Container als EMV-Testraum

04/01/2009 - 23:11 von Michael Koch | Report spam
Hallo,

vor einiger Zeit hat mir mal jemand erzàhlt dass man einen gebrauchten
20' Container als preiswerten EMV-Testraum umbauen kann. Der
Verwendungszweck wàren orientierende Störfestigkeits-Tests, insbesondere
HF-Einkopplung in das zu testende Geràt.
Dass man darin keine Messungen mit Antennen machen kann ist mir klar --
viel zu klein und zu viele Reflektionen.
Aber schon allein aus Platzgründen bietet sich die Auslagerung in einen
Container an. Dazu habe ich ein paar Fragen.

erforderlich? Dass man die Tür rundherum mit Kontaktfedern versehen muss
ist mir schon klar. Aber wie HF-dicht ist der Rest? Sind die
Stahlplatten an allen Kanten in genügend dichten Abstànden verschweisst?

Gruss
Michael
 

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#1 Wiebus
05/01/2009 - 13:01 | Warnen spam
Hallo Michael.

vor einiger Zeit hat mir mal jemand erz hlt dass man einen gebrauchten
20' Container als preiswerten EMV-Testraum umbauen kann. Der
Verwendungszweck w ren orientierende St rfestigkeits-Tests, insbesondere
HF-Einkopplung in das zu testende Ger t.



Für orientierende messungen kann es OK sein.

Dass man darin keine Messungen mit Antennen machen kann ist mir klar --
viel zu klein und zu viele Reflektionen.



Die Reflexionen können Dir auch bei Stöerfestigkeits Tests Streiche
Spielen. Wenn sich wegen der Reflexionen stehende Wellen (Moden)
ausbilden, hast Du örtlich höhere oder geringere Feldstàrken als Du
meinst.
Dagegen könnte man "Moden Stirrer" (Quirle) einsetzten. Das sind von
einem Grillspießantrieb gedrehte große Blechspiralen (Form àhnlich wie
bei Transportschnecken).
Durch das Drehen machen die, das immer andere Verhàltnisse sind, und
im Zweifel sich die stehenden Wellen auch mal anderswo ausbilden.



HF-màßig nicht.

erforderlich?



Hàngt am Hersteller und dem Alter. Die sind ja nicht komplett
verschweisst, sondern immer nur Stellenweise. Details variieren von
Hersteller zu Hersteller. Du müsstest das Teil also einmal komplett
rundrum Nachschweissen.
Manche sind auch genietet..

Hàngt etwas von den verwendeten Frequenzen und Feldstàrken ab. Auch
durch Blechplatten kommt noch was durch..
Hàngt auch von der Materialsdicke ab..und damit vom Alter. auch
hier sind die Teile im laufe der Jahre immer dünner gemacht
worden.Gewichtsersparnis.


Dass man die T r rundherum mit Kontaktfedern versehen muss
ist mir schon klar.




Denk daran, das die Bedienung auch noch ein Luftloch braucht.

Aber wie HF-dicht ist der Rest? Sind die
Stahlplatten an allen Kanten in gen gend dichten Abst nden verschweisst?



S.o.


Das er nicht zu verrostet ist? Ok, nachschweissen musst Du eh.
aber nicht mehr als nötig.

Eine Thermoisolierung ist für Dich auch ein Problem, weil die fàngt
beim Nachschweissen an zu brennen, bzw. verhindert Dir den Zugang zu
den Ecken.
Du müsstest Sie auf jeden Fall zumindest vorübergehend entfernen.
Arbeit + Dreck.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus

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