Das Kalenderblatt 110813

12/08/2011 - 08:35 von WM | Report spam
Shaxpeareologie (13)


Life's but a walking shadow, a poor player,
That struts and frets his hour upon the stage,
And then is heard no more. It is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,
Signifying nothing.

Ob Steiner tatsàchlich bezüglich der Shakespearefrage auf Cantors
Seite stand, soll weiter unten genauer untersucht werden. Jedenfalls
sind die euphorisch klingenden Charakterisierungen von Steiner durch
Cantor vermutlich darauf zurückzuführen, daß Cantor in Steiner
(endlich) einen potentiellen Redakteur zur Veröffentlichung seiner
Aufsàtze zum Shakespeare-Bacon-Problem gefunden hatte. Tatsàchlich
schickte Cantor kurz darauf das Manuskript eines Aufsatzes an Steiner.
Über zwei Vortràge zu diesem Thema, die Cantor kurz zuvor in Leipzig
am 28. November 1899 und am 5. Dezember 1899 hielt, gibt es Berichte
im «Leipziger Tagblatt und Anzeiger».

Cantor schreibt am 7. Februar 1900 aus Halle an der Saale,
Hàndelstraße 13, an Steiner:

Beiliegend erlaube ich mir, Ihnen den nunmehr fertig gestellten ersten
Aufsatz für Ihre Zeitschrift zu senden. Hoffentlich geht es an, den
etwas grösser gewordenen Artikel in einer und derselben Nummer
unterzubringen. Der folgende Artikel wird den zweiten Theil des
angefangenen ersten Kapitels bringen. Wann könnten Sie den zweiten
Artikel brauchen?
Ich denke mir, daß meine Arbeit doch nicht ganz ohne Erschütterung
des Shaxpeareologenringes bleiben wird. Sie werden bemerken, daß ich
den Grundsatz habe, deutlich zu sprechen; wenn man es mit Philologen
zu thu[n hat], ist ein derbes Auftreten nothwendig.
Mit den besten Wünschen für Sie und Frau Gemahlin, Ihr ergebenster
Georg Cantor.
P.S. Mein College Vaihinger hat mir gestern das ihm gehörende
Exemplar Ihrer Schrift über Nietzsche leihen müssen, die mich lebhaft
interessirt. Ich hoffe, auch Ihre anderen Veröffentlichungen hier
irgendwo bei meinen Bekannten aufzufinden, um sie gelegentlich zu
studieren.

Bei dem genannten Aufsatz handelt es sich um die in Nr. 8 des 69.
Jahrganges 1900 des «Magazins für Litteratur» (Spalte 196-203)
erschienene Studie «Shaxpeareologie und Baconianismus; Historisch-
kritische Beitràge zur Lösung der Shakespearefrage». Der Bitte nach
Publikation in derselben Nummer hat Steiner demnach entsprochen. Eine
Fortsetzung der angefangenen Artikelserie ist allerdings nie
erschienen.

Renatus Ziegler: "Georg Cantor und Rudolf Steiner", Beitràge zur
Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe, Veröffentlichungen aus dem Archiv der
Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, Dornach, Doppelheft Nr. 114/115
(1995) 53-61

Gruß, WM
 

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#1 karl
12/08/2011 - 09:38 | Warnen spam
Am 12.08.2011 08:35, schrieb WM:
Shaxpeareologie (13)


Life's but a walking shadow, a poor player,
That struts and frets his hour upon the stage,
And then is heard no more. It is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,
Signifying nothing.




[ Geschwafel entsorgt]

Aus den Erlàuterungen zum Zweck der Gruppe de.sci.mathematik:

Worum geht es hier?

Die Gruppe de.sci.mathematik soll zur Diskussion über
mathematische Probleme aller Art dienen. Dies schließt auch
Fragen wie "Wie mache ich x mit dem Programm y?" ein. Die
Gruppe dient allerdings nicht dazu, Hausaufgaben rechnen zu
lassen.


Wieso hàltst Du Dich nicht dran?
Bist Du etwa ein Troll?
Kannst Du mal antworten oder antwortest Du nur auf Grobheiten, Deinem Niveau
entsprechend?

Ciao

Karl

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