Das Kalenderblatt 110719

18/07/2011 - 09:01 von WM | Report spam
Solltest du je mit Mathematik zu tun bekommen, so wirst du
feststellen, dass dort eine geschwollene Ausdrucksweise üblich ist,
bei der die Dinge, über die man redet, durch Definitionen oder Axiome
genau festgelegt werden. Das liegt daran, dass die Mathematiker eher
kleine Geister sind, die im Gegensatz zu dir nicht in der Lage sind,
einfach so das wahre Wesen der Dinge zu erfassen und die Dinge so zu
nennen, wie sie von Natur aus sind. [Helmut Richter, de.sci.mathematik
(2011)]
http://groups.google.com/group/de.s...ode=source

Dann sollten sie aber nicht versuchen, nach dem Motto frisch, fromm,
fröhlich, frei das Unendliche zu stürmen - wie einst Turnvater Jahn
die Hasenheide -
http://de.wikipedia.org/wiki/Turnvater
und das Tertium non datur dort anwenden, wo es offenbar nicht mehr
gilt.

Ja klassisch da schließen's
Mit falschem Genie;
Sie mag net die andern,
Drum mag's also mi.
Wir Putschisten aber sagen,
Des stimmt net deswegen,
Denn sie braucht nàmlich leider
überhaupt kein net z'mögen.
[H. Cremer, KB110129]
http://www.hs-augsburg.de/~mueckenh/KB/KB%20601-.pdf

Satz A Jeder Index n in |N wird in der Folge von Dezimalbrüchen mit
einer 1 belegt

0,000000000000000...
0,100000000000000...
0,110000000000000...
0,111000000000000...
0,111100000000000...
...

doch belegt keiner der Dezimalbrüche alle Indizes mit einer 1.

Die Existenz eines Index, der von keinem der Dezimalbrüche mit einer 1
belegt wird, steht im Widerspruch zum Satz A, folgt aber aus der
Linearitàt der Dezimalbrüche und aus

Satz B Jeder der Dezimalbrüche enthàlt eine letzte 1 und darauf
folgend unendlich viele Nullen.

Wer A-giert, sollte auch B-denken. Und schon ist das Aktual-Unendliche
ex-math-rikuliert.

Die Folge der Dezimalbrüche existiert weder vollstàndig, noch
existiert ein Dezimalbruch mit dem Wert 1/9. Alles, was existiert, ist
jede beliebig genaue Approximation der Zahl 1/9 durch einen
Dezimalbruch.

Dies haben die Cantorianer vergessen und sich in Fallstricke
verwickelt [H. Poincaré, KB090620]
http://www.hs-augsburg.de/~mueckenh/KB/KB%20001-200.pdf

Denn die Folge

1
11
111
1111
...

konvergiert im Gegensatz zu den Approximationen der Zahl 1/9 nicht und
erlaubt deswegen auch keinen Schluss von einer endlichen Teilfolge auf
einen Grenzwert.

Gruß, WM
 

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#1 Carsten Schultz
18/07/2011 - 10:35 | Warnen spam
Am 18.07.11 09:01, schrieb WM:

Solltest du je mit Mathematik zu tun bekommen, so wirst du
feststellen, dass dort eine geschwollene Ausdrucksweise üblich ist,
bei der die Dinge, über die man redet, durch Definitionen oder Axiome
genau festgelegt werden. Das liegt daran, dass die Mathematiker eher
kleine Geister sind, die im Gegensatz zu dir nicht in der Lage sind,
einfach so das wahre Wesen der Dinge zu erfassen und die Dinge so zu
nennen, wie sie von Natur aus sind. [Helmut Richter, de.sci.mathematik
(2011)]
http://groups.google.com/group/de.s...ode=source



Der Gedanke, dass Du immer noch einen Doktortitel führst, widert mich an.



Carsten Schultz (2:38, 33:47)
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