Der iMächtige ist tot. Die Religion des Apple zerfällt

15/10/2011 - 22:51 von adio | Report spam
Guy Kawasaki wurde Mitte der 80er Jahre von Apple eingestellt. Er sollte
den ersten Mac unter Software-Entwicklern anpreisen. Er nannte seine
Arbeit selbst "Firmen-Evangelisation". Und um sein Handwerk zu erlernen,
ging er bei keinem Geringerem als Billy Graham in die Lehre, einem der
bekanntesten christlichen Evangelisten. Kawasaki verließ Apple 1987,
kehrte jedoch 1995 als "Chief-Evangelist" ins Haus zurück.

Der Mac braucht Mythen

Bereits vor fünf Jahren, lange vor iPhone & Co, haben Russell Belk,
Professor für Betriebswirtschaft an der Universitàt von Utah, und Gülnur
Tumbat, Marketing-Experte von der San Francisco State University, eine
wissenschaftliche Arbeit zur quasi-religiösen Verehrung der Marke Apple
verfasst. Sie fanden heraus, dass Apple von mindestens vier Mythen
umrankt wird, wie es sich für eine Religion gehört.

Schöpfungsmythos: Die Entstehung von Apple erscheint fast übernatürlich.
Steven Jobs und Stephen Wozniak schufen den ersten Apple-Rechner in der
Garage von Jobs' Eltern. Heidi Campbell weist auf die Symbolkraft dieser
bescheidenen Lokalitàt hin, "àhnlich dem Stall in Bethlehem".

Heldenmythos: Der Apple-Gründer Jobs rettet seine User davor, dem Reich
der bösen PC-Welt anheim zu fallen. Laut dem Mythenforscher Joseph
Campbell enthàlt ein klassisches Helden-Epos einige Schlüsselelemente:
den Ruf zum Abenteuer, einen Helfer, eine wundersame Reise,
Versuchungen, noch mehr Helfer, Apotheose (die Erhebung eines Menschen
zu einem Gott oder Halbgott), Flucht, Auferstehung, und der Segen, der
der Welt wieder aufhilft. Wer sich die Geschichte der Firma Apple
ansieht, wird tatsàchlich viele Parallelen entdecken. In einem
Computerclub erhielt Steve Jobs den Ruf, zu einem Abenteuer
aufzubrechen, dort traf er auch Wozniak, der zu seinem Helfer wurde. Der
schnelle Aufstieg der jungen Firma glich einer Reise ins Wunderland.
Keine Frage, dass Apple zahlreichen Versuchungen widerstehen musste,
etwa in Form von Angeboten durch IBM und Microsoft; ebenso mussten sie
Flops wie den "Apple III" und "Lisa" durchstehen. Am Ende war es dank
zahlreicher Helfer möglich, Apple immer erfolgreicher und Steve Jobs zu
einem jungen Halbgott von Silicon Valley zu machen. Nach einem Streit
verließ Jobs sein Unternehmen, um neue Wege zu gehen. Doch wie es das
Schicksal wollte, kehrte er zurück und verhalf dem inzwischen
abgehalfterten Unternehmen zu neuem Glanz.

Der satanische Mythos: Der Widersacher von Apple ist und war seit jeher
IBM. Es war immer klar, dass Microsoft-Gründer Bill Gates auf der bösen
Seite stand. PC's wollten die Welt mit grauen Desktopcomputern knechten,
und Apple als strahlender Guter versprach das Heil. Dass es stets nur
eine kleine Gruppe war, die Apple anhing, im Gegensatz zum Meer von
Windows-PC's, verstàrkte das Gefühl der Exklusivitàt noch. "Think
different" lautet der bekannte Schlachtruf der Apple-Piraten. Hinzu
kommt, dass Bösewicht Gates die besten Ideen von Apple gestohlen hatte
und zum reichsten Mann der Erde wurde.

Wiederauferstehungsmythos: Jobs kehrte nach 13 Jahren zur gefallenen
Firma Apple zurück und führte sie wieder auf den rechten Weg. Die
Geschichte von Jobs' vorlàufigem Sieg über den Bauchspeicheldrüsenkrebs
tràgt zum Mythos der Unbesiegbarkeit bei.


Adio
 

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#1 Joerg Lorenz
15/10/2011 - 23:36 | Warnen spam
Am 15.10.11 16:51, schrieb Adio Schaaf:
Guy Kawasaki wurde Mitte der 80er Jahre von Apple eingestellt. Er sollte
den ersten Mac unter Software-Entwicklern anpreisen. Er nannte seine
Arbeit selbst "Firmen-Evangelisation". Und um sein Handwerk zu erlernen,
ging er bei keinem Geringerem als Billy Graham in die Lehre, einem der
bekanntesten christlichen Evangelisten. Kawasaki verließ Apple 1987,
kehrte jedoch 1995 als "Chief-Evangelist" ins Haus zurück.

Der Mac braucht Mythen



(Restmüll entsorgt)

Nicht mal ein anstàndiges FUP hat der OP hingekriegt.

Was soll das?

Kriegst ein warmes Plàtzchen in meinem Killfile!


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