Computer stirbt - was jetzt

10/12/2009 - 11:26 von Matthias | Report spam
Tach zusammen,

seit Warp3 bin ich OS/2ler und jetzt bei eCs 1.2R deutsch.
Mein Computer ist steinalt, hundertmal umgebaut, nachgerüstet, geàndert.

Aber jetzt stirbt er wohl langsam. (Trotz DSL ist das Ding langsam wie
ein 14400er Modem :-))

So richtig viel will ich an der Kiste auch nicht mehr machen, also
muss mal was aktuelleres her.
Dazu kommt dann die Frage nach dem Betriebssystem.

Was geht da noch mit OS/2 oder eCs? geht da überhaupt noch was?

Inzwischen hab ich mich vom Bastelfuzzi zum reinen Computer-Anwender
veràndert, d.h. ich will nicht nàchtelang in .cfg rumàndern oder ewig
nach Software, patches für Software oder workarounds und hacks suchen
müssen.

Dabei macht mir mein eCs nicht grade Mut zum Weiterarbeiten.
Nix ist mehr auf dem aktuellen Stand, alle Soft ist spàtenstens im
Jahr 2000 stehengeblieben.

Beispiele
acrobat reader kenne ich für OS/2 als Version 5 (danach muss man schon
suchen). Viele Dokumente sind damit nur noch eingeschrànkt lesbar.
Sound weiss ich jetzt nicht, ich mache aktuell noch kein mp3.
Video ist ganz gràsslich. mpg kann er lesen, flash steht irgendwo bei
Version 4, wmv kennt der gar nicht, mp4 auch nicht.

Problem ist einfach, dass fast alle Informationen nur noch im Netz
bereitgestellt werden, inzwischen schon oft nicht mehr als .pdf,
sondern als Anleitungs-Video in einem nicht lesbaren Format.

Faktisch bekomme ich immer nur Meldungen, dass die angeforterte Datei
nicht angezeigt werden kann, ich soll mir erstmal ein neues Flash,
Plugin, Update holen. Gibts natürlich nicht für OS/2 oder eCs.
Java script ist ja auch nur in einer alten Version verfügbar.
Die USB Unterstützung hat auch deutliche Schwàchen, besonders bei
Kapazitàten über 1 GB.


Also wohin führt der Weg?

OS/2 oder eCs in die Tonne und Umstellen auf Linux? Wenn ja welches?
Oder gibts echt noch Hoffnung?
Was kann ich mit einer aktuellen eCs noch reissen? Kann ich damit den
Anschluss im Netz halten?
Wichtig sind mir internet Recherche, auch von Unterwegs mit Notebook,
austausch über USB oder mit Dateien, die mir geschickt werden und die
Wartung von webspace von zuhause aus.

Was tun?
bit bald

Matthias



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#1 Heinz-Juergen Kronemeyer
10/12/2009 - 13:48 | Warnen spam
On Thu, 10 Dec 2009 11:26:57 +0100
Matthias wrote:



Also wohin führt der Weg?





Nun, vor der Frage stand ich vor einiger Zeit auch. Auslöser war eine
àltere Maschine, die ich mir extra für ECS 1.2R geholt hatte und auf der
sich die 1.2 einfach nicht installieren lies. 1.2R war einfach nicht in
der Lage, die von einem Fremd-OS eingerichtete Platte komplett für eine
Neuinstallation zu löschen. WTF? Da musste man erst ein anderes OS zu
Hilfe nehmen um die Platte für die Installation vorzubereiten.
Danach ging dann das Theater mit den ganzen Updates und Fixpacks los,
die Integration in das heimische Netzwerk war auch nicht gerade der
Bringer. Der Gipfel war dann das Unvermögen, einen Postscriptfàhigen
Netzwerkdrucker anzusprechen.
Letztendlich bin ich bei Linux und Ubuntu mit dem Gnome Desktop
gelandet. ECS lief noch eine Weile nebenher in einer virtuellen
Maschine bis ich halt alle meine Anwendungen unter Linux
"wiedergefunden" habe. Das einzigste was ich vermisse ist ein
Newsreader wie Pronews. Um diese Funktionalitàt zu erhalten muss ich
unter Ubunutu mit zwei verschiedenen Readern arbeiten. Gewöhnt man sich
aber auch dran. Die VM mit ECS habe ich schon lange nicht mehr
gestartet.
Ob die seit Äonen angekündigte ECS 2.0 das Ruder noch einmal rumreissen
kann? Ich glaube es nicht. Den Umstieg und die Einarbeitung in Linux
habe ich nicht bereut (bin mit Solaris vorbelastet), das Geld für die
ECS 1.2R auszugeben schon eher.
Die heutigen Linuxdistributionen sind mittlerweile soweit, das man
nicht unbedingt mehr Konfigurationsscripte auf der Kommandozeile
bearbeiten muss. Wenn man will, geht das natürlich auch noch.
Multimedia ist kein Thema auch wenn man die Codecs nachinstallieren
muss (Medibuntu Quellen). Oder man nimmt das auf Ubuntu basierende
Mint, welches die meisten Codecs schon mitbringt. Den Adobe PDF Reader
sowie Flash gibt es in aktuellen Versionen. Java sowieso. Den
Universalplayer VLC gibt es ebenfalls für die verschiedenen
Distributionen. Und über die integrierte Softwareverwaltung hàlt sich
das System mit allen installierten Anwendungen immer aktuell. Die
Hardwareunterstützung ist mittlerweile recht gut. Selbst meinen
GPS-Logger kann ich unter Linux auslesen.
Zum ausprobieren gibt es von den meisten Distributionen Live-CDs. Damit
kann man sich einen ersten Überblick verschaffen.

Gruß
Heinz-Jürgen


Mal ist man der Hund, mal die Laterne.

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