DDR 1MBit Chip Spezifikation gesucht U61000

10/03/2010 - 06:32 von boris gerlach | Report spam
Hallo

Eine etwas außergewöhnliche Frage.

hat jemand hier die Spezifikation (Datenblatt)
des legendàren DDR 1 MBit dRAM Cips U61000 vom ZMD
Es ist kein Hybrid und er ist in einem 18 Pin DIL
Gehàuse untergebracht. Außerdem interessiert uns,
welchem Westchip dieser DDR U61000 "nachempfunden wurde.
In dafddr kursieren folgende Westpendants:

HYB511000 von Siemens oder
TC511000 von Toshiba oder
eben doch noch ein anderer Hersteller?

Verbaut wurde der U61000 wohl in den "DDR-VAX"en K182x und K184x.
http://www.robotron-vax.de/k1822.htm

ebenfalls hier ein Bild eines bestückten PCB unter:
http://www.planet3dnow.de/vbulletin...amp;page=7
Etwas runterscrollen im Thread.

Es kursieren Gerüchte dieser Chip wàre ein fake gewesen.
Er ist aber unter www.electronicpool.de in der Bauform
U61000C frei zu kaufen (8,80 Öre, noch 36 Stück)
Wir wollen ihn mal aufmachen, einige Fotos machen,
wie er innen aussieht, und ein weiteres Exemplar mal
gegen die Spec durchmessen (lassen).
Das aufgemachte Exemplar soll dann noch mal aufgeschliffen
werden um die Strukturen mit dem angeblichen Westpendant
zu vergleichen.

kann jemand helfen?

Gruß
BGE
 

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#1 j
10/03/2010 - 11:37 | Warnen spam
boris gerlach wrote:

hat jemand hier die Spezifikation (Datenblatt)
des legendàren DDR 1 MBit dRAM Cips U61000 vom ZMD



Im Netz war zu finden der

JPRS Report Science and Technology,
16 January 1990

Er listet für den U61000 die TGL 45536. Als Quelle wird die
Mikroprozessortechnik 10/1989 genannt. Beides könntest du in
einer gut sortierten Uni-Bibliothek noch finden.

Außerdem interessiert uns,
welchem Westchip dieser DDR U61000 "nachempfunden wurde.



Vielleicht einfach gar keinem?

Das elektrische Design eines dRAM ist nicht so übertrieben aufwàndig,
anders als bei einer hochkomplizierten CPU dürfte dort der Aufwand für
da Clonen nicht rentabel sein. Die Herausforderung bei der dRAM-
Herstellung ist die saubere Beherrschung aller Prozessschritte (da man
ja an für die jeweilige Zeit minimalen Strukturgrößen interessiert war
zwecks Erreichung maximaler Packungsdichte), und dies kann man auch
nicht durch ein geclontes Layout erzwingen.

Das Kuriosum dabei war ja, dass der U61000 am Ende noch vor dem U21256
fertig geworden war, man also gewissermaßen eine Technologiestufe
übersprungen hat. Das U21256-Projekt wurde aber damals dennoch zu
Ende geführt, weil man sich dabei unwohl fühlte, die Ursache für das
Nichtfunktionieren dieser Technologiestufe nicht zu kennen; sowas
kommt einem am Ende als Boomerang zurück (haben mir damals diejenigen
gesagt, die da mehr drin steckten als ich als kleiner
Forschungsstudent).

Der genannte Bericht enthàlt sogar Zeichnungen über Strukturdetails,
die offenbar demgenannte MP-Heft entnommen worden sind.
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL

http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)

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