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Das Kalenderblatt 100315

14/03/2010 - 11:55 von WM | Report spam
Noch stehen viele Mathematiker dem Auswahlprinzip ablehnend gegenüber.
Mit der zunehmenden Erkenntnis, daß es Fragen in der Mathematik gibt,
die ohne dieses Prinzip nicht entschieden werden können, dürfte der
Widerstand gegen dasselbe mehr und mehr schwinden.
[E. Steinitz: "Algebraische Theorie der Körper", Journ. reine und
angew. Math. 137 (1910) 167-309]


Vor allem kann die Frage der Gültigkeit des Auswahlprinzips nicht
entschieden werden. Da hilft auch das Auswahlprinzip nichts. Gibt es
nun eine Wohlordnung aller reellen Zahlen? Oder gibt es sie nicht?
IGibt es vielleicht drei platonische Paradiese? In dem einen sind die
reellen Zahlen alle da und wohlgerodnet, was, wenn demonstriert,
keines Beweises bedarf. In dem anderen sind sie auch alle da, können
aber beweisbar nicht wohlgeordnet werden - es kann nur bewiesen
werden, dass sie wohlgeordnet werden können. In dem dritten sind gar
nicht alle da, doch die, die da sind, sind wohl geordnet. Oder gibt es
noch mehr? Darf ich, Hugh Everett III plagiierend,
[Hugh Everett III: "Relative State Formulation of Quantum Mechanics",
Rev. Mod. Phys. 29 (1957) 454]
eine Many-Platonic-Paradises-Theory anbieten? Vervielfacht sich die
Anzahl der platonischen Paradiese mit jedem Quantensprung im Hirn eine
Mathematikers? Wer ist Mathematiker? Gibt es schon überabzàhlbar
viele, oder gar hypo-inakzeptabel viele Paradiese? Oder könnte es dazu
kommen? Kinematik der Paradiese im Gegensatz zur Statik der Mengen?
Welches Paradies enthàlt die Lösung? Spielt da Selbstbezug eine
tragende oder blockierende Rolle?
Oder habe ich mich jetzt einfach nur von zuviel mailinator inspamieren
lassen???

Gruß, WM
 

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#1 Anonimo
14/03/2010 - 14:04 | Warnen spam
Noch stehen viele Mathematiker dem Auswahlprinzip ablehnend gegenüber.



Ich nicht. Das einzige, was ich in www.souvenirsfromearth.tv schön finde,
sind die Tiefgehen aus dem Computer.


Mit der zunehmenden Erkenntnis, daß es Fragen in der Mathematik gibt,
die ohne dieses Prinzip nicht entschieden werden können, dürfte der



Die Null ist seitdem eine Natürliche Zahl. Der Computer macht alles schön.


entschieden werden. Da hilft auch das Auswahlprinzip nichts. Gibt es
nun eine Wohlordnung aller reellen Zahlen? Oder gibt es sie nicht?



Nein, es gibt sie nicht. Denn (das liebst du ja so):
* Primzahlen. Wie die verteilt sind, taugt vielleicht für Textdateien, aber
nicht für einen Beweis
* Die Vollkommenen Zahlen. Ob es von denen unendlich viele gibt, muss man
auch nicht wissen.

Guck einfach mal nachts, wenn es nicht regnet, in den Sternenhimmel.
Klingelt's (dein Termin)?


IGibt es vielleicht drei platonische Paradiese? In dem einen sind die



Das mit den platonischen Körpern ist doch bewiesen. Und ich finde die
schöner als der Stumpfsinn, der an Fachhochschulen um sie herum designet
wird, in der Regel. Hàttest du dir einfach mehr Zeit genommen, wàre dir auch
der Beweis gelàufig, um ihn hier vorzutragen.


reellen Zahlen alle da und wohlgerodnet, was, wenn demonstriert,
keines Beweises bedarf. In dem anderen sind sie auch alle da, können
aber beweisbar nicht wohlgeordnet werden - es kann nur bewiesen
werden, dass sie wohlgeordnet werden können. In dem dritten sind gar
nicht alle da, doch die, die da sind, sind wohl geordnet. Oder gibt es
noch mehr? Darf ich, Hugh Everett III plagiierend,



Du hast aber trotzdem nicht recht. Quadratwurzel aus Zwei.


[Hugh Everett III: "Relative State Formulation of Quantum Mechanics",
Rev. Mod. Phys. 29 (1957) 454]
eine Many-Platonic-Paradises-Theory anbieten? Vervielfacht sich die
Anzahl der platonischen Paradiese mit jedem Quantensprung im Hirn eine



Ob eins, oder zwei im rechten Winkel, das ist |C egal.


Mathematikers? Wer ist Mathematiker? Gibt es schon überabzàhlbar
viele, oder gar hypo-inakzeptabel viele Paradiese? Oder könnte es dazu
kommen? Kinematik der Paradiese im Gegensatz zur Statik der Mengen?
Welches Paradies enthàlt die Lösung? Spielt da Selbstbezug eine
tragende oder blockierende Rolle?
Oder habe ich mich jetzt einfach nur von zuviel mailinator inspamieren
lassen???



Entweder du bekommst Übersichtlichkeit, oder du bekommst Sicherheit. Eines
von beidem bekommst du immer und bist dennoch nie zufrieden damit.
Vielleicht gibt es auch Subjekte, die das Paradies als Ausgleich bekommen,
wer weiß, es sei ihnen gegönnt, dafür gibt es die Religion mit ihrer Strafe
im Diesseits und den Zyklus der Sicherheit und der Übersichtlichkeit im
Text.

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