Das Kalenderblatt 100815

14/08/2010 - 18:03 von WM | Report spam
Meine MathOverflow-Episode (15)

Der einzige Gewinn, den ich aus der Diskussion meines Argumentes zum
Binàren Baum zog, besteht im Nachweis, dass mein Argument
offensichtlich auch von Matheologen verstanden werden kann. Dass es
normalen Menschen verstàndlich ist, unterlag ohnehin niemals einem
Zweifel. Ich konnte diese Tatsache an hunderten positiver
Rückmeldungen aus unterschiedlichsten Intelligenzniveaus,
Berufsgruppen (einschließlich Mathematikern) und sozialen Schichten
feststellen. Sollte also nochmals jemand wie Pete L. Clark in
http://meta.mathoverflow.net/discus...n-be-wrong
sich darüber beklagen, dass mein Argument unverstàndlich sei, so kann
ich ihn auf die stattgehabte Diskussion verweisen. Das Problem liegt
dann offensichtlich in den tatsàchlichen oder vorgeschützten
Beschrànkungen seiner Verstàndnismöglichkeiten, nicht in der
Unklarheit meiner Darstellung.

Pete L. Clark: Your argument about the infinite binary tree is not
written clearly enough to be easily refuted. The burden of writing
clearly enough for others to understand you must lie on your side,
otherwise discourse is impossible. I don't understand at all what the
contradiction between the set of nodes being countably infinite and
the set of paths being uncountably infinite is supposed to be. If you
want to try to be understood, you could try out your argument on the
following simpler case: consider the infinite graph on the integers
where for all n, n is adjacent precisely to n-1 and to n+1. There are
countably many nodes on this graph but there are uncountably many
random walks: they again correspond to infinite sequences from a two-
element set. This is disturbing to you because...? {{because you seem
to be incapable of grasping that the Binary Tree contains just all
these "random walks". Das sollte ein Mathematiker erkennen können. In
diesem Falle ist das Unverstàndnis aber ohnehin leicht verstàndlich,
denn wer den Unterschied zwischen aktual und potentiell unendlich
nicht kennt, kann die Grundlagen der Mengenlehre nicht mit Erfolg
untersuchen:}}

Pete L. Clark: Your arxiv papers contain no arguments which are
written in the language of modern set theory, i.e., formalized via
ideas and techniques from mathematical logic. Rather, you confine
yourself to a sort of literary analysis of very old papers, mostly
from the 19th or early 20th centuries. You use terms like completed
versus potential infinity, which are not part of the modern
vernacular. {{Aus gutem Grund gebrauche ich sie. Und aus ebenso gutem
Grund werden sie in der matheologischen Ausbildung vermieden - obwohl
der große Prophet der Unendlichkeit mehrfach dringend auf die
Notwendigkeit der genauen Unterscheidung hingewiesen hat. Man
verleugnet sein Wort! Doch dieses Schicksal teilt er mit vielen
anderen Propheten.}}

Gruß, WM
 

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#1 Rainer Rosenthal
14/08/2010 - 18:57 | Warnen spam
WM schrieb:
Meine MathOverflow-Episode (15)

Der einzige Gewinn, den ich aus der Diskussion meines Argumentes zum
Binàren Baum zog, besteht im Nachweis, dass mein Argument
offensichtlich auch von Matheologen verstanden werden kann. Dass es
normalen Menschen verstàndlich ist, unterlag ohnehin niemals einem
Zweifel. Ich konnte diese Tatsache an hunderten positiver
Rückmeldungen aus unterschiedlichsten Intelligenzniveaus,
Berufsgruppen (einschließlich Mathematikern) und sozialen Schichten
feststellen. Sollte also nochmals jemand wie Pete L. Clark in
http://meta.mathoverflow.net/discus...n-be-wrong
sich darüber beklagen, dass mein Argument unverstàndlich sei, so kann
ich ihn auf die stattgehabte Diskussion verweisen. Das Problem liegt
dann offensichtlich in den tatsàchlichen oder vorgeschützten
Beschrànkungen seiner Verstàndnismöglichkeiten, nicht in der
Unklarheit meiner Darstellung.

Pete L. Clark: Your argument about the infinite binary tree is not
written clearly enough to be easily refuted. The burden of writing
clearly enough for others to understand you must lie on your side,
otherwise discourse is impossible. I don't understand at all what the
contradiction between the set of nodes being countably infinite and
the set of paths being uncountably infinite is supposed to be. If you
want to try to be understood, you could try out your argument on the
following simpler case: consider the infinite graph on the integers
where for all n, n is adjacent precisely to n-1 and to n+1. There are
countably many nodes on this graph but there are uncountably many
random walks: they again correspond to infinite sequences from a two-
element set. This is disturbing to you because...? {{because you seem
to be incapable of grasping that the Binary Tree contains just all
these "random walks". Das sollte ein Mathematiker erkennen können. In
diesem Falle ist das Unverstàndnis aber ohnehin leicht verstàndlich,
denn wer den Unterschied zwischen aktual und potentiell unendlich
nicht kennt, kann die Grundlagen der Mengenlehre nicht mit Erfolg
untersuchen:}}

Pete L. Clark: Your arxiv papers contain no arguments which are
written in the language of modern set theory, i.e., formalized via
ideas and techniques from mathematical logic. Rather, you confine
yourself to a sort of literary analysis of very old papers, mostly
from the 19th or early 20th centuries. You use terms like completed
versus potential infinity, which are not part of the modern
vernacular. {{Aus gutem Grund gebrauche ich sie. Und aus ebenso gutem
Grund werden sie in der matheologischen Ausbildung vermieden - obwohl
der große Prophet der Unendlichkeit mehrfach dringend auf die
Notwendigkeit der genauen Unterscheidung hingewiesen hat. Man
verleugnet sein Wort! Doch dieses Schicksal teilt er mit vielen
anderen Propheten.}}



Meister Proper bringt das Toilettenpapier. Das ist sehr freundlich,
aber wir hatten es nicht bestellt, weil von dieser Art bereits
genug auf Lager ist.

Was oder wen meintest Du bitte genau mit dieser Passage:

WM: ... besteht im Nachweis, dass mein Argument offensichtlich
WM: auch von Matheologen verstanden werden kann.

Soweit ich bisher mitbekommen habe, versteht jeder, was Dich
erzürnt (das Unendliche halt), aber niemand erkennt darin ein
Argument. Höchstens die Hundertschaften mit den positiven
Rückmeldungen; aber die blicken es halt auch nicht und vermeiden
es wenigstens, sich hier ebenfalls zu blamieren.

Gruß,
Rainer Rosenthal

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