Debian Pakete für eigene Zwecke patchen und über debarchiver bereitstellen

20/08/2016 - 13:10 von Christian Schrötter | Report spam
Hallo,

ich möchte ein paar Debian Pakete für meine eigenen Zwecke patchen und
diese über debarchiver für meine Systeme zur Verfügung stellen. Die
Patches sind nichts, was in den offiziellen Paketen oder in Upstream
landen sollte, das sind nur persönliche Geschmacksfragen. Prinzipiell
gibt es dafür eine relativ gute Dokumentation, ich wollte mir nur noch
ein wenig Feedback holen, ob mein Vorgehen halbwegs korrekt ist.
debarchiver ist schon eingerichtet und arbeitet korrekt, inkl. GPG
Verifizierung der eingehenden Pakete und GPG Signierung des
Repositories. Das Repository ist über Nginx für alle Systeme erreichbar.

Angenommen ich möchte das Paket foobar aus Jessie patchen. Ich habe
dafür eine VM eingerichtet, in der ich root-Rechte und einen
User-Account habe. dquilt, gpg und die Umgebungsvariablen sind schon
eingerichtet. Der Patch wurde zuvor schon einmal mit quilt erstellt.
Nachdem die build-dep's installiert sind, mache ich folgendes als
normaler User:


cd ~/package-build/foobar
apt-get source foobar
cd foobar-0.0.0

dquilt import -P example.patch
~/patch-archive/foobar/example/2016-08-20.patch
dch --distribution stable --urgency low --local +fnx "Example changelog
line."

dch -r
debuild
dput …



Der Maintainer bleibt so korrekt erhalten, ich selbst wandere in das
Feld Changed-By und signiere meine Änderungen auch.

Würdet ihr irgendetwas daran anders machen? Vor allem der "dch"-Aufruf
bereitet mir noch Sorgen.

* Ist das + Pràfix bei --local empfehlenswert?
* Soll ich dabei stable oder unstable angeben?

Und noch eine Zusatzfrage: Was mache ich mit den orig-Dateien?
debarchiver ignoriert diese im Incoming-Ordner. Meinem Verstàndnis nach
sollten diese aber unbedingt im Repository enthalten sein, weil man
sonst das Paket nicht einfach neu bauen kann und zusàtzlich die
Lizenzbestimmungen eventuell nicht vollstàndig eingehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Schrötter
 

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#1 Christian Schrötter
22/08/2016 - 02:10 | Warnen spam
Zumindestens dieser Punkt ist Dank einer Listennachricht von 1998
geklàrt:

Und noch eine Zusatzfrage: Was mache ich mit den orig-Dateien?
debarchiver ignoriert diese im Incoming-Ordner. Meinem Verstàndnis
nach sollten diese aber unbedingt im Repository enthalten sein, weil
man sonst das Paket nicht einfach neu bauen kann und zusàtzlich die
Lizenzbestimmungen eventuell nicht vollstàndig eingehalten werden.



Standardmàßig wird -si verwendet, wodurch der Source-Tarball nur in der
changes-Datei landet, wenn die Debian-Version auf -0 oder -1 endet.

Ein schnelles -sa bei debuild hilft hierbei, dann landet der Tarball
immer im Upload und wird auch von debarchiver sofort ins Archiv
verschoben.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Schrötter

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