Computermaessig auf aktuellen Stand kommen/Abschaetzung Preis-Leistungsverhaeltnis

16/10/2012 - 15:24 von Ulrich D i e z | Report spam
Hallo,

angenommen, jemand hat sich Ende der 90er-Jahre des
letzten Jahrhunderts zum letztenmal mit Computerkauf
und sich auf dem Markt befindlicher Hardware
beschàftigt und als passionierter Schrauber seither
seinen damals erstandenen Pentium 200MMX mit den
200MB SD-RAM selbst "am Leben erhalten", kennt sich
also mit dem Innenleben von alten Rechnern hinlànglich
aus, hat aber vom derzeitigen Markt keine Ahnung, ist
aber zu dem Schluss gekommen, dass er sich jetzt mal
wieder dem aktuellen Stand der Technik annàhern sollte.

Was würdet ihr so jemandem empfehlen, damit er
möglichst schnell den Wissensstand erlangt, der
erforderlich ist, damit er
a) mit heutigen Vermarktungsgepflogenheiten bei
Hard- und Software zurechtkommt (auch wenn
Windows 7 vorinstalliert ist, hàtte ich trotz allem bspw
gerne eine DVD dazu und nicht bloss irgendeine
Recovery-Partition oder selbst zu veranstaltendes
Sicherungsgefrickel mit der Clonezilla-BOOT-DVD
und sonstigen Tools, um versteckte Partitionen
erstmal "sichtbar" und "aktiv" zu machen oder àhnliches),
b) einen _realistischen_ Überblick bekommt darüber, wer
ausser ihm selbst "von aussen her" (bspw übers Internet
und irgendwelche Auto-Update- oder im BIOS
einstellbare Anti-Theft-Geschichten) durch welche
Vernetzungstechnologie (Bluetooth, WLAN, weiss der
Geier, was es noch alles gibt) sich unter welchen
Schwierigkeiten welche Eingriffsmöglichkeiten
auf den Rechner verschaffen kann bzw "standardmàßig"
verschafft (Windows Update ist wohl Standard),
c) abschàtzen kann, welche Rechner und welche
sonstige Hardware/Peripherie "etwas taugen" (
- zB welche "speziellen" Eigenschaften heutzutage
gegeben sein sollten; manche Rechner sollen auch
von den Chipsàtzen und der Mainboard-Architektur
dafür gerüstet sein, darauf virtuelle Maschinen einzurichten
unter denen man auch alte Programme laufen lassen,
oder mit denen man bspw beim Programmieren von
Software für den Hausgebrauch experimentieren kann
ohne ggf das eigentliche System in Gefahr zu bringen,
wàhrend andere Rechner dafür keine extra "Ausrüstung"
auf dem Mainboard haben;
- zB bei einem Drucker habe ich keine Lust auf das im
Laden angepriesene Multifunktionsgeràt à la
HP-OfficeJet 6500, wenn es nicht möglich ist, es
selbst so weit auseinanderzubauen wie es nötig ist,
wenn man die Abtropfstelle für die Tinte der Druckköpfe
sàubern will, damit selbige nicht dauernd vom dort
angesammelten Schlamm verstopft und verschmiert
werden und das Papier beim Drucken mit hàsslichen
Streifen verunzieren),
von Seiten des Herstellers ordentlichen Support haben wenn
etwas defekt ist, dem Stand der Technik entsprechen,
nicht schon nach drei Jahren verschlissen sind, und
beim Kauf vom Preis-Leistungsverhàltnis her okay sind,
d) abschàtzen kann, was er heutztage überhaupt alles
braucht (habe zum Beispiel keine Lust, einen Haufen
Geld für einen Rechner auszugeben um erst hinterher
festzustellen, dass es fürs BackUp heutzutage mit
dem eingebauten DVD-Brenner nicht mehr getan ist,
sondern zumindest bei Nicht-Masochisten auch noch
irgendwelche zusàtzlichen im normalen Betrieb abstöpselbaren
(externe) Festplatten braucht; habe auch keine Lust
auf den Versuch, mich mit irgendwelchen Verkàufern
über RAIID-Systeme mit mehreren Festplatten zu
unterhalten wenn dieser Ansatz evtl inzwischen obsolet ist...) ?

Ulrich
 

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#1 Detlef Wirsing
16/10/2012 - 17:28 | Warnen spam
Ulrich D i e z schrieb:

angenommen, jemand hat sich Ende der 90er-Jahre des
letzten Jahrhunderts zum letztenmal mit Computerkauf
und sich auf dem Markt befindlicher Hardware
beschàftigt ...


[...]
... habe auch keine Lust
auf den Versuch, mich mit irgendwelchen Verkàufern
über RAIID-Systeme mit mehreren Festplatten zu
unterhalten wenn dieser Ansatz evtl inzwischen obsolet ist...) ?



Überlege Dir, was Du mit dem PC machen willst, und stelle pràzise
weiterführende Fragen in dieser Newsgruppe. Dann durchforste das
Internet nach passender Hardware, besorge die Komponenten, und baue
Dir Deinen Computer selbst. Auch ich habe vor einiger Zeit nach vielen
Jahren meinen PC mal wieder selbst gebaut, nachdem sein Vorgànger, der
mir zur Verfügung gestellt wurde, zu langsam wurde. Ist keine
Geheimwissenschaft. Das alte Gehàuse habe ich weiterverwendet, ebenso
zwei Brenner, der Rest wurde ausgetauscht.

Betriebssystem: Bei der Gelegenheit stieg ich von Windows XP auf 7
Ultimate um. Darunter làßt sich auch ein XP-Modus nachinstallieren,
was nicht bei jeder Version von Windows 7 ohne Klimmzüge klappt. Von
allen Programmen, die hier liefen, brauchte nur der Trackeditor von
Feurio diese Nachinstallation, obwohl ich hier viele olle Kamellen aus
dem Freewarebereich installiert habe. Windows 7 kann ohne Erweiterung
alte Programme im Kompatibilitàtsmodus zu àlteren Windows-Versionen
ausführen. Das làßt sich bei jedem Programm fest einstellen. In fast
allen Fàllen reicht das. Virtuelle Maschinen lassen sich unter jedem
Windows einrichten.

Was Windows ab Vista vorgeworfen wurde, nàmlich seine
Benutzerkontensteuerung (UAC), die immer wieder bestàtigt haben will,
daß man auch WIRKLICH das machen möchte, was man gerade tut, ist
meiner Meinung nach sein größter Fortschritt. Belàßt man es bei der
Grundeinstellung und schaltet die UAC nicht ab, ist man sicherer als
unter àlteren Windows-Versionen. Ob Firewalls sinnvoll sind, da
scheiden sich die Geister. Ein Internet-Router, der gut konfiguriert
ist, ist meiner Meinung nach besser als jede Software-Firewall.

Raid: Làuft hier aus praktischen Erwàgungen nicht mehr. Es ist auch
kein Ersatz für Backups, sondern eine Möglichkeit, trotz einer akut
ausgefallenen Platte weiterarbeiten zu können und/oder die
Zugriffsgeschwindigkeit auf die Daten zu erhöhen. Die meisten Anwender
brauchen das nicht unbedingt. Ich brauchte es jedenfalls nicht, und
die Plattenspiegelung machte Kopiervorgànge elend langsam. Regelmàßige
Backups sind immer noch Pflicht, auch mit Raid.

WLAN etc.: Làuft hier nicht. Alles über Kabel. Ist die sicherste
Methode und meiner Erfahrung nach auch die mit den wenigsten
Problemen. Bei einer, zugegeben etwas kniffligen, WLAN-Anbindung habe
ich nach 3 Wochen den Kram hingeschmissen und ein Loch durch die Wand
gebohrt. Nun ist die Verbindung schneller und sicherer als mit WLAN,
zudem in meinem Fall kostengünstiger. Für "normale" Anwendungen, wie
z.B. die gelegentliche Vernetzung mit dem Arbeits-Notebook, ist WLAN
prima. Hier muß man nur darauf achten, die Verschlüsselung richtig
(und überhaupt) einzustellen. Ein gutes, langes Passwort, das in
keinem Wörterbuch steht und aus einer Kombination von Buchstaben,
Zahlen, Sonderzeichen und Groß-/Kleinschrift besteht, verhindert
unerwünschte Besucher.

Externe Festplatten: Sehr praktisch für die regelmàßigen Sicherungen
und als "Grab" für selten benötigte Dateien oder Multimedia. DVDs und
BDs (Blu-ray) sind inzwischen überholt, wenn man damit nicht den
Player am Fernseher füttern muß. Zu viel Aufwand, zu hohe Kosten.

Eine große Hilfe war für mich www.geizhals.at/de. Die haben
Auswahlmenüs, in denen man die benötigten Funktionen der jeweiligen
Hardware einstellen kann. Das erleichtert die Suche ungemein. Nebenbei
bekommt man Angebote gelistet, die man nach verschiedenen Kriterien
sortieren kann, natürlich auch nach dem Preis. Danach ist viel Lesen
angesagt. Aber nach so langer Zeit mal wieder einen eigenen PC zu
konfektionieren, macht ja auch Spaß.

Wenn es nicht von heute auf morgen passieren muß, wird Dir die
richtige Auswahl sicher gelingen. Im Internet und den passenden
Newsgruppen findet man alle Hilfe, die man braucht. Beratungen im
"Fachhandel" kann man dagegen oft vergessen. Schon als ich selbst noch
als Techniker in der Branche arbeitete, waren sie Glücksache. Nachdem
immer weniger bezahlt wird, sind sie heute fast ausgeschlossen.
Solltest Du einen Hàndler finden, mit dessen Beratung und Service Du
zufrieden bist, halte ihn Dir warm und zahle guten Gewissens ein paar
Euro mehr.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

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