CARTES – intelligente vernetzte Objekte für einen Zivilisationswandel

22/10/2013 - 17:42 von Business Wire
CARTES – intelligente vernetzte Objekte für einen Zivilisationswandel

Vernetzte intelligente Objekte führen einen wachsenden Anteil der Steuerungs- und Überwachungsaufgaben in Industrieanlagen, gewerblich genutzten Gebäuden und Privathaushalten aus.

Mit Blick auf die Zukunft stellen die sichere Verbindung dieser intelligenten Objekte mit Netzwerken und die Verwaltung zugehöriger Daten daher eine gewaltige Herausforderung dar. „Schaffung eines Frankreichs, das aus kommunizierenden Objekten besteht“ heißt eines der vor kurzem von der französischen Regierung entwickelten 34 Projekte für das „neue industrielle Frankreich“.

Die CARTES 2013, die unter dem Motto „Secure Connections Event“ steht, findet vom 19. bis 21. November statt. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem strategischen Bereich des „Internets der Dinge“ (Internet of Things). In der Konferenz am Donnerstag, dem 21. November, mit dem Titel „Smart Cities: embedded connectivity and intelligence“ (Intelligente Städte: eingebettete Konnektivität und Informationen) wird auf die vorhandenen Technologien und zukünftige Herausforderungen eingegangen. Unter den Teilnehmern werden führende Unternehmen wie Gemalto M2M, Giesecke & Devrient, Oberthur Technologies und Wincor Nixdorf sein.

Seit Jahren werden in industriellen Steuerungssystemen intelligente Objekte wie Sensoren und Aktoren für die Interaktion mit Anlagenabläufen eingesetzt. Früher bestand ein typisches System aus intelligenten Objekten, die Informationen an eine Steuervorrichtung sendeten. Heute sind intelligente Objekte und Geräte winzig, verhältnismäßig kostengünstig herstellbar, und sie benötigen nicht viel Strom – eine unerlässliche Eigenschaft, da viele intelligente Objekte langfristig ohne Zugang zum Elektrizitätsversorgungsnetz auskommen müssen.

Unterdessen ist das Internet dank preiswerten drahtlosen Breitbands für neue eingebettete und tragbare Geräte zunehmend allgegenwärtig geworden. Dabei handelt es sich nicht nur um ein „Internet der Menschen“ (Internet of People), sondern auch ein „Internet der Dinge“, d. h., das Web stellt ein Medium zur Interaktion von Objekten der physischen Welt bereit. Das „Internet der Dinge“ (IDD) ist ein weltweites Netzwerk miteinander kommunizierender Geräte, das allgegenwärtige Kommunikation (Ubiquitous Communications), Rechnerdurchdringung (Pervasive Computing) sowie Umgebungsintelligenz (Ambient Intelligence) integriert.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Alltag

Nahezu jedes hergestellte Objekt ist entweder bereits ein intelligentes Objekt oder ein potenzielles intelligentes Objekt. Fast alle Haushaltsgeräte, aber auch Möbel, Kleidung, Fahrzeuge, Straßen und intelligente Materialien sind lesbar, erkennbar, lokalisierbar, adressierbar und/oder vom Ort der Stromquelle steuerbar.

Intelligente Objekte haben in den meisten Netzwerken eine dreifache Rolle inne: Sie erfassen und verarbeiten Daten und leiten Datenverkehr für andere Objekte im Netzwerk weiter. Zu den strategisch wichtigsten Einsatzgebieten intelligenter Objekttechnologie gehören:

- Gesundheit und Medizin: Plattformen für die Behindertenhilfe, Patientenfernüberwachung, tragbare Diagnosegeräte, automatisierte Verabreichung von Medikamenten, Beobachtung und Überwachung von Ärzten und Patienten in Echtzeit;

- Umwelt: Überwachung der Agrarproduktion und Viehhaltung;

- Intelligentes Stromnetz (Smart Grid): Elektrizitätsüberwachung und Reaktionsfähigkeit;

- Fahrzeugdiebstahl und Ortungssysteme;

- Heimvernetzung und Haustechnik;

- Intelligente Städte (Smart Cities): digitale Verbindung und Optimierung von Teilen der Infrastruktur und Behördendiensten;

- Industrie: Überwachung der Material- und Produktqualität, Umweltüberwachung von Bürogebäuden, Steuerung und Automatisierung von Anlagenabläufen;

- Militär: Überwachung von Streitkräften und Ausrüstung sowie Erkennung nuklearer und/oder biologischer Angriffe.

Die strategische Bedeutung dieser Anwendungen besteht darin, dass sie alle eine Kombination aus Datenvertraulichkeit, hoher Systemverfügbarkeit und/oder starker Authentifizierung von Benutzern und Informationen erfordern.

80 Milliarden intelligente Objekte – immer und überall mit der Cloud verbunden

Schätzungen des Institut de l´Audiovisuel et des Telecommunications en Europe (IDATE) zufolge belief sich die Zahl der intelligenten vernetzten Geräte 2012 auf 15 Milliarden, bis 2020 werden es voraussichtlich 80 Milliarden sein. Intelligente Objekte entwickeln sich zu einem Massenphänomen, das das Verhalten und die Erwartungen der Benutzer grundlegend verändert und gewaltige Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur stellt.

Sie sind der Hauptfaktor für die Bandbreitenexplosion und steigern die Nachfrage nach einer optimierten Bereitstellung von Anwendungen und Unterhaltungsinhalten an jedem Ort und zu jeder Zeit. Inhaltsanbieter müssen ihre Tätigkeit daher flexibel und anpassbar gestalten und inhärente Kapazitäten schaffen, um rasch auf völlig neue Dienste reagieren zu können, die auf intelligenten Objekten und Geräten basieren. Diese Entwicklung wird sich zu einem großen Teil auf Cloud Computing stützen, eine internetbasierte Form der Datenverarbeitung, bei der freigegebene Ressourcen, Software und Informationen nach Bedarf für Rechner und andere Objekte bereitgestellt werden.

Herausforderungen mit Blick auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit

In Zeiten, in denen elektronische Geräte weniger komplex und nicht verbunden waren, mussten diese nicht gesichert werden. Da sie nicht vernetzt waren, konnten sie weder aus der Ferne angegriffen werden, noch anderen Geräten Schaden zufügen. Intelligente Objekte – Geräte, bei denen es sich im Grunde genommen um kleine Rechner mit Mitteilungsfunktionen handelt – führen heute ein breites Spektrum von Aufgaben aus, interagieren miteinander und, was noch wichtiger ist, kommunizieren mit der Umwelt. Die Verbreitung intelligenter Objekte schafft daher Gelegenheiten für Hacker, wie in konventionellen Rechnernetzen Dienste zu unterbrechen und sensible Informationen zu stehlen. Berichten zufolge wurde das IT-System der New York Times vor kurzem über ein mit dem Internet verbundenes Thermostat gehackt. Dies hat Ängste vor Industrie- und anderen Arten der Spionage geschürt.

Es ist wichtig, zu begreifen, dass intelligente Objekte oftmals eine entscheidende Rolle bei der Sammlung, Verwaltung und Steuerung von Informationen spielen und mitunter in Anwendungen zum Einsatz kommen, die über Leben und Tod entscheiden – jedoch trotzdem angreifbar sind. Mehr als 120.000 neue Formen von Schadsoftware und Angriffe auf eingebettete Systeme (die Bausteine intelligenter Objekte) werden wöchentlich identifiziert. In der Vergangenheit waren Geräte dieser Art nur selten Angriffen ausgesetzt. Der Grund dafür lag häufig darin, dass es einfach nicht so viele von ihnen gab oder ihre Architektur im Gegensatz zu PCs fremdartig und unbekannt war. Die Folge ist, dass die heutigen intelligenten Objekte weitaus anfälliger für Angriffe sind als Desktop-Systeme.

„Intelligente Objekte und Netzwerke werden noch nicht routinemäßig gesichert und alle stimmen darin überein, dass die Sicherheit weiter verbessert werden muss. Da die Vernetzung intelligenter Objekte noch in den Kinderschuhen steckt, bietet dieser Bereich enorme technische Möglichkeiten und Marktchancen, insbesondere für Anbieter intelligenter Sicherheitslösungen“, kommentiert Isabelle Alfano, CARTES Secure Connexions Event Director.

Ein kurzer Blick in die Zukunft

Das sogenannte vernetzte Leben wird weltweit bedeutende sozioökonomische Auswirkungen haben. Laut Michael O’Hara, Chief Marketing Officer, GSMA(1) wird sich Asien zu der am stärksten vernetzten Region der Welt entwickeln, sowohl im Hinblick auf die Anzahl der vernetzten Geräte als auch die damit verbundenen Umsätze.

Sämtliche Städte der Welt prüfen derzeit das Konzept der intelligenten Stadt, um das Leben und Arbeiten an diesen Orten attraktiver zu gestalten und das Wachstum voranzutreiben. Sie implementieren und testen auf intelligenten vernetzten Objekten basierende Lösungen zur Förderung von E-Government-Maßnahmen, zur Integration intelligenter Systeme in das öffentliche Verkehrswesen oder zur Entwicklung von Möglichkeiten der Verbesserung der CO2-Bilanz.

Egal wann und wo, ob zuhause oder auf Arbeit: Wir werden in immer mehr Lebensbereichen auf intelligente vernetzte Objekte angewiesen sein.

 

Wussten Sie schon?

In China könnte Verkehrstelematik Pendlern dabei helfen, pro Woche fast zwei Stunden einzusparen.

In India könnte im Zuge der Eindämmung von Stromdiebstahl und der Verbesserung der Nutzungseffizienz anhand von intelligenten Zählern genügend Elektrizität eingespart werden, um mehr als zehn Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

In Japan könnte die Einführung von mHealth in der Altenpflege in Einsparungen in Höhe der jährlichen ärztlichen Behandlungskosten für eine Millionen Senioren resultieren.

In Südkorea könnten Familien dank technologiegestütztem Lernen zwischen 8.000 USD und 12.000 USD einsparen, die sie für Privatunterricht für ihre Kinder ausgeben.

 
Quelle: Bericht von PricewaterhouseCoopers und der Groupe Speciale Mobile Association zu den sozioökonomischen Auswirkungen des vernetzten Lebens in Asien bis 2017

(1) Groupe Speciale Mobile Association

Isabelle Alfano, Director des Cartes Secure Connexions Event 2013, beantwortet gern Ihre Fragen. Zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

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Über das CARTES Secure Connexions Event 2013:
Das CARTES Secure Connexions Event 2013 findet vom 19. bis 21. November 2013 im Messezentrum Paris-Nord-Villepinte statt. Es handelt sich um die weltweit führende Veranstaltung mit Schwerpunkt auf sicheren Zahlungs-, Identifikations- und Mobilitätslösungen.
Die CARTES Secure Connexions ist mit 137 vertretenen Ländern, 435 Ausstellern und 140 Konferenzen mit internationalen Experten die wichtigste Fachmesse für alle Akteure in diesem sich schnell weiterentwickelnden Markt. Bei der 28. CARTES-Veranstaltung im Jahr 2013 wird Brasilien im Vordergrund stehen.

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