Deploymentfragen zu Hyper-V R2 im Cluster mit WSS2008 - VHD Anbindungen ?

25/08/2009 - 22:41 von Andreas Altermann | Report spam
Hallo,

plane momentan einen Hyper V R2 Cluster und habe hierzu ein paar Designfragen und hoffe auf ein paar Praxis-Tips
Euerseits.

2 x W2008R2_Ent. Cluster, mit Hvper-V R2 Rolle
1 x WSS2008 Std mit ISCSI (SAN)
4 x Terminalserver W2008R2 im NLB als Farm auf den Cluster geplant + weitere Server spàter.

Gut, für den Ent.Cluster brauche ich zumindest eine ISCSI Quorumdisk und eine Datendisk als ISCSI_VHD vom SAN(WSS2008)
als "Phys." HDD
eingebunden.
Anbindung mind. 2 x Nic für LAN- und ISCSI-Netz.

1. Brauche ich noch unter R2 eine 3.te NIC für Heartbeat ?
2. Alle 4 TS'Ler(VM) nur auf einem Konten, oder besser 2zu2 verteilen ?
3. Die VHDs für die TS'ler müssen noch eine feste Größe haben ? (auch für LiveMigration)
4. Macht es Sinn eine/mehere ISCSI_VHD auf dem SAN anzulegen und dem Cluster "phys." zuzuordnen und dann darin eine VHD
für den TS selbst zu erzeugen ?
oder sollte man dann die ISCSI_VHD als physikl. HDD/VHD in der VM direkt einbinden ?
5. Wie sichere ich dann am besten die VM's respektiv die TS'ler VHDs am/im SAN mit Boardmitteln ? (ISCSI_VSS_Provider ?)
6. Die Clusterkonten können ja jetzt mit WindowsBackup R2 ins Netz sichern, also somit ins SAN und dann auf Tape,
richtig ?
(DPM-steht momentan nicht zur Diskussion) :-(

Danke für Hilfe im Voraus.

Gruß
Andreas Altermann
 

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#1 Bernd Pfann [MS]
26/08/2009 - 12:57 | Warnen spam
Hallo Andreas

"Andreas Altermann" wrote in message
news:
Hallo,

plane momentan einen Hyper V R2 Cluster und habe hierzu ein paar
Designfragen und hoffe auf ein paar Praxis-Tips Euerseits.

2 x W2008R2_Ent. Cluster, mit Hvper-V R2 Rolle
1 x WSS2008 Std mit ISCSI (SAN)
4 x Terminalserver W2008R2 im NLB als Farm auf den Cluster geplant +
weitere Server spàter.

Gut, für den Ent.Cluster brauche ich zumindest eine ISCSI Quorumdisk und
eine Datendisk als ISCSI_VHD vom SAN(WSS2008) als "Phys." HDD
eingebunden.
Anbindung mind. 2 x Nic für LAN- und ISCSI-Netz.

1. Brauche ich noch unter R2 eine 3.te NIC für Heartbeat ?


Insgesamt sind mehr NICs notwendig:
1x Public
1x Heartbeat
1x Management
2x iSCSI mit MPIO

Aus verschiedenen Gründen sehe ich bei manchen Kunden, dass die Management
NIC oft weg fàllt. Generell würde ich aber darauf achten, dass dann
mindestens 4 Adapter vorhanden sind. Vor allem die Storage Anbindung sollte
nach meiner Meinung redundant ausgeführt werden. Das bedeutet, dass Dein
Storage Server auch mindestens 3 Adapter hat. 1x Public (Euer User LAN) und
2x dedizierte IP-Segemente über separate Switches für iSCSI.

2. Alle 4 TS'Ler(VM) nur auf einem Konten, oder besser 2zu2 verteilen ?


Verteilen, was mit CSV auch kein Problem ist.

3. Die VHDs für die TS'ler müssen noch eine feste Größe haben ? (auch für
LiveMigration)


Nein, Live Migration geht auch mit dynamischen VHDs. Für die Produktion
würde ich aber generell fixed VHDs empfehlen - da sonst gerne mal das Volume
voll làuft (erst am Freitag hatte ich dieses Problem wieder bei einem Kunden
gesehen).

4. Macht es Sinn eine/mehere ISCSI_VHD auf dem SAN anzulegen und dem
Cluster "phys." zuzuordnen und dann darin eine VHD


Mit Windows Server 2008 R2 kannst Du sog. CSV (Cluster Shared Volumes)
verwenden - und hier reicht mal per default eines. Auf dieses CSV werden
dann die VHDs der Terminal Server gelegt.

für den TS selbst zu erzeugen ?
oder sollte man dann die ISCSI_VHD als physikl. HDD/VHD in der VM
direkt einbinden ?


Die direkte Einbindung einer iSCSI-LUN als sog. Path-Trough Disk bringt zwar
eine geringfügig bessere Performance als eine VHD auf einem CSV - aber es
gehen ein paar Dinge nicht mehr. z.B. ein Snapshot auf dem Hyper-V Host um
die VM Online zu sichern. Ich würde auf jeden Fall den Einsatz von CSV
empfehlen.

5. Wie sichere ich dann am besten die VM's respektiv die TS'ler VHDs am/im
SAN mit Boardmitteln ? (ISCSI_VSS_Provider ?)


Das geht von Host aus mit dem Backup von Windows Server, oder aber wenn nur
die VHDs im laufenden Betrieb weggesichert werden können ist diskshadow.exe
das Tool meiner Wahl. Damit làßt sich ein Snapshot von einem Laufwerk
erzeugen, auf einen weiteren Laufwerksbezeichner exportieren um die darin
enthaltenen VHDs weg zu kopieren.

6. Die Clusterkonten können ja jetzt mit WindowsBackup R2 ins Netz
sichern, also somit ins SAN und dann auf Tape, richtig ?


Zur Sicherung von virtuellen Umgebungen kann man ganze Bücher füllen. Was
ich sehr oft sehe, ist das auf ebene der Hosts mit Snapshots die VMs selbst
und aus der VM heraus diese nochmals über ein regulàres Backup gesichert
wird. Das macht ein schnelles Recovery möglich...

(DPM-steht momentan nicht zur Diskussion) :-(


Der ist richtig Cool :-)

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards - Bernd Pfann (Microsoft)

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