CentOS 6 32bit: womit virtualisieren, Repos, 64-bit parallel installieren?

01/09/2011 - 16:06 von Edzard Egberts | Report spam
In meinem jugendlichen Leichtsinn wollte ich den neuen PC gleich mal mit
einem professionellen Betrübssystem versehen und stellte fest, dass ich
wohl doch nicht so der Profi bin. :o/

Also erst einmal habe ich das 64bit-CentOS installiert und dann
festgestellt, dass ich meine Programme nicht mehr compilieren kann, die
meisten Programme nicht laufen und CentOS wohl nicht so die
32bit-Kompatibilitàt bietet (laut Internet). Na gut, 12 MB RAM sind
sowieso zuviel, also einfach CentOS-32bit installiert, damit ich endlich
wieder arbeiten kann und spàter mal 64 bit lerne.

1. Problem:
Weil ich aber früher oder spàter wohl auch mit 64bit umgehen muss,
wollte ich mir 32 und 64 bit parallel installieren. Also folgendes angelegt:
sdb1: boot32 primàr
sdb2: boot64 primàr
sdb4: logical
sdb5: root32
sdb6: root64
sdb7: home32
sdb8: home64
sdb9: gemeinsames swap

Das ließ sich auch schön installieren, aber wenn ich 32 bit zuletzt
installierte, ließ sich 64 bit nicht starten und umgekehrt. Hat hier
jemand eine Ahnung, woran das liegt und wie man das lösen kann?

2. Frage:
Bei Fedora ist jede Menge Software direkt im Repository, z.B. Seamonkey
oder Filezilla, bei CentOS fehlt dagegen einiges. Ist das normal, oder
habe ich bloß das entsprechende Repo nicht gefunden?

3. Problem:
Im 64bit CentOS habe ich direkt mal etwas virtualsiert, z.B. mein altes
Fedora. Hat mich zwar genervt, dass ich das gewohnte qemu (wo ich alle
Befehle kenne) nicht verwenden kann, ging mit dem "Virtual Machine
Manager" aber trotzdem recht flott (wenn ich auch den USB-,
Netzwerk-Zugriff und vom Host-System lesbare Austauschdateien nicht
hinbekommen habe, da musste immer ein Image mounten).

Dann das gleiche unter 32 bit versucht und ... nix! Sieht so aus, als
gàbe es das nur für 64 bit. Was mache ich denn da, kann doch nicht sein,
dass ich unter CentOS32 keine virtuellen Maschinen laufen lassen kann.
Muss ich qemu/kvm komplett vergessen und etwas anderes nehmen?

Aber sonst ist es ganz hübsch! :o)
 

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#1 Juergen Ilse
01/09/2011 - 17:19 | Warnen spam
Hallo,

Edzard Egberts wrote:
In meinem jugendlichen Leichtsinn wollte ich den neuen PC gleich mal mit
einem professionellen Betrübssystem versehen und stellte fest, dass ich
wohl doch nicht so der Profi bin. :o/
Also erst einmal habe ich das 64bit-CentOS installiert und dann
festgestellt, dass ich meine Programme nicht mehr compilieren kann, die
meisten Programme nicht laufen und CentOS wohl nicht so die
32bit-Kompatibilitàt bietet (laut Internet).



Das kann ich mir irgendwie nur weniger vorstellen. Man benoetigt natuerlich
(und es wuerde mich wundern, wenn es das nicht auch fuer CentOS gibt) die
Pakete mit den 32-Bit Versionen der shared libraries. Damit muessten selbst
erstellte 32-Bit-Binaries von einer evt. vorher genutzten 32-Bit Installation
in sehr vielen Faellen zum laufen zu bekommen sein. Ansonsten sollte man in
einer 64Bit-Umgebung auch bevorzugt die 64-Bit-Pakete der Distribution ver-
wenden (und wenn man selbst compiliert, dann i.d.R. ja auch als 64Bit-
baniaries ...).

1. Problem:
Weil ich aber früher oder spàter wohl auch mit 64bit umgehen muss,
wollte ich mir 32 und 64 bit parallel installieren. Also folgendes angelegt:
sdb1: boot32 primàr
sdb2: boot64 primàr
sdb4: logical
sdb5: root32
sdb6: root64
sdb7: home32
sdb8: home64
sdb9: gemeinsames swap

Das ließ sich auch schön installieren, aber wenn ich 32 bit zuletzt
installierte, ließ sich 64 bit nicht starten und umgekehrt. Hat hier
jemand eine Ahnung, woran das liegt und wie man das lösen kann?



Was fuer ein Bootloader wird denn verwendet? grub-legacy oder grub2?
Oder evt. lilo oder ... Wie sieht die Bootloaderkonfiguration aus?
Im Prinzip sollte auch grub problemlos beide Systeme booten koennen.
Das koennte aber ggfs. manuelle Anpassungen erfordern, weil ggfs. der
distributionseigene Mechanismus zum erstellen der Bootmanager-Konfigration
etwas erstellt, was zu dieser Installation nicht passt ...
Schlimmstenfalls den Bootloader *jeweils* in die root-Partition der
Distribution installieren lassen und den jeweils anderen Bootloader ggfs.
per "chainloading" starten (der dann seinerseits wieder das Linux aus der
jeweiligen Partition startet). Auf diese Weise kaemen sich die beiden
Bootloader-Konfigurationen nicht gegenseitig ins Gehege ...

2. Frage:
Bei Fedora ist jede Menge Software direkt im Repository, z.B. Seamonkey
oder Filezilla, bei CentOS fehlt dagegen einiges. Ist das normal, oder
habe ich bloß das entsprechende Repo nicht gefunden?



Es kann durchaus sein, dass da einiges fehlt. Ggfs. kann man da ueber
"Fremdrepositories" noch einiges finden. Ansonsten sollte auch ein
repository fuer eine (ggfs. hinreichend alte) Fedora-Version ebenso
passen. CentOS ist ja quasi so etwas wie die "long time support"
Version von Fedora (also so etwas wie die LTS-Versionen bei Ubuntu).

Tschuess,
Juergen Ilse ()
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

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