Casimirkraft

21/04/2011 - 16:31 von Peter Heckert | Report spam
Die Casimirkraft beruht ja darauf, dass zwischen 2 exakt glatten
Metallplatten im Submikrometerabstand bestimmte Wellenlàngen
ausgelöscht werden und daher der Strahlungsdruck der Wellen ausserhalb
der Platten grösser ist, als der innere Druck.

Hàtte man nun eine Platte, die auf einer Seite ideal glatt ist und auf
der anderen Seite mit mikrometerfeinen Poren versehen ist, müsste dann
nicht der Druck auf einer Seite überwiegen?
Das würde heissen, die Kraft ist nicht konservativ, man könnte damit
Energie gewinnen.

Um nun nochmal die Theorie von Herrn Prof. Turtur ins Spiel zu
bringen: Er erklàrt seine Theorie sehr umstàndlich mit esoterischen
Anklàngen und begibt sich in gefàhrliche Nàhe zur Antigravity-Anti
Entropy Szene.
Teilweise sind das Enthusiasten und Fanatiker und teilweise wohl auch
Betrüger.

Der Mann hat einfach kein Talent zum Erklàren. Eigentlich ist seine
Theorie doch ganz einfach: Der Vakuumdruck in einem elektrischen oder
magnetischen Feld ist grösser, da sich die Wellenlàngen im Feld
verkleinern. Er begründet das -ziemlich missverstàndlich- mit der
endlichen Geschwindigkeit der Feldausbreitung. Aber Casimir's
Begründung beruft sich ebenfalls darauf und wirkt stellenweise
esoterisch soweit ich nun gesehen habe. ;-)

Normalerweise kann man das nicht nachweissen, weil sowohl elektrisches
als magnetisches Feld konservativ sind und weil die magnetischen und
elektrostatischen Kràfte bei Weitem überwiegen.

Nimmt man aber einen perfekt symmetrierten Rotor mit schiefen Flügeln,
und bringt diesen in ein rotationssymmetrisches Feld, dann könnte man
das nachweisen, weil die elektrostatische Kraft dann wegfàllt.
Ausserdem könnte man dann Energie in sehr kleinen Mengen gewinnen.
Vielleicht sollte man es mal mit einer assymetrischen Platte, wie oben
geschildert, versuchen?

Ich werds demnàchst mal mit CMOS Schaum und Alufolie probieren ;-)
Es gibt aber extrem feinporigen Metallschaum, vielleicht sollte man es
mal damit versuchen.
 

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#1 Marcel Müller
21/04/2011 - 16:51 | Warnen spam
Hallo,

Peter Heckert wrote:
Die Casimirkraft beruht ja darauf, dass zwischen 2 exakt glatten
Metallplatten im Submikrometerabstand bestimmte Wellenlàngen
ausgelöscht werden und daher der Strahlungsdruck der Wellen ausserhalb
der Platten grösser ist, als der innere Druck.

Hàtte man nun eine Platte, die auf einer Seite ideal glatt ist und auf
der anderen Seite mit mikrometerfeinen Poren versehen ist, müsste dann
nicht der Druck auf einer Seite überwiegen?



Wenn eine davon perforiert ist, dann ist halt die sich gegenüberstehende
Flàche kleiner. Respektive, wenn es nur um Làngerwelliges geht, dann ist
es schlicht egal. Aber µm hört sich nicht danach an.
Aber eine Asymmetrie der Kraft kann ich hier nicht erkennen.


Marcel

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