Der Chef lauscht,

25/08/2008 - 08:55 von Harry Piel | Report spam
..., so er denn auch zur Gattung der "Trüffelschweine " gehört,
und davon gibt es mehr als einem lieb sein kann.

Eine mindestens genauso grosse Gefahr wie im www lauert quasi im
"inner-circle", d.h. auf der Arbeitstelle, dort , wo kleine,
mittlere aber auch grosse Netze bestehen.

In grossen Firmen, im Öffentlichen Dienst, an Universitàten und Hochschulen
und anderen Institutionen wird ebenso fleissig spioniert wie im www.

Über den Sys.Admin. will ich hier nicht sprechen, auch dieser hat
natürlich eine grosse Macht und steht in der Regel mit dem Chef in
sehr enger Verbindung.



Der Chef kann seine Mitarbeiter auf Schritt und Tritt kontrollieren, ohne
dass diese es merken. Ob Webzugriffe, geschriebene mails, verschickte
Nachrichten im Chat, dem Chef bleibt nichts verborgen.
Also Vorsicht, besonders am die Adresse der Newcomer.


In grösseren Firmen gehen die Mitarbeiter meistens über einen Server mit
"Internet-Gateway" ins Internet. Wird auf diesem Rechner ein Spionagetool
installiert, ist die Überwachung perfekt. Immer mehr Firmen bringen
entsprechende Software auf den boomenden Überwachungsmarkt.


Manche Produkte, wie GFiWebMonitor , warten mit Tagesübersichten auf, mit
deren Hilfe sich erkennen làsst, was Mitarbeiter x,y so am Tag getrieben
hat.


Schreibt ein Mitarbeiter an seine Freundin etwa, dass sein Chef ein selten
dàmlicher Hund ist, stinkt wie ein Fretchen und
permanent den hübschen Frauen in der Firma nachstellt, könnte das, so es der
Chef erschnüffelt , zu Verstimmungen führen und Probleme geben.

Sensible, zart besaitete und humorlose Vorgesetzte rasten dann schon mal
komplett
aus oder greifen im àussersten Falle zum Mittel der fristlosen Kündigung.


Und auch die vermehrte Anwesenheit auf Schmuddelseiten kommt nicht bei jedem
Vorarbeiter gut an.


Es gibt z.B. "Schnüffel-Progs.", die den gesamten e-mail Verkehr eines
Unternehmens überwachen und
auswerten. Dabei kann gezielt nach bestimmten Schlagwörtern, Dateianhàngen
oder Empfàngern gesucht werden.

Ist der Vorgesetzte ein besonders kranker Zeitgenosse greift er z.B. zum
Produkt Spector Pro der Firma
Spectorsoft. Diese Software kann selbst Screenshots erstellen, mit Hilfe
derer der Chef quasi im
Zeitraffer verfolgen kann, wo man sich den lieben langen Tag im Netz
rumgetrieben hat.


Übertreibt es aber ein völlig durchgeknallter Chef und/oder Administrator
mit der paranoiden Schnüffelei,
sollte man sich nicht scheuen, den Fall an den
Betriebsrat oder Vertrauensmann weiterzugeben.
 

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#1 Burkhard Ott
25/08/2008 - 10:05 | Warnen spam
Am Mon, 25 Aug 2008 08:55:15 +0200 schrieb Harry Piel:

Übertreibt es aber ein völlig durchgeknallter Chef und/oder Administrator
mit der paranoiden Schnüffelei,
sollte man sich nicht scheuen, den Fall an den
Betriebsrat oder Vertrauensmann weiterzugeben



Sniffen ist keine Erfindeung der Neuzeit, darum gab es das bereits in der
Antike.
Die Algorythmik ist heute etwas komplexer, der Sinn und Nutzen jedoch der
selbe, Daten muss man nicht im Klartext versenden.

cheers

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