Chinamotore und Motorschutzschalter

10/04/2010 - 01:13 von Robert Obermayer | Report spam
Hallo,

dass die Chinesen gelegentlich^wdauernd ziemlichen Abfall bauen ist ja
bekannt. Leider hat sich ein Stück dieser Sorte hier eingefunden, in
Form des Antriebsmotors einer Hydraulikpumpe. Optisch sah das Teil
immerhinn halb-brauchbar aus, relativ dichte Alukühlrippen und ein
anstàndig funktionierender Lüfter.
Das Typenschild ist rekordverdàchtig, ein Papieraufkleber mit folgenden
Daten:
3500W
400V
50Hz
Das wars auch schon.Der Motor hat ca. 90er Baugröße, mit gut 300mm ohne
Welle aber ein kleines Stück lànger als üblich. Trotzdem gibts bei
normalen Herstellern schon 3,0kW/1400u/min nicht unter 100L...
Dass der Klemmkasten unter aller Sau ist versteht sich von selber.
Plastikbüchse mit einer vierpoligen Lüsterklemme der billigsten Sorte,
an die aus dem Motor kommend 4 Dràhte hingehen, einer scheint zu einem
Thermoschalter zu gehören, der auf eine Phase geschaltet ist.

Nun zieht das Objekt im Leerlauf (Pumpe demontiert, Nachlaufzeit nach
Abschalten ca. 30s) immerhinn 6A. Übrigens nicht sonderlich symmetrisch,
eine Phase auch nur 5,4A.
Netzspannung waren zum Zeitpunkt der Messung 396V +-2V.
Mit montierter Pumpe wirds kaum mehr, unter maximaler Last sinds dann
9-9,5A.
Im Betrieb wird die Maschine verstàndlicherweise kràftig heiss, der
Lüfter bringt das nicht annàhernd weiter.
Stellt sich die Frage, was das soll. Windungsschluss? Isolation gegen
Gehàuse ist jedenfalls in Ordnung. Oder einfach nur unsàglich schlimm
gebaut und eher für 300V gewickelt als für sonstwas, und bei 400 weit in
Sàttigung betrieben?

Schaut so aus als ob das Ding wenig gebraucht weggeworfen wird, weil
fortgesett unbrauchbar. Die Pumpe entspricht natürlich keiner Norm, der
Motor auch nicht, einen gescheiten Motor montieren fàllt flach.
Die Kupplung und den Zwischenflansch hat man sich nàmlich gespart, die
Pumpe mit einem kleinen Zapfen an der Welle greift direkt in die extrem
kurze, geschlitzte Motorwelle, die Pumpe ist auf den nicht-normgerechten
Motorflansch geschraubt.

BTW, warum sind gebrauchte Hydraulikaggregate so verdammt teuer?

Gruss, Robert
 

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#1 Ralf . K u s m i e r z
10/04/2010 - 02:32 | Warnen spam
X-No-Archive: Yes

begin quoting, Robert Obermayer schrieb:

Nun zieht das Objekt im Leerlauf (Pumpe demontiert, Nachlaufzeit nach
Abschalten ca. 30s) immerhinn 6A. Übrigens nicht sonderlich symmetrisch,
eine Phase auch nur 5,4A.
Netzspannung waren zum Zeitpunkt der Messung 396V +-2V.
Mit montierter Pumpe wirds kaum mehr, unter maximaler Last sinds dann
9-9,5A.
Im Betrieb wird die Maschine verstàndlicherweise kràftig heiss, der
Lüfter bringt das nicht annàhernd weiter.
Stellt sich die Frage, was das soll. Windungsschluss? Isolation gegen
Gehàuse ist jedenfalls in Ordnung. Oder einfach nur unsàglich schlimm
gebaut und eher für 300V gewickelt als für sonstwas, und bei 400 weit in
Sàttigung betrieben?



Schließ mal ein Wattmeter an.

Schaut so aus als ob das Ding wenig gebraucht weggeworfen wird, weil
fortgesett unbrauchbar. Die Pumpe entspricht natürlich keiner Norm, der
Motor auch nicht, einen gescheiten Motor montieren fàllt flach.
Die Kupplung und den Zwischenflansch hat man sich nàmlich gespart, die
Pumpe mit einem kleinen Zapfen an der Welle greift direkt in die extrem
kurze, geschlitzte Motorwelle, die Pumpe ist auf den nicht-normgerechten
Motorflansch geschraubt.



Zwischenstücke basteln?

BTW, warum sind gebrauchte Hydraulikaggregate so verdammt teuer?



Von denen weiß man schließlich, daß sie funktionieren.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus

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