Carlos der Schakal kannte mein Tagebuch von 1979

27/02/2010 - 14:16 von Edmund Darlington | Report spam
Ist es da ein Wunder daß ich meinen Quantenmechanik II Schein nicht
schaffte ?

Vor seinem Tod 1985 sagte mir mein Vater noch eindringlich : " Gehe
nicht zur RAF !
Mach lieber dein Studium fertig ! ".

Merkwürdigerweise kam 1985 dann auch noch die alte Freundin vom Carlos
dem Schakal aus dem Knast raus, und ich war wieder allein.

Ilich Ramírez Sánchez wurde am 12. Oktober 1949 in Caracas, der
Hauptstadt von Venezuela, als Sohn eines erfolgreichen kommunistischen
Anwalts geboren, der dafür sorgte, dass sich sein Sohn im Alter von
zehn Jahren einer Jugendorganisation der Kommunistischen Partei
anschloss. Ilichs Mutter übersiedelte nach ihrer Ehescheidung 1966 mit
ihm und seinem Bruder Lenin nach London. Zum Jurastudium ging Ilich
Ramírez Sánchez 1968 nach Moskau, wurde jedoch zwei Jahre spàter wegen
"antisowjetischer Propaganda" ausgewiesen.

In einem Trainingslager der Palestine Liberation Organization (PLO) im
Nahen Osten nahm Ilich Ramírez Sánchez den Decknamen Carlos an. Im
Auftrag der PLO verübte Carlos 1973 in London einen Anschlag auf den
reichen jüdischen Geschàftsmann Josef Conrad Sieff, der allerdings
scheiterte. Attentate auf eine Bank in London, auf drei Zeitungen und
eine Gaststàtte in Paris folgten. Am 13. und 19. Januar 1975
beteiligte Carlos sich in Paris-Orly an missglückten Panzerfaust-
Angriffen auf zwei Passagierflugzeuge der El Al. Durch den im Juni
1975 verhafteten Doppelagenten Michel Moukharbal, der sowohl für die
PLO als auch für den israelischen Geheimdienst Mossad gearbeitet
hatte, kam die französische Polizei Carlos auf die Spur, aber als man
ihn am 27. Juni 1975 mit Hilfe Moukharbals verhaften wollte, erschoss
er seinen PLO-Kontaktmann sowie zwei französische Geheimagenten und
entkam in den Libanon.

Am 21. Dezember 1975 gehörte Carlos zu den sechs Terroristen, die in
das Gebàude der Organization of the Petroleum Exporting Countries
(OPEC) in Wien eindrangen, drei Teilnehmer einer Konferenz erschossen
und siebzig als Geiseln nahmen. Sie verlangten die Veröffentlichung
eines politischen Pamphlets, in dem sie die arabischen Regierungen zum
kompromisslosen Kampf gegen Israel aufforderten. Am Tag darauf ließen
sie sich mit einem Teil der Geiseln ausfliegen. Nach Landungen zuerst
in Algier, dann in Tripolis kehrten sie nach Algerien zurück und
ergaben sich dort am 23. Dezember den Sicherheitskràften. Carlos
reiste über die Grenze nach Libyen und von dort in den Jemen, wo er
auf einer PLO-Konferenz in Aden aus der Organisation verstoßen wurde,
weil man ihn verdàchtigte, einen Teil des in Wien erpressten Geldes
unterschlagen zu haben.

Nach einer vorübergehenden Inhaftierung im September 1976 in
Jugoslawien setzte Carlos sich nach Bagdad ab. Er knüpfte und pflegte
Kontakte zum irakischen Regime und zu Geheimdiensten des Ostblocks
ebenso wie zu den deutschen Terroristen der RAF. Zu Beginn der
Achtzigerjahre stellte er aus Terroristen, die verschiedenen
Nationalitàten angehörten, die "Organization of the Armed Arab
Struggle-Arm of the Arab Revolution" (OAAS) zusammen. Am 20. Juli 1981
verübte er einen Anschlag auf den antikommunistischen Propagandasender
Radio Free Europe in München. Als es der französischen Polizei gelang,
zwei OAAS-Mitglieder zu verhaften – darunter Carlos' deutsche Geliebte
Magdalena Kopp –, begann der weltweit gesuchte Terrorist einen
Privatkrieg gegen Frankreich. Dazu gehörten Bombenanschlàge am 29.
Màrz 1982 auf den Schnellzug von Paris nach Toulouse, am 22. April
1982 auf eine Zeitung in Paris, am 25. August 1983 auf das
französische Kulturzentrum "Maison de France" in Berlin und am 31.
Dezember 1983 auf den Bahnhof Saint-Charles in Marseille.

Schließlich lebte er mit seiner 1985 freigelassenen Lebensgefàhrtin
Magdalena Kopp und deren Tochter in Damaskus. Nach seiner Ausweisung
aus Syrien und einem kurzen Aufenthalt in Jordanien suchte Carlos in
Khartum Zuflucht. Das blieb den westlichen Geheimdiensten nicht
verborgen. Frankreich setzte die sudanesische Regierung unter Druck,
bis diese Carlos am 14. August 1994 verhaften und französischen
Geheimagenten übergeben ließ. Am Tag darauf traf Carlos im Gefàngnis
La Santé in Paris ein. Am 23. Dezember 1997 verurteilte ihn ein
Gericht zu lebenslanger Haft. Carlos soll mindestens dreiundachtzig
Menschen getötet haben.

2003 erschien sein im Gefàngnis verfasstes Buch "Revolutionàrer
Islam".

Im Jahr darauf verlobte er sich mit seiner Anwàltin Isabelle Coutant-
Peyre.

Zur Zeit (Anfang 2010) dreht Olivier Assayas mit Edgar Ramirez in der
Titelrolle einen Kinofilm über den ehemaligen Terroristen: "Carlos,
der Schakal". Zur Besetzung gehören neben Edgar Ramirez Johannes
Weinrich, Nora von Waldstàtten, Christoph Bach, Julia Hummer, Jule
Böwe, Katharina Schüttler, Anna Thalbach u.a.
 

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#1 Vogel
27/02/2010 - 23:57 | Warnen spam
Edmund Darlington wrote in news:ce123b30-c48b-4f60-
:

Ist es da ein Wunder daß ich meinen Quantenmechanik II Schein nicht
schaffte ?

Vor seinem Tod 1985 sagte mir mein Vater noch eindringlich : " Gehe
nicht zur RAF !
Mach lieber dein Studium fertig ! ".



Hàttest du doch lieber auf deinen Vater gehört.

Merkwürdigerweise kam 1985 dann auch noch die alte Freundin vom Carlos
dem Schakal aus dem Knast raus, und ich war wieder allein.



Ach, ihr ward zusammen im Knast?




Selber denken macht klug.

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