ultraschnelles und extrem dichtes Cloud-Computing zeigen eine Orientierung gegenüber Kundenbedürfnissen, durch die sich Ubuntu als die Plattform für Innovation und Größe abhebt“, sagte Dustin Kirkland, Verantwortlicher für die Plattformstrategie bei Canonical.

Ubuntu 16.04 LTS verfügt über das neue „Snap“-Anwendungspaketformat, das weitere Konvergenz zwischen IOT, mobilen Geräten und Desktops ermöglicht

Ubuntu 16.04 LTS führt mit „Snap“ ein neues Anwendungsformat ein, das sich zusammen mit herkömmlichen Debian-Paketen installieren lässt. Diese zwei Paketierung-Optionen funktionieren gut nebeneinander und ermöglichen es Ubuntu bestehende Prozesse für Weiterentwicklung und Updates aufrechtzuerhalten.

Das „Snap“-Format ist viel einfacher zu sichern und zu erstellen und bietet betriebliche Vorteile für Unternehmen, die viele Ubuntu-Geräte verwalten, was stabilere Updates und sicherere Anwendungen für alle Formfaktoren vom Telefon bis hin zur Cloud schafft.

Für Entwickler wird das Erstellen von „Snaps“ mit der Einführung eines neuen Tools mit der Bezeichnung „Snapcraft“ vereinfacht. Darüber lassen sich Anwendungen von Quell- und bestehenden Debian-Paketen einfach aufbauen und bündeln. „Snaps“ ermöglichen es Entwicklern über die Lebensdauer der Plattform viel neuere Versionen von Apps für Ubuntu 16.04 LTS zu liefern, was eine langjährige Herausforderung bei kostenlosen Plattformen löst und Benutzern einen längeren Aufenthalt auf einer stabilen Basis ermöglicht, während sie in den Genuss neuerer Anwendungen kommen.

Die Sicherheitsmechanismen in „Snap“-Paketen ermöglichen eine viel schnellere Iteration über alle Versionen von Ubuntu und Ubuntu-Derivate hinweg, da „Snap“-Anwendungen vom Rest des Systems sind isoliert laufen. Benutzer können einen „Snap“ installieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob dies einen Einfluss auf ihre anderen Apps oder ihr System hat. Ebenso haben Entwickler eine viel bessere Handhabung des Update-Zyklus, da sie auf Wunsch mit ihrer App bestimmte Versionen einer Bibliothek bündeln können. Auf operativer Ebene machen transaktionale Updates Installierungen von „Snap“-Paketen stabiler und zuverlässiger.

„Snaps“ repräsentieren einen wichtigen Meilenstein im Rahmen von Canonicals Bemühungen zur Schaffung eines konvergierten Ubuntu für IOT, mobile Geräte und Desktop. „Snaps“ stammen aus der Umgebung des IOT (Internet der Dinge) und dem „Snappy“ Ubuntu Core. Sie kennzeichnen die Konvergenz von Ubuntus Desktop- und IOT-Bemühungen und bauen auf die Einführung von Ubuntus erstem Tablet Anfang dieses Jahres auf, das sich in einen vollwertigen PC verwandeln lässt. Die Unterstützung von „Snap“-Paketen auf Ubuntu 16.04 LTS vereinheitlicht die Erfahrung von Ubuntu-Entwicklern, unabhängig davon ob sie Software für PCs, Server, mobile oder IoT-Geräte erstellen.

Eine erstklassige Cloud- und Container-Computing-Plattform

Ein wichtiger neuer Bestandteil dieser Version ist LXD, der Pure-Container-Hypervisor, der im Vergleich zur etablierten traditionellen Virtualisierung die 14fache Dichte und wesentlich höhere Geschwindigkeit für Linux-Gastsysteme bietet. LXD ist Teil von LXC 2.0, der neuesten Version des Linux-Container-Projekts und die Grundlage für fast alle heutigen PaaS-Produktionsinfrastrukturen. Canonical ist seit mehreren Jahren federführend in der LXC-Entwicklung, wobei von mehr als 80 Firmen Beiträge zu LXC 2.0 einfließen.

In der jüngsten OpenStack-Foundation-Umfrage behauptete Ubuntu innerhalb des OpenStack-Benutzerforums seine Führungsposition als bevorzugte OpenStack Plattform für öffentliche und private Cloud-Bereitstellungen.

„Die Kombination von OpenStack und LXD schafft bei privaten Cloud-Bereitstellungen unschlagbare Leistung und Wirtschaftlichkeit“, sagte Mark Baker, Verantwortlicher für das OpenStack-Produktmanagement bei Canonical.

Der Einsatz von LXD als Hypervisor für OpenStack ermöglicht eine höhere Auslastungsdichte und hat eine geringere Latenzzeit als jede andere Cloud-Infrastruktur am heutigen Markt. Dies bietet deutliche Vorteile für Unternehmen, die an der Cloud-Infrastruktur zeitkritische Arbeiten vornehmen, wie beispielsweise netzwerkfunktionale Virtualisierung im Telekommunikationsbereich, Echtzeitanalyse von finanziellen Transaktionen oder Medien-Transcoding und -Streaming. Außerdem werden dadurch für Unternehmen mit großen Portfolios an Idle Guest Workloads enorme Kosteneinsparungen bei der Infrastruktur erzielt.

Darüber hinaus bietet diese Version Unterstützung für ZFS-on-Linux, eine Kombination aus einem Volume Manager und Dateisystem, das effiziente Snapshots, Copy-On-Write-Klonen, kontinuierliche Überprüfung der Integrität gegen Datenverfälschung, automatische Reparatur des Dateisystems und Datenkomprimierung ermöglicht. ZFS-on-Linux ist ein ausgereiftes Dateisystem, das vor fast einem Jahrzehnt von Sun Microsystems unter einer kostenfreien Softwarelizenz entwickelt wurde, und das weithin bei Cloud- und Container-Operationen auf Ubuntu verwendet wird.

In Fortführung des Themas Speicherung bietet Ubuntu 16.04 LTS erstmals Unterstützung für CephFS, ein verteiltes Dateisystem, das eine ideale Plattform für große Speichersysteme auf Unternehmensebene in Bezug auf Cluster-Computing auf offener Technologie bietet.

Ubuntu 16.04 LTS schafft eine gemeinsame Plattform für Cloud- und Container-Computing über eine unglaubliche Auswahl an Geräten, von eingebetteten ARM-Geräten wie dem RaspberryPi, über standardmäßige 32-Bit und 64-Bit Intel-/AMD-Server und bis zu den leistungsfähigsten IBM Z, LinuxONE und POWER8-Systemen.

Kommentare von Kunden und Partnern:

Mozilla

„Wir sind bestrebt Anwendern eine großartige Erfahrung zu bieten und Firefox über viele Plattformen, Geräte und Betriebssysteme verfügbar zu machen. Wir sind stolz darauf, der Standardbrowser und bevorzugte Partner von Ubuntu zu sein. Dank der Einführung von „Snap“ in Ubuntu sind wir in der Lage Firefox kontinuierlich zu optimieren und Nutzern die aktuellsten Funktionen zu bieten“, sagte Nick Nguyen, Vice President of Product, Firefox bei Mozilla.

Sky

„Das Langzeitunterstützungsmodell, das Canonical mit Ubuntu 16.04 und Mitaka anbietet, wird den Bedürfnissen von Sky im Zuge des Ausbaus unserer Ubuntu OpenStack-Cloud zur Bereitstellung der heute innovativsten Mediendiensten optimal gerecht“, sagte Matt Smitt, Cloud Plattforms Manager bei Sky. „Wir können es kaum abwarten mit dem Testen und Implementieren von 16.04 mit ZFS und LXD zu beginnen, denn wir sind überzeugt, dass dies zur Umgestaltung unseres Unternehmens beitragen wird.“

IBM

„Während immer mehr Unternehmen die Hybrid-Cloud einführen, sind sie auf der Suche nach neuen Plattformen, die Linux mit Effizienz und Flexibilität ausführen“, sagte Ross A. Mauri, General Manager, IBM z Systems and LinuxONE. „Durch die Veröffentlichung von Ubuntu 16.04 wird IBM in der Lage sein, unseren LinuxONE-, z-Systems- und Power-Systems-Kunden eine einfache, erschwingliche leistungsfähige Linux-Distribution anzubieten, mit der sie die Vorteile der Hybrid Cloud besser ausnutzen können.“

Microsoft

„Unsere Beziehung mit Canonical ist ein Beweis für unser starkes Engagement gegenüber Verbraucherauswahl und Flexibilität für Cloud-Workloads. Mit Ubuntu 16.04 LTS können Kunden die Vorteile der leistungsstarken Kombination von Canonicals neuester Ubuntu-Version mit Microsoft Azure genießen“, sagte Scott Guthrie, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Microsoft Cloud and Enterprise.

Nexenta

„Ubuntu 16.04 LTS von Canonical bewegt Open Software-Defined Storage (OpenSDS) durch die Einbeziehung von ZFS-on-Linux in den Mainstream des Cloud-Computing“, sagte Tarkan Maner, CEO & Chairman von Nexenta. „Darüber hinaus bieten wir Kunden mit der Integration von NexentaEdge mit Juju moderne und unternehmensfähige Scale-up- und Scale-out-Lösungen sowie den Service und Support, den Unternehmen für effektive private Cloudspeicher-Lösungen beim Einsatz mit Ubuntu benötigen.“

Cavium

„Canonicals Veröffentlichung von Ubuntu 16.04 ist ein wichtiger Meilenstein für den ARMv8-Servermarkt, da so Unterstützung für wichtige Anwendungen im Rechenzentrum, die Cloud-Infrastruktur mit OpenStack und optimierten Implementierungstools geboten wird, die bei großen Server-Installationen ausschlaggebend sind,“ sagte Larry Wikelius, Vice President Software Ecosystem and Solutions Group bei Cavium. „Mit der Ubuntu Zertifizierung auf ThunderX®, Caviums ARMv8 Workload-optimierten Prozessor, werden Kunden von Cavium die Vorteile von Canoncials gut etablierter Software-Paketierung, Upgrade- und Support-Kompetenz ausnutzen können. Ubuntu 16.04 bietet optimierte Open-Source-Anwendungen für Endbenutzer, u. a. in den Bereichen Scale-out-Storage, Datenanalyse und Web-Serving, die ThunderX-Eigenschaften wie 48 Cores, Dual-Socket-Konfigurationen, Hardware-Beschleuniger und integriertes I/O voll ausnutzen.“

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Canonical
Rebecca Cradick, +44 20 7630 2440
rebecca.cradick@canonical.com


Source(s) : Ubuntu

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