Defekte Solarmodule

25/05/2010 - 13:18 von Jens Bolten | Report spam
Hallo!

Ich habe am Wochenende zwei Solarmodule, Hersteller Deutsche
Aerospace,*) Typ MQ 36D (53W, 17.2V) zwischen den Fingern gehabt. Die
Module bestehen aus je 36 in Reihe geschalteten Einzelzellen, die
Konaktierung erlaubt aber auch den Abgriff der Spannung eines aus 18
Zellen bestehenden "Halbmoduls".

Die Module waren vom Vorbesitzer auf flach auf dem Dach eines
Wohnmobils montiert worden, der von der restlichen Elektroinstallation
erweckte Eindruck làßt auf einen eher geringen elektrotechnichen
Sachverstand des Montierenden schliessen.

Der optische Eindruck der Module war "Tonne": Es gab deutliche Spuren
dafür, dass Feuchtigkeit unter das Deckglass gelangt ist, in beiden
Modulen feierte ein Pilz an einigen Stellen fröhliche Urstànde. Die
Farbe der Zellenoberflàche war innerhalb der Module nicht homogen,
stellenweise gab es auch Farbunterschied innerhalb einzelner Zellen.

Die Leerlaufspannung beider halbwegs gen Mittagssonne ausgerichteten
Module betrug ~0.5V statt der eigentlich erwarteten 15+V, die
Leerlaufspannung aller vier "Halbmodule" lag bei ~0.25V.

Meine erste Diagnose war, dass da vermutlich jemand eine der reichlich
vorhandenen und wild verdrahten Autobatterien und/oder eines der
ebenfalls reichlich vorhandenen Ladegeràte für selbige direkt an die
Module geklemmt und diese dabei zerschossen hat. Aber dann würde ich
ein eher uneinheitliches Fehlerbild, also deutlich unterschiedliche
Leerlaufspannungen für die Module bzw. Halbmodule, erwarten. Die
Leerlaufspannungen war aber für alle vier "Halbmodule" nahezu
identisch. Entweder hat da jemand also wirklich ganze Arbeit geleistet
und sàmtliche Zellen hübsch gleichmàßig zerstört oder ich habe
irgendeinen Denkfehler.

Wer mag mir ggf. auf die Sprünge helfen?

Ciao
Jens

PS: F'up2 auf dsie beschrànkt...

*) Wobei "Hersteller" in diesem Fall wohl eher derjenige ist, der sein
Logo auf das Typenschild gedruckt hat, die gleichen Modile gibt's auch
von diversen anderen "Herstellern", vermutlich fallen die alle beim
gleichen Produzenten vom Band
 

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#1 MaWin
25/05/2010 - 13:28 | Warnen spam
"Jens Bolten" schrieb im Newsbeitrag
news:

Der optische Eindruck der Module war "Tonne": Es gab deutliche Spuren
dafür, dass Feuchtigkeit unter das Deckglass gelangt ist, in beiden
Modulen feierte ein Pilz an einigen Stellen fröhliche Urstànde. Die
Farbe der Zellenoberflàche war innerhalb der Module nicht homogen,
stellenweise gab es auch Farbunterschied innerhalb einzelner Zellen.



Also ich habe schon Solarmodule gesehen, die nach 5 Jahren vollkommen
wegkorrodiert waren, von hinten konnte man massenhaft "Löcher" in der
photoaktiven Schicht sehen. Das war aber ein billiges Kupferoxid.

*) Wobei "Hersteller" in diesem Fall wohl eher derjenige ist, der sein
Logo auf das Typenschild gedruckt hat, die gleichen Modile gibt's auch
von diversen anderen "Herstellern", vermutlich fallen die alle beim
gleichen Produzenten vom Band



Hersteller Solarnova (= AEG, = TST, = ASE, = Deutsche Aerospace).

Dir bleibt eh nur wegwerfen.
Manfred Winterhoff

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