Debian-Installer: Kernel ersetzen? Zu neue Hardware...

02/07/2008 - 21:23 von M. Hagedorn | Report spam
Hallo.
Folgendes Problem hier: Wir haben einen neuen Server gekauft, auf dem
eine bestimmte CD, die auf Debian basiert, installiert werden muss.
(Ja, es muss genau diese sein -- ist schon das neueste, was verfügbar
ist; Kernel 2.6.22)

Leider ist auf dem Board offenbar ein für diesen Kernel zu neuer
Chipsatz verbaut, denn bei der Installation (Debian-Installer) wird
irgendwann abgebrochen mit der Meldung: Kernel not usable for 4/86 (was
natürlich Quatsch ist).

Es ist dieses Board:
http://www.msi-technology.de/index....mp;prod_no37
Also ein MSI K9N2GM. Wir wollen die SATA-RAID-Funktion (realisiert als
Software-Raid) einsetzen. Es klappt bei der Installation im expert-Modus
mit dem Schalter pci=nomsi auch alles, d.h. Board und RAID werden
erkannt und die Software wird installiert. Es scheitert erst bei der
Installation des Kernels, was man ja vorübergehend beim Debian-Installer
ignorieren kann. Zwischenzeitlich hatte ich dann auf der Konsole einen
passenden Kernel 2.6.25-2-amd64 von dieser CD
http://kmuto.jp/debian/d-i/
auf den neuen Server rübergeholt und an Ort und Stelle gepackt. Die
Grundinstallation làuft dann soweit durch (auch Grub akzeptiert den
untergejubelten Kernel dann). Ok, dann steht dem Neustart ja nichts mehr
im Weg, dachte ich -- aber nix da:

Obwohl RAID & Installation korrekt angelegt wurden, wird nach dem
Neustart mit dem neuen Kernel das ganze nicht mehr erkannt.
Ganz im Gegenteil: Es beginnt dann alles von vorne: Man landet also
wieder im Partionierungs-Menu und muss soll wieder die Platten
partitioneieren. Ab dann dreht man sich im Kreis. Die Installation wird
nicht korrekt beendet, sondern das Menu fàngt immer wieder von vorne an.
Es ist also der Wurm drin...

Nun war meine Idee diese Seite ("Hacking the debian-installer ISO
image") --> http://people.debian.org/~osamu/hackdi/index.html
Hat jemand damit Erfahrung? Lohnt es sich, sich da durch zu arbeiten?
Ich müsste offenbar irgendwie die CD, die ich installieren will, so
umbiegen, dass von dort aus direkt der neuere Kernel installiert wird...
irgendwelche Vorschlàge???
Danke jedenfalls,
Michael
 

Lesen sie die antworten

#1 Juergen Ilse
02/07/2008 - 22:32 | Warnen spam
Hallo,

M. Hagedorn wrote:
Es ist dieses Board:
http://www.msi-technology.de/index....mp;prod_no37
Also ein MSI K9N2GM. Wir wollen die SATA-RAID-Funktion (realisiert als
Software-Raid) einsetzen. Es klappt bei der Installation im expert-Modus
mit dem Schalter pci=nomsi auch alles, d.h. Board und RAID werden
erkannt und die Software wird installiert. Es scheitert erst bei der
Installation des Kernels, was man ja vorübergehend beim Debian-Installer
ignorieren kann. Zwischenzeitlich hatte ich dann auf der Konsole einen
passenden Kernel 2.6.25-2-amd64 von dieser CD
http://kmuto.jp/debian/d-i/
auf den neuen Server rübergeholt und an Ort und Stelle gepackt. Die
Grundinstallation làuft dann soweit durch (auch Grub akzeptiert den
untergejubelten Kernel dann). Ok, dann steht dem Neustart ja nichts mehr
im Weg, dachte ich -- aber nix da:

Obwohl RAID & Installation korrekt angelegt wurden, wird nach dem
Neustart mit dem neuen Kernel das ganze nicht mehr erkannt.



Bei Ubuntu gab (oder gibt noch? Ich weiss es nicht, weil ich den Fehler
bei mir lokal korrigiert habe) einen Bug im Zusammenhang mit EVMS, der
aber moeglicherwiese auch auf andere Faelle zutreffen koennte, wenn der
Device-Mapper bei der root-Partition im Spiel ist (bei Softraid bei
neueren Kerneln duerfte das ebenfalls der Fall sein). Bei EVMS wurden
die Module geladen und sofort evm_activate aufgerufen. Anschliessend
wurde versucht, die root-Partition /dev/evms/root zu mounten, aber der
Device-Node existierte noch nicht ...

Die Loesung bestand in diesem Fall darin, das entsprechende Script in
der initialramdisk zu modifizieren, dass nach dem laden der Module mehr-
fach in Sekundenabstand versucht wurde, die EVMS-Volumes mit evms_activate
zu initialisieren, so lange bis die entsprechenden Device-Nodes schliess-
lich erschienen (ich habe das allerdings auf maximal 10 mal beschraenkt,
i.d.R. waren bereits beim 3. oder 4. Aufruf die fehlenden Device-Nodes
vorhanden). Vielleicht gibt es ja auch bei Software-Raid ein aehnliches
Problem, und man muss in der initrd einfach noch etwas warten, bevor man
versucht, das root-Device zu mounten ...

Ganz im Gegenteil: Es beginnt dann alles von vorne: Man landet also
wieder im Partionierungs-Menu und muss soll wieder die Platten
partitioneieren. Ab dann dreht man sich im Kreis. Die Installation wird
nicht korrekt beendet, sondern das Menu fàngt immer wieder von vorne an.
Es ist also der Wurm drin...



Das duerfte der Effekt sein, wenn das root-Device nicht gemountet werden
kann (was dann meine Theorie bestaetitgen koennte, obwohl: es ist nur eine
vage Vermutung, nicht mehr ...).

Mit der Root-Partition auf EVMS tritt der Fehler bei Ubuntu 7.10 und 8.04
uebrigens definitiv auf (sofern der Patch nicht mittlerweile uebernommen
wurde) und mein Patch beseitigt diesen Fehler im Zusammenhang mit EVMS
nachweislich (wie einige andere Ubuntu-User mir bestaetigt hatten).

Nun war meine Idee diese Seite ("Hacking the debian-installer ISO
image") --> http://people.debian.org/~osamu/hackdi/index.html
Hat jemand damit Erfahrung? Lohnt es sich, sich da durch zu arbeiten?
Ich müsste offenbar irgendwie die CD, die ich installieren will, so
umbiegen, dass von dort aus direkt der neuere Kernel installiert wird...
irgendwelche Vorschlàge???



Wenn es ein Fehler wie von mir vermutet ist, wird man eine modifizierte
initrd benoetigen. Dazu patched man am besten die Dateien im Verzeichnis
/usr/share/initramfs-tools/ (einfach ein bischen suchen, was dort wie in
welcher Reihenfolge ablaeuft) und dann ein neues initramfs Image erstellen,
dieses dann nach /boot kopieren und einen neuen Boot-Versuch starten ...

Aber wie bereits erwaehnt: Das basiert alles nur auf wilden Vermutungen,
es kann auch ganz anders sein und es is tauch moeglich, dass diese Stoeberei
in den Dateien der initrd nicht das geringste bringt.

Tschuess,
Juergen Ilse ()
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...

Ähnliche fragen