Das Kalenderblatt 091007

06/10/2009 - 13:47 von WM | Report spam
Die Mathematik ist eine gar herrliche Wissenschaft, aber die
Mathematiker taugen oft {{oft ist übertrieben}} den Henker nicht. Es
ist fast mit der Mathematik wie mit der Theologie {{das erlàutere ich
schon seit vielen Jahren, nicht mit Bezug zur Mathematik zwar, aberr
zum Transfiniten}}. So wie die letzteren Beflissenen, zumal wenn sie
in Ämtern stehen, Anspruch auf einen besonderen Kredit von Heiligkeit
und eine nàhere Verwandtschaft mit Gott machen, obgleich sehr viele
darunter wahre Taugenichtse sind {{das ist nun aber wirklich
übertrieben}}, so verlangt sehr oft der so genannte Mathematiker für
einen tiefen Denker gehalten zu werden, ob es gleich darunter die
größten Plunderköpfe gibt, die man finden kann, untauglich zu irgend
einem Geschàft, das Nachdenken erfordert, wenn es nicht unmittelbar
durch jene leichte Verbindung von Zeichen geschehen kann, die mehr das
Werk der Routine {{zum Beispiel des maschinenhaften "formalen
Beweisens" im Transfiniten ohne einen Gedanken an die Sinnlosigkeit
solchen Tuns}}, als des Denkens sind.
[G. C. Lichtenberg: "Schriften und Briefe" in 6 Bd. Carl Hanser,
München (1971) p. 433]
Von vielen Mathematikern gern zitiert,
Ergebnisse 1 - 10 von ungefàhr 445 für "Mathematiker taugen oft".
http://www.google.de/search?hl=de&a...q=f&oq(fast immer aber ohne Quellenangabe).

Dazu erlàuternd:
http://www.google.de/search?hl=de&a...&oqund ebenso altbekannt
Ergebnisse 1 - 10 von ungefàhr 450 für "Ihr seid in einem Ballon".

Gruß, WM
 

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#1 Peter
06/10/2009 - 17:00 | Warnen spam
Zur besseren Lesbarkeit habe ich Ihre eingeflochtenen
Kommentare entsorgt.

"Die Mathematik ist eine gar herrliche Wissenschaft,
aber die Mathematiker taugen oft den Henker nicht.

Es ist fast mit der Mathematik, wie mit der Theologie.

So wie die der letztern Beflissenen, zumal wenn sie in
Ämtern stehen, Anspruch auf einen besondern Kredit von
Heiligkeit und eine nàhere Verwandtschaft mit Gott machen,
obgleich sehr viele darunter wahre Taugenichtse sind,
so verlangt sehr oft der so genannte Mathematiker für
einen tiefen Denker gehalten zu werden, ob es gleich
darunter die größten Plunderköpfe gibt, die man nur
finden kann, untauglich zu irgend einem Geschàft,
das Nachdenken erfordert, wenn es nicht unmittelbar
durch jene leichte Verbindung von Zeichen geschehen kann,
die mehr das Werk der Routine, als des Denkens sind."

Georg Christoph Lichtenberg: Schriften und Briefe.
Aus dem "Sudelbuch K". Kopiert von http://www.zeno.org/

Ich erhebe einmal die Herren WM und Albrecht in den
Stand der 'sogenannten Mathematiker' und frage:

Kann man diese Herren denn besser charakterisieren
denn als 'große Plunderköpfe'? Mit Anspruch auf einen
besondern Kredit von Einsicht und eine nàhere
Verwandtschaft zur Wahrheit?

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