CUPS: Drucker einrichten = rocket science

21/12/2010 - 03:09 von Andreas M. Kirchwitz | Report spam
Hallo Freunde des Druckens!

Hab kürzlich auf Fedora 14 aufgerüstet und mit "system-config-printer"
(so ein GNOME-Front-End für CUPS) mal wieder die Postscript-Drucker
hinzugefügt, die im lokalen Netzwerk hàngen.

Auch im Jahr 2010 ist das nicht selbsterklàrend ...

Als erstes muss ich wohl über die Anschlussart entscheiden:
"LPT #1", "Serial Port #1", "Other" oder "Network Printer"

Fein, ich hab Netzwerk. Aber welcher Drucker der letzten Jahre
verwendet eigentlich noch "LPT" oder "Serial"? Sind die meisten
Drucker für den Heimbereich nicht sowieso "USB"? (USB steht aber
merkwürdigerweise nicht zur Auswahl.)

Entscheide ich mich für "Network Printer", kommt die K.O.-Frage:
JetDirect, IPP, HTTPS, LPD, SAMBA

Was geht mich das als Anwender eigentlich an? Nirgendwo eine
Hilfestellung. Woher weiß man, was der Drucker unterstützt?
Und was ist das beste, falls der Drucker alles davon kann?

Viele Jahre hab ich LPD genommen, dieses Mal war mir nach IPP.
Da muss ich einen Host angeben und eine Queue. Keine Erklàrung.
Host kann ich mir denken, aber was bedeutet die Queue, wenn
ich den Drucker vom meinem System direkt anspreche? Wessen Queue
überhaupt? Auf dem lokalen System oder auf dem entfernten?

Als Beispiele für die Queue werden mir der Drucker-Name (mit
oder ohne Domain?), "ipp" oder irgend etwas Beliebiges angeboten.
Aha. Und nun? Wenn es beliebig sein kann, wozu muss ich es angeben?
Wusste gar nicht, dass Drucker selbst noch Queues unterscheiden.
Muss ich jedem Drucker eine eigene Queue geben? Ich dachte, Queues
sind nur für Unix-Server interessant, die Unix-Clients bedienen,
um die verschiedenen Drucker zu unterscheiden, die über den
gleichen Host erreichbar sind.

Das Queue-Problem haben HTTPS und LPD freilich auch, also darum
möchte ich das nicht allein IPP anlasten.

Das GUI droht mir zudem, dass es nur korrekte URIs von mir akzeptiere.
URI für Drucker? Woher soll man das wissen?

Geb ich nun irgendwas ein, überlegt das Tool mindestens eine halbe
Minute angestrengt nach und sucht wohl nach einem passenden Treiber.
Ein Treiber bei Postscript? Aha.

Nicht herausfinden kann das Tool jedoch wàhrend der langen Wartezeit,
wie viel Speicher der Drucker hat, wie viele Papierfàcher es gibt,
ob eine Duplex-Einheit eingebaut ist und welches Papierformat
(z.B. A4 oder Letter) der Drucker bevorzugt oder gar konkret in
den Fàchern liegt. Alles ist vom Drucker problemlos abfragbar.

Am Mac geht das automatisch. Dort làuft auch CUPS.

Ganz am Ende darf ich dem Drucker einen Namen geben, unter dem
ihn die Anwendungen sehen. Mit der Queue von vorhin hat das aber
offenbar nichts zu tun.

Ja, http://www.catb.org/~esr/writings/cups-horror.html kenne ich.
Das war 2004!

Am Ende kommt Papier aus dem Drucker. Einseitig und Letter. Das muss
ich immer noch von Hand àndern. Zum Glück drucke ich immer im Netzwerk
direkt auf Postscript-Druckern von HP... klappt immer, egal was ich
eingebe. An kompliziertere Setups möchte ich lieber nicht denken.

Im Netz habe ich nach Anleitungen gesucht, doch eine hilfreiche habe
ich nicht gefunden. Wenn mir das Eingabefeld "Queue" erklàrt wird mit
"Geben Sie hier den Namen der Queue ein", hilft mir das nicht weiter.

Verwirrt ... Andreas
 

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#1 spam.for.the
21/12/2010 - 07:27 | Warnen spam
Andreas M. Kirchwitz wrote:

Im Netz habe ich nach Anleitungen gesucht, doch eine hilfreiche habe
ich nicht gefunden. Wenn mir das Eingabefeld "Queue" erklàrt wird mit
"Geben Sie hier den Namen der Queue ein", hilft mir das nicht weiter.



Wenn's HP-Drucker sind, einfach die CUPS-Frontends ignorieren und hplip
nutzen.


Peter Lemken
0711
Nature abhors crude hacks.

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