Das sphärische Elektron

01/08/2011 - 21:16 von Jens Schweikhardt | Report spam
Hallo, Welt

wie kürzlich in "nature" publiziert, haben Forscher am Imperial College, London,
die Gestalt des Elektrons sehr genau vermessen, d.h. sie suchten nach einem
elektrischen Dipolmoment (EDM), siehe
http://www3.imperial.ac.uk/newsande...011-8-58-6

Wenn das Elektron ein nichtverschwindendes EDM hàtte, wàre dies
eventuell geeignet, die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie zu
erklàren.

Dieser Gedeankensprung ist mir zu groß. Kann das jemand genauer erklàren?
Ich hàtte erwartet, daß das Positron dann das entgegengesetze EDM hàtte.
Wo wàre Asymmetrie? Wie kann dadurch Materieüberschuß entstehen?

Regards,

Jens
Jens Schweikhardt http://www.schweikhardt.net/
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#1 kmk
02/08/2011 - 03:24 | Warnen spam
Jens Schweikhardt wrote:

Wenn das Elektron ein nichtverschwindendes EDM hàtte, wàre dies
eventuell geeignet, die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie zu
erklàren.

Dieser Gedeankensprung ist mir zu groß. Kann das jemand genauer erklàren?



Wie ich das als Nicht-Teilchenphysiker verstanden habe:
Das Dipolmoment wàre ein Hinweis auf Wechselwirkung mit virtuellen Teilchen.
Die bekannten Teilchen kommen dafür nicht in Frage. Also wàren es Teilchen
für die die Energie der bisher gebauten Teilchenbeschleuniger zu klein ist.
Diese können dann alle möglichen Eigenschaften haben und untereinander
Wechselwirkungen haben, die wir bisher nicht kennen. Insbesondere könnten
diese Wechselwirkung nicht symmetrisch in Bezug auf Materie und Antimaterie
sein.


Ich hàtte erwartet, daß das Positron dann das entgegengesetze EDM hàtte.
Wo wàre Asymmetrie? Wie kann dadurch Materieüberschuß entstehen?



Kurz nach dem Urknall war nun die Energiedichte so hoch, dass auch diese
schweren, unbekannten Teilchen zu Hauf existierten. Mit der Ausdehnung
des Universums zerfielen sie dann wie auch die diversen anderen bekannten
Elementarteilchen in die bekannten leichten, aber stabilen Protonen und
Elektronen. Die Asymetrie der Wechselwirkung sorgt dabei für eine
Asymmetrie in den Zerfallskanàlen zwischen Materie und Antimaterie.

Möge mich ein besser Wissender korrigieren, wenn ich etwas grundsàtzlich
in den falschen Hals bekommen habe.

<)kaimartin(>
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

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