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Der Geist ist tot. Sein Auferstehen als Logik.

13/11/2012 - 13:39 von R.H. | Report spam
Am 12.11.2012 02:03, schrieb Arnulf Sopp:

Am Sun, 11 Nov 2012 13:43:14 +0100 schrieb R.H.:



... dass mit Deinen "Konstanten" die physikalischen
Naturkonstanten gemeint waren, also z.B. die Gravitation auf
Meereshöhe oder so was.



was sonst, das Wort ist doch kein Phantasieprodukt, sondern
Allgemeinwissen.



Du argumentierst filosofisch. Deine Fachsprache ist mir nur
rudimentàr bekannt. So bezeichnen z.B. Kosmologen alles als Metalle,
was im Periodensystem höher als Helium ist, Schreiner nennen Feder,
was weder vogeltauglich noch sprungbereit ist.

Da muss man erst mal drauf kommen, dass Du mit "Konstante" und
"Logik" einfach nur sagtest, allerdings extrem wortreich, dass die
Evolution sich an die Naturgesetze hàlt.



das ist völlig richtig.

Das Problem liegt darin, dass sich allgemein bestimmte Ansichten
eingebürgert haben, die in Diskussionen dazu führen, dass man diese
einfache Grundlage der Welt nicht akzeptieren will, weil man sich in
alten Verdrehungen und Verrenkungen GEISTIGER Anschauungen befindet, aus
denen man auch nicht gerne herauskommen will, weil man dann riesige
Denkgebirge schleifen, also abbauen, verhalden müsste.

Siehe alleine die Ideologien des sogenannten Geistes, die dann
weitgehend nur noch als Artefakt vorwissenschaftlichen Denkens gelten
würden.

Das betràfe nicht nur diverse religiös fundamentierte Weltanschauungen
und Ideologien, siehe alleine den Großteil der großen Religionen.

Es betràfe auch wichtige Teile der heutigen Wissenschaften.

Alleine die sog. Geisteswissenschaften haben seit Jahrhunderten die
Grundlage ihrer Entstehung nicht mehr im Blick, und haben diese sogar
zum Teil völlig verlassen.

Alle die, die heute noch an sowas wie Geist glauben, oder diesen
zumindest als Grundlage ihres Wissens oder ihrer Lebenseinstellungen
ansehen, würden dadurch große Probleme haben.

Geist wurde irgendwann mal, ich bin kein Historiker, als tatsàchlich
vorhanden erkannt.

Die nachfolgenden Kulturen, Machthaber und Religionen machen daraus aber
ein Instrument der Machterhaltung, indem sie Geist mystifizierten und
belegten mit Sünde, Schuld, Herrschaftsvorràngen (Pàpste, von
Heiligkeiten eingesetzten Königen usw.usw.usw.), was im Laufe der
Jahrhunderte dazu führte, dass die eigentliche Grundlage, aus der der
begriff Geist entstand, nicht mehr gesehen wurde.

Erst in neueren Zeiten, in denen sich endlich deutlichere Wissenschaft,
inzwischen von den Zwàngen der Obrigkeiten befreite, sich vor wenigen
Jahrhunderten Stück für Stück durchsetze, entstand der neuere Begriff
Logik, weil sich Wissenschaft einfach immer mehr von religiösen
Herrschaftsinteressen befreien konnte.

Seitdem ist es Machthabern, zuletzt den religiösen, nicht mehr leicht
möglich, die Wirkung der Logik als Grundlage aller Strukturen, allen
Lebens, aller Weltenlàufe, zu bekàmpfen als unreligiös, als sündhafte
Betrachtung usw..

Somit kann das, was Geist ehemals sehr richtig und gut beschrieb, heute
endlich als das identifiziert werden, was Geist eigentlich ursprünglich
beinhaltete, nàmlich die die Welt strukturierende und dominierende
Logik, dem natürlichen Schöpfungsinstrument der Welt, was nur nicht sein
durfte, weil es den religiösen und weltlichen Machterhaltungsansprüchen
widersprach.

Logik war immer schon Geist und Geist war immer schon Logik.

Erst die kulturellen Verklàrungen und religiösen Ansprüche auf das
alleinige Wissen um die Weltentstehung und Schöpfung führten zu der fast
Jahrtausendelangen Mystifizierung des Begriffes Geist, bis dieser
endlich, zumindest heute neu beginnend, sich wieder als die erkannte
Strukturwirkung der Welt erheben kann .



Das wàre erheblich kürzer gegangen, z.B. wie in meinem vorigen Satz.
Also konnte ich als Nicht- oder bestenfalls Küchenfilosof nicht
anders, als zu vermuten, dass der Filosof in seinem Werkzeugkasten
kramt und ganz etwas anderes meint.



klar, verstàndlich.

Also jetzt besteht nicht nur für dich die Chance, einen besseren
realistischeren Blick auf die Welt zu bekommen, die alte Last der
religiösen Sünden-, Rache- und Eroberungsideologien abzuwerfen.

Nein, es ist jetzt sogar möglich, die Welt viel neuer und klarer zu sehen.

Sieh alleine die Ideologien des sog. Urknalls oder die mangelhaften
Anschauungen in der Mathematik, die immer noch darauf beruhen,dass
Materie, Energie immer noch die Dominanten der Welt seien, was letztlich
absurd ist, da u.a. Logik schon die Bedingungen des angeblichen Urknalls
diktierte, und Logik noch niemals auf Weltobjekte wahr anwendbar war, da
sie dort immer zu Ungleichungen führt.

Alleine die Gesellschaftswissenschaften, speziell auch die
Sozialwissenschaften, können sich nun erheblich leichter befreien vom
Ballast alter Anschauungen, die z.B. darin bestehen, dass immer noch
weite Teile der Bevölkerungen meinen, ihre Situation sei auf
Herrschaftsstrukturen, sowohl weltlicher als auch religiöser Art, beruhend.

Werden die Folgen der Logischen Befreiung stàrker erkannt, ergeben sich
z.B. in den sozialen Strukturen der Lànder völlig andere Verhàltnisse,
in denen nicht mehr Machtstrukturen die Hauptrolle spielen, in die sich
das Individuum heute noch tendentiell ergibt, sondern es werden sich
diverse neuere Anschauungen und Lebenseinstellungen herausbilden, die
nicht mehr eine Machtverteilung der Ressourcen und Arbeitsleistungen
zulassen, sondern eine mehr demokratische, weil mehr Logische
Regulierung, Verteilung, also u.a. bessere Gleichverteilung Logischer
Ressourcen, ermöglichen.

Klar, liest sich etwas euphorisch, vielleicht auch ungewöhnlich, ist
aber bei genauerer Überlegung folgerichtig und notwendig.

Der Glaube an Màchtige und Götter wird ersetzt werden müssen durch den
Glauben an die Güte und Wahrheit der Logik, die in der Welt nur eine
Gleichverteilung als richtig und wahr ansehen kann als Ziel, allerdings
immer auf der Basis fortwàhrender Verànderung, kalkulierten Chaos, und
niemals absoluter Stabilitàt, was zu immer nötigen Vereinbarungen und
Verànderungen führen wird, die aber nicht mehr als gottgewollt oder
Màchtigen geschuldet, angesehen werden müssen, sondern sich aus den
Bedingungen der Logik ergeben.



(Wenige Zeilen spàter habe ich schon wieder frustriert aufgehört,
weiterzulesen. Z.T. verstünde ich es nicht, z.T. interessierte es
mich nicht, z.T. kàme am Ende doch nur wieder dabei heraus, dass die
Evolution artig den Naturgesetzen folgt. Aber so weit waren wir schon
vor Wochen.)



nein, nein, du überliest immer den anderen Teil des von mir Geschriebenen.

Die pi-Basierung der Welt habe ich nur versuchsweise reingenommen als
Erklàrung, auch wenn diese völlig richtig ist.

Die pi-Basierung ist aber schwer zu verstehen, weil sie logisches,
geometrisches und physikalisches Verstàndnis vorraussetzt, was bei
vielen Leuten nicht gewohnt ist.

Einfacher erklàrt ist es eben so, dass die Welt zwar prinzipiell auf
deterministischer Logik (strenger Kausalitàt) basiert, aber auf der
anderen Seite die Welt sich in autonomen Entwicklungslinien entwickelt,
die untereinander keine deterministischen Bezüge haben, sondern
indeterministische, also vom Zufall bestimmte.

Das kannst du an den Entwicklungen der Generationen sehen, die zwar in
sich relativ konsequent verlaufend sich entwickeln, aber untereinander
sich beeinflussend (Verpaarung, Kinder, Freundschaften, Feindschaften
usw.), zu teilweise chaotischen Entwicklungen führen, siehe Stammbàume
der Evolution.





Gruß Ron.H.
 

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#1 kap
13/11/2012 - 14:26 | Warnen spam
Am 13.11.2012 13:39, schrieb R.H.:
Am 12.11.2012 02:03, schrieb Arnulf Sopp:
Am Sun, 11 Nov 2012 13:43:14 +0100 schrieb R.H.:

... dass mit Deinen "Konstanten" die physikalischen
Naturkonstanten gemeint waren, also z.B. die Gravitation auf
Meereshöhe oder so was.



was sonst, das Wort ist doch kein Phantasieprodukt, sondern
Allgemeinwissen.



Du argumentierst filosofisch. Deine Fachsprache ist mir nur
rudimentàr bekannt. So bezeichnen z.B. Kosmologen alles als Metalle,
was im Periodensystem höher als Helium ist, Schreiner nennen Feder,
was weder vogeltauglich noch sprungbereit ist.

Da muss man erst mal drauf kommen, dass Du mit "Konstante" und
"Logik" einfach nur sagtest, allerdings extrem wortreich, dass die
Evolution sich an die Naturgesetze hàlt.



das ist völlig richtig.

Das Problem liegt darin ...




Jetzt bin ich aber mal gespannt!


... dass sich allgemein bestimmte Ansichten eingebürgert haben, die in


Diskussionen
dazu führen, dass man diese einfache Grundlage der Welt nicht


akzeptieren will,
weil man sich in alten Verdrehungen und Verrenkungen GEISTIGER


Anschauungen befindet,
aus denen man auch nicht gerne herauskommen will, weil man dann


riesige Denkgebirge
schleifen, also abbauen, verhalden müsste.




Das Problem sehe ich eher darin, dass du leidenschaftlich dem
Trugschluss frönst, auch wir würden deine schlechte Prosa genauso
gerne lesen, wie das offensichtlich bei dir selbst der Fall ist.


weil man dann riesige Denkgebirge schleifen, also abbauen, verhalden müsste.




Wenn ich jetzt Da Pontes phallische Flinte zur Hand hàtte, würde ich dir
für deine Text gewordene Zumutung glatt eins überbraten.


Geist wurde irgendwann mal, ich bin kein Historiker, als tatsàchlich
vorhanden erkannt.




Erheblich interessanter wàre die Antwort auf die Frage, wann er uns denn
in Deutschland wieder abhanden kam.

kap

www.undergroundliteratur.de

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