Das Bildungswesen ist der fortschrittlichste Sektor auf dem Weg zur digitalen Reife, steht aber vor den größten Herausforderungen

13/10/2014 - 08:00 von Business Wire
Das Bildungswesen ist der fortschrittlichste Sektor auf dem Weg zur digitalen Reife, steht aber vor den größten Herausforderungen

Das Bildungswesen ist der fortschrittlichste Bereich beim Übergang vom digitalen Wandel zur digitalen Reife, wie eine aktuelle Studie von Coleman Parkes ergeben hat, die von Ricoh Europe1 in Auftrag gegeben wurde. Die Studie ergab, dass führende Bildungsanbieter die digitale Reife häufiger als Schlüsselfaktor betrachten (zu 80 %), als es bei Repräsentanten anderer Branchen der Fall ist2. Sie sind darüber hinaus zuversichtlich, die digitale Reife innerhalb der kommenden zwei Jahre erreichen zu können, wobei 34 % 2016 als Ziel angaben und 71 % von einem Erreichen bis zum Jahr 2019 ausgehen.

Ihren hohen Stellenwert im Bildungsbereich verdankt die digitale Reife nicht zuletzt ihrem Potenzial, Studenten über attraktivere Online- und Vor-Ort-Lernumgebungen für ein Studium gewinnen zu können. In keinem anderen vertikalen Sektor3 schätzt ein größerer Teil der Befragten (23 %) die digitale Reife als so klaren Wettbewerbsvorteil ein. Weitere Vorteile sind:

  • Optimierte Geschäftsprozesse (19 %)
  • Einfacherer Zugang zu Informationen (17 %)
  • Schnellere Aufgabenbearbeitung (12 %)

Die Ergebnisse zeigen aber auch Hürden auf dem Weg zu digitaler Reife auf. Digitale Reife wird dabei als Zustand definiert, bei dem ein Unternehmen fortschrittliche Tools einsetzt, um die Leistung zu steigern und ein fortwährendes Engagement für Technologie, technologiebasierte Initiativen und digital verwaltete Prozesse zu zeigen. Der Bildungssektor sieht sich beim Ausbau digitaler Initiativen mit finanziellen und kulturellen Herausforderungen konfrontiert.

48 % der Teilnehmer gaben Budgetrestriktionen als größte Hürde auf dem Weg zu digitaler Reife an. Diese Angaben bestätigten den Bildungsbereich als Sektor mit den größten Budgetgrenzen, da fortwährend gleichermaßen in Mitarbeiter, Einrichtungen und Technologie investiert werden muss. Der "OECD Education at a Glance“-Bericht von 2013 zeigte einen Rückgang öffentlicher Ausgaben für Bildungseinrichtungen in mehreren europäischen Ländern, darunter Italien, Portugal, Spanien und das Vereinigte Königreich4.

In Anbetracht der Bedeutung digitaler Technologien als Wettbewerbsvorteil werden leitende Mitarbeiter im Bildungsbereich in Zukunft wahrscheinlich häufiger mit digitalen Initiativen beauftragt, da 62 % der Umfrageteilnehmer digitale Reife für die Geschäftsabläufe als wichtige Komponente einstuften. Dennoch gaben im Bildungsbereich nur 71 % der Befragten an, klare Vorstellungen vom Erreichen der digitalen Reife zu haben, was vergleichsweise wenig ist und nur vom öffentlichen Bereich unterboten wird.

Das könnte daran liegen, dass im Bildungssektor traditionell mehr auf interne Expertise gebaut wird als in anderen Bereichen. Teilnehmer aus dem Bildungsbereich gaben ebenfalls öfter an, dass die Zusammenarbeit mit einem externen Partner eine Voraussetzung für das Erreichen digitaler Reife sei.

Der Bildungssektor sieht sich darüber hinaus mit Problemen beim Übergang von Mitarbeitern mit sehr unterschiedlichen technischen Kenntnissen in das digitale Zeitalter konfrontiert und äußert die Notwendigkeit einer klar kommunizierten Vision durch Führungskräfte. Etwa die Hälfte der Befragten (48 %) gab das Kommunizieren der Vorteile an die Geschäftsabteilungen als Problem auf dem Weg zu digitaler Reife an, während 43 % die Anpassung der Arbeitsabläufe an neue Technologien als problematisch empfinden.

Carsten Bruhn, Executive Vice President, Ricoh Europe, sagt, "Die technologisch verbesserten Lernumgebungen von heute, der rapide Anstieg von Fernlehrangeboten und Massive Open Online Courses (MOOCs) machen deutlich, dass digitale Technologien in Zukunft eine tragende Rolle im Bildungsbereich spielen werden. Die für Anbieter zu beantwortenden Fragen lauten: Was bedeutet digitale Reife für meine Institution und wie stelle ich sicher, dass meine Mitarbeiter und Arbeitsabläufe im Einklang mit dieser Vision agieren.“

"Interaktive Whiteboards in Klassenräumen und die zunehmende Verwendung mobiler Endgeräte durch Lernende zeigen eine Entwicklung, bei der die Zusammenarbeit in Echtzeit innerhalb der nächsten fünf Jahre zum Standard werden könnte. Digitale Technologien sind aber nicht nur für die Lehre über das Internet und im Klassenzimmer von Bedeutung, sondern auch ein Mittel zur Optimierung von Arbeitsabläufen und zur Erhöhung der Effizienz. Ein robuster digitaler Rahmen und die Unterstützung kompetenter Partner sind essenzielle Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten mit begrenzten Budgets und für die Wettbewerbsfähigkeit in Arbeitsumgebungen, die sich technologisch ständig weiterentwickeln.“

Weitere Einblicke in die Relevanz technologiebasierter Veränderung finden Sie unter www.ricoh-europe.com/thoughtleadership

-Ende-

1 Digital Maturity – von Coleman Parkes Research durchgeführte Studie im Juli 2014

2 Teilnehmer geben digitale Reife als Schlüsselfaktor an (Finanzsektor: 78 %, Öffentlicher Bereich: 78 %, Gesundheitswesen: 73 %)

3 Die Teilnehmer erachten Wettbewerbsvorteile als wichtigsten Nutzen digitaler Reife (Finanzsektor: 19 %, Öffentlicher Bereich: 6 %, Gesundheitswesen: 17 %)

4 OECD Education at a Glance 2013

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Den Großteil des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, die das Zusammenspiel von Mensch und Information verbessern. Darüber hinaus stellt Ricoh preisgekrönte Digitalkameras und spezielle Industrieprodukte her. Ricoh ist bekannt für die Qualität seiner Technologie, seinen einzigartigen Kundenservice und sein Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Unter dem Slogan "imagine. Change" hilft Ricoh Unternehmen dabei, ihre Arbeitsweise zu verändern und sich die kollektive Vorstellungskraft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Nutze zu machen.

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Source(s) : Ricoh Europe PLC

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