Das Kalenderblatt 100706

05/07/2010 - 11:00 von WM | Report spam
[...] gradually and unwittingly mathematicians began to introduce
concepts that had little or no direct physical meaning. [...] after
about 1850, the view that mathematics can introduce and deal with
[...] concepts and theories that do not have immediate physical
interpretation [...] gained acceptance. {{Der Sündenfall. Man erkennt
heute, wohin er führte: zu einer Matheologie, die den "Brei des
Kontinuums" mit "Raumsauce" [Weyl, gesammelte Abhandlungen Band 4, p.
149f] als delikate Geistesnahrung verkündigt und trotzdem mit frecher
Stirn die reellen Zahlen eine Menge nennt. - Mengen bestehen aus
unterscheidbaren Elementen!}}
[M. Kline: "Mathematical Thought from Ancient to Modern Times", Oxford
University Press (1972) 129ff]

Gruß, WM
 

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#1 Rudolf Sponsel
05/07/2010 - 21:04 | Warnen spam
WM schrieb:
[...] gradually and unwittingly mathematicians began to introduce
concepts that had little or no direct physical meaning. [...] after
about 1850, the view that mathematics can introduce and deal with
[...] concepts and theories that do not have immediate physical
interpretation [...] gained acceptance. {{Der Sündenfall. Man erkennt
heute, wohin er führte: zu einer Matheologie, die den "Brei des
Kontinuums" mit "Raumsauce" [Weyl, gesammelte Abhandlungen Band 4, p.
149f] als delikate Geistesnahrung verkündigt und trotzdem mit frecher
Stirn die reellen Zahlen eine Menge nennt. - Mengen bestehen aus
unterscheidbaren Elementen!}}



Sehr richtig. Und man sollte auch sagen können, wie man sie unterscheiden kann
und worin sie sich unterscheiden. Man kann aber natürlich auch sagen, man
fantasiert Unterschiede. Das scheint eine neue ML-Konstruktionsmethode zu
sein: ich denke Unterschiede, also sind sie.

[M. Kline: "Mathematical Thought from Ancient to Modern Times", Oxford
University Press (1972) 129ff]

Gruß, WM



Rudolf Sponsel, Erlangen

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