Das Kalenderblatt 100405

05/04/2010 - 14:05 von WM | Report spam
Lieber Herr Mückenheim,

danke für den sehr interessanten Text.
Als ich [...] war das ein guter Anlass, über manche Grundlagen der
Mathematik nachzudenken, so z.B. die Unendlichkeit. Ihr Text passt gut
zu den Gedanken, die sich seither so in mir angesammelt haben.

Sollte ich mal wieder eine Veranstaltung anbieten, in der so
grundlegende Fragen Platz haben, werde ich Ihre Ausführungen
miteinfliessen lassen.
Der Cantorsche Beweis bzgl. der Überabzàhlbarkeit der reellen Zahlen
hat ja was Faszinierendes. Jedenfalls hat er mich damals als
Studienanfànger sehr fasziniert. Aber irgendwo dachte ich mir schon
lànger, dass da ein Haken sein müsste ...

Nochmals herzlichen Dank,
NN
 

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#1 Rainer Rosenthal
05/04/2010 - 15:26 | Warnen spam
WM zitierte aus einem Dankschreiben:
Lieber Herr Mückenheim,

... Aber irgendwo dachte ich mir schon
lànger, dass da ein Haken sein müsste ...



Dies Bild verweist aufs Angeln. Du lieferst bei Deinen
Argumentationensversuchen auch immer gleich den Wurm dazu,
der in ihnen steckt ;-)

Ich möchte es nicht bei dem Wortspiel belassen, sondern
komme gerne noch einmal auf mein mit Sorgfalt gemaltes
ASCII-Bild zurück, mit dem ich einen Gedanken von Dir
illustriert hatte:

:
: 1
: |
: |
: |
: |
: |
: |
: |
: 2 -
: |
: |
: |
: 3 -
: |
: 4 -
: 5 -
: w -
:
:
:
:_____________________________________________________________________________
:
: Figur 1: Das Anti-Cantor-Dreieck (ACD) mit Strichen s_n der Làngen
: |s_n| = 1 - 1/2^n.
: Gezeichnet wurden s_1 bis s_5. s_6 ff. sind zwischen s_5
: zu denken.
: Ihr Abstand vom Punkt 1 ist gleich ihrer Lànge.
: Der bei w beginnende Strich der Lànge 1 gehört nicht zu den
: Strichen s_1, s_2, s_3, ...
:

Diese Figur 1 ist Antwort gewesen auf Deine Ausführunge:

WM: Was hat es mit Mathematik zu tun, wenn die Liste
WM: 1
WM: 11
WM: 111
WM: ...
WM: in unendlich vielen Anlàufen keine einzige unendliche Zeile liefert,
WM: aber schon im ersten Anlauf eine aktual unendliche Spalte?

Deine Erwiderung auf meine Figur hatte ich nicht verstanden. Du schriebst:

WM: Der bei w beginnende Strich gehört nicht zu den Strichen s_1, s_2,
WM: s_3, ...
WM: Das ist die entscheidende Aussage. Er wird aber für die aktuale
WM: Unendlichkeit benötigt.
WM: Ohne diesen nicht zugehörigen Strich kein w.
WM: Das ist genau mein Satz mit M.

Das klang ja so als wolltest Du sagen: zusammen mit w ist die Strichmenge
unendlich, ohne ihn aber nicht.

Gruß,
Rainer Rosenthal

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