Definition der Laiensteckdose

03/08/2012 - 09:26 von Ralph A. Schmid, dk5ras | Report spam
Moin,

wir haben in der Firma in einem Labor eine Drehstromsteckdose, an die
SPS/Motorsteuer-Gerödel zu Entwicklungszwecken drankommt. Der
Elektriker wollte die nicht ohne RCD installieren, mit dem Effekt, daß
der halt immer wieder auslöst, weil das Industriezeugs von Siemens da
im Einschaltverhalten eher eklig ist :)

Wie ist das nun mit den Laiensteckdosen, wie deklariere ich eine
Steckdose zur Profisteckdose?

Aus Wikipedia:

In Deutschland sind Fehlerstromschutzschalter seit dem 1. Mai 1984 für
Ràume mit Badewanne oder Dusche in Neubauten gefordert (einzige
Ausnahme: fest angeschlossene Warmwasserbereiter). Seit dem 1. Februar
2009 müssen außerdem alle Steckdosen-Stromkreise mit einem
Bemessungsstrom bis 20 A, welche für die Benutzung durch Laien und zur
allgemeinen Verwendung bestimmt sind mit einer
Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit einem Bemessungsdifferenzstrom von
30mA ausgestattet sein (im Außenbereich für Endstromkreise[11] bis 32
A).

Weder ist die Dose zur allgemeinen Verwendung noch zur Nutzung durch
Laien bestimmt, das ist also an sich klar. In dem Labor sitzen auch
nur entspr. ausgebildete und unterwiesene Ingenieure und Techniker,
also nicht-Laien. Nur, wie dokumentiert man das? Warnschild?
Abschließbare Steckdose? Leider ist es eine 16A-Steckdose, mit 32A
wàren wir eh aus der Nummer raus, aber natürlich wurde die Leitung nur
passend zu 16A verlegt :(


-ras


Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
 

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#1 gUnther nanonüm
03/08/2012 - 11:14 | Warnen spam
"Ralph A. Schmid, dk5ras" schrieb im Newsbeitrag
news:

wir haben in der Firma in einem Labor eine Drehstromsteckdose, an die
SPS/Motorsteuer-Gerödel zu Entwicklungszwecken drankommt. Der
Elektriker wollte die nicht ohne RCD installieren, mit dem Effekt, daß



Hi,
im "Labor"? Habt Ihr keinen Hausfrickler?

der halt immer wieder auslöst, weil das Industriezeugs von Siemens da
im Einschaltverhalten eher eklig ist :)



Bekanntes Problem, gibt noch mehr. Euer "Eleckticker" taucht nix. Oder ist
weit überbezahlt. Schlimmstenfalls kommt da eine abschließbare Box drum, mit
transparenter Tür, und Notausknöppe an strategische Stellen...aber einen
"Badezimmer-RCD" im Labor? Der spinnt. Normalerweise reicht ein Warnschild
und Notauspilz für "lokale" Installationen. Also nix, was das Labor verlàßt.
Nicht daß sich rumspricht, was für ne stabile Steckdose da sitzt und
wochenends hàngt dann ein Kabel aus dem Fenster und bestromt Hausmeisters
Grillparty...


Wie ist das nun mit den Laiensteckdosen, wie deklariere ich eine
Steckdose zur Profisteckdose?



Im Labor reicht ein Schild und ein Eintrag in die Unterlagen,
Laborplatzbeschreibungen und Sicherheitsblàtter...und der Feuerwehrmann muß
es auch schriftlich kriegen.
Alle Laborbenutzer kriegen eine Einweisung, fertig. Der Laborchef làßt sich
die Teilnahme von jedem testieren und nimmt das Blatt zu den Akten.

Bei uns damals war der Hausfrickler vom lokalen Elektroplatzhirsch
"dauerausgeliehen", der Geselle machte auch die Ameisenwartung und was sonst
noch so anfiel...nicht nur Kabel, auch E-Werkstatt und Klempnerei,
Pneumatik, Hydraulik. Hat so manches "Wunder" hingestellt...nie beanstandet
worden...wegen hàufiger Schweißarbeiten auf dem Dach hat der da oben eine
Drehstromdose hingeschraubt. Auf dem Blechdach unter all den Lüftern,
Abzügen, Zyklonen aus allen möglichen Abteilungen...den RCD möcht ich sehen,
der nicht schon beim ersten Anlauf eines Großgeblàses nahebei die
Blutgràtsche gemacht hàtte. War sehr praktisch, das, der "tragbare"
Drehstromschweißtrafo war schwer genug, die Kabeltrommel bis dahin hàtte gut
drei Mannstunden extra gekostet. Sommers fast tàglich...

mfg,
gUnther

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