Der Sozialist

05/11/2008 - 22:20 von Vogel | Report spam

Albert Einstein:



"Die wirtschaftliche Anarchie der kapitalistischen Wirtschaft von heute
ist meiner Meinung nach die wahre Quelle der sozialen Mißstànde. Die
Produktion arbeitet für den Profit, nicht für den Verbrauch. Es sind
keine Vorkehrungen getroffen, daß alle Arbeitsfàhigen und -willigen stets
eine Stellung finden; fast immer wird eine Armee von Arbeitslosen
bestehen. Der Arbeiter lebt stàndig in der Angst, seine Arbeit zu
verlieren. Ich bin überzeugt, um diesen schweren Mißstànden abzuhelfen,
gibt es nur ein Mittel, nàmlich die Errichtung einer sozialistischen
Wirtschaft mit einem Erziehungssystem, das auf soziale Ziele abgestellt
ist. In einer solchen Wirtschaft gehören dann die Produktionsmittel der
Gemeinschaft, die sie nach einem bestimmten Plan benutzt. Man würde in
einer solchen Planwirtschaft die Produktion den Bedürfnissen der
Gemeinschaft anpassen, die zu leistende Arbeit unter die Arbeitsfàhigen
verteilen und jedem, Mann, Frau und Kind, den Lebensunterhalt
garantieren. In der Erziehung würde man dafür sorgen, in jedem einzelnen
neben seinen Gaben auch das Verantwortungsgefühl gegenüber seinen
Mitmenschen zu pflegen und nicht wie in unserer heutigen Gesellschaft
Macht und Erfolg zu verherrlichen"





Selber denken macht klug.
 

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#1 frager
05/11/2008 - 23:00 | Warnen spam
On 5 Nov., 22:20, Vogel wrote:
> Albert Einstein:

"Die wirtschaftliche Anarchie der kapitalistischen Wirtschaft von heute
ist meiner Meinung nach die wahre Quelle der sozialen Mißstànde. Die
Produktion arbeitet für den Profit, nicht für den Verbrauch. Es sind
keine Vorkehrungen getroffen, daß alle Arbeitsfàhigen und -willigen stets
eine Stellung finden; fast immer wird eine Armee von Arbeitslosen
bestehen. Der Arbeiter lebt stàndig in der Angst, seine Arbeit zu
verlieren. Ich bin überzeugt, um diesen schweren Mißstànden abzuhelfen,
gibt es nur ein Mittel, nàmlich die Errichtung einer sozialistischen
Wirtschaft mit einem Erziehungssystem, das auf soziale Ziele abgestellt
ist. In einer solchen Wirtschaft gehören dann die Produktionsmittel der
Gemeinschaft, die sie nach einem bestimmten Plan benutzt. Man würde in
einer solchen Planwirtschaft die Produktion den Bedürfnissen der
Gemeinschaft anpassen, die zu leistende Arbeit unter die Arbeitsfàhigen
verteilen und jedem, Mann, Frau und Kind, den Lebensunterhalt
garantieren. In der Erziehung würde man dafür sorgen, in jedem einzelnen
neben seinen Gaben auch das Verantwortungsgefühl gegenüber seinen
Mitmenschen zu pflegen und nicht wie in unserer heutigen Gesellschaft
Macht und Erfolg zu verherrlichen"



Das was produziert wurde, wurde z.B. in der DDR "relativ optimal"
verteilt. Insofern hat Einstein Recht. Aber die Frage ist, wie die zu
verteilende Produktionsmenge steigt. Dazu bedarf es der Motivation und
Risikobereitschaft. Beides war in der DDR relativ gering. Bei der
Motivation wegen zu geringer Lohnspreizung und bei der
Risikobereitschaft war der Anreiz dafür, Risikos einzugehen sehr
gering und Bildung und Erziehung wurde auch auf geringe
Risikobereitschaft ausgerichtet. Trotzdem lag über lange Jahre die
jàhrlichen Produktionssteigerungen in der DDR über der der BRD.

Aber das Zitat hast Du ja sicher wegen der gegenwàrtigen Krise
gebracht. Und da fàllt kaum mal das Wort Arbeitszeit - obwohl deren
Verkürzung notwendig ist. 1960 hat jede Erwerbsperson ca. 2000h/
jàhrlich gearbeitet und es war Vollbeschàftigung. Heute liegt wegen
der enormen Produktivitàtsfortschritten die durchschnittliche
Arbeitszeit der Erwerbspersonen bei ca. 1150h/jàhrlich - und das,
obwohl relativ mehr Rentner zu versorgen sind.

Allerdings ist die Arbeitszeit ungleich verteilt: Vollbeschàftigte
arbeiten ca. 1700h/jàhrlich, deshalb dürfen andere gar nicht
(Arbeitslose) oder nur kurze Zeit (Teilzeitbeschàftigte) arbeiten. Bei
ca. 1400h/jàhrlich hàtten wir Vollbeschàftigung und höheren
Lebensstandard aller (auch der jetzt Vollbeschàftigten): Wenn ein
Einzelner kürzer arbeitet sinkt sein Reallohn - wenn alle kürzer
arbeiten, steigt der Reallohn. Das ist der Unterschied zwischen Makro-
und Mikroökonomie - der für die meisten Mainstreamökonomen ein Buch
mit 7 Siegeln ist.

MfG

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