Der Unterschied der Wärmeenergiegewinnung zwischen einem KERNKRAFTWERK, dem KRAFTWERK ERDE und dem KRAFTWERK SONNE ist nicht sehr groß.

15/04/2011 - 20:01 von hlau | Report spam
PROZESS KERNKRAFTWERK
Die Wàrmeenergie bezieht ein Kernkraftwerk nicht nur aus der
Kernspaltung, sondern auch im laufenden Betrieb aus dem
thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der Spaltprodukte. Die Spaltprodukte sind alle sehr schwere,
neutronenreiche Isotope mit einer sehr kurzen Halbwertszeit. Die
Wàrmeenergiegewinnung daraus ist so hoch, dass es ohne eine
Wàrmeabführung über das Kühlwasser, nach relativ kurzer Zeit zur
Kernschmelze kommt. Siehe Fukushima.


PROZESS KRAFTWERK ERDE
Bis zu 40% der 40 TW Wàrmeenergie, die die Erde abstrahlt, kommen aus
dem thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der Isotope Uran-238 (HWZ 4,5 Md a) und Thorium-232 (HWZ 14,1
Md a). Geologisch werden diese Elemente zur Hàlfte im Mantel und zum
anderen im Festlandsockel vermutet. Die anderen 60% der 40 TW
Wàrmeenergie dieser beiden Isotope, halten die Kernschmelze im
Erdinneren aufrecht.


PROZESS KRAFTWERK SONNE
Neben der Wàrmeenergiegewinnung aus dem thermodynamischen Prozess der
Pulsation, derzeit liegt der Zyklus bei 2 h und 50 min, bezieht die
Sonne auch einen großen Teil ihrer Wàrmeenergie aus dem
thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der schweren Elemente. Mit der Nukleonsynthese in einem Stern,
entstehen nicht nur stabile, sondern auch instabile, radioaktive
Isotope. Die Isotope aller Actiniden sind radioaktiv und die
Kernumwandlungen der instabilen Isotope über die unterschiedlichen
Halbwertszeiten, beginnen sofort nach der Synthetisierung dieser
Elemente. Da die Sonne mit 4,5 Md a nicht mehr zu den jüngeren Sternen
gehört, ist bereits derzeit die Zahl der synthetisierten schweren
Elemente recht hoch. Wie hoch der Anteil der Wàrmeenergie aus dem
Thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen gegenüber dem
thermodynamischen Prozess der Pulsation ist, bleibt wohl eine offene
Frage. Aber bis zum Ende der Pulsation, mit den hohen Lastwechseln,
bleibt die Nukleonsynthese mit der Entstehung der Elemente erhalten.

H.L.
http://www.abenteuer-atomphysik.de/
 

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#1 Gregor Scholten
18/04/2011 - 15:37 | Warnen spam
On 15 Apr., 20:01, hlau wrote:
PROZESS KERNKRAFTWERK
Die Wàrmeenergie bezieht ein Kernkraftwerk nicht nur aus der
Kernspaltung, sondern auch im laufenden Betrieb aus dem
thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der Spaltprodukte.



diese Prozesse sind nicht thermonuklear. Als thermonuklear bezeichnet
man Kernreaktionen, die eine hohe Temperatur benötigen, um ablaufen zu
können, wie z.B. die Kernfusion. Da du die Existenz der Kernfusion
negierst, ist davon auszugehen, dass du die Existenz thermonuklearer
Reaktionen generell negierst.


PROZESS KRAFTWERK ERDE
Bis zu 40% der 40 TW Wàrmeenergie, die die Erde abstrahlt, kommen aus
dem thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der Isotope Uran-238 (HWZ 4,5 Md a) und Thorium-232 (HWZ 14,1
Md a).



auch im Erdinneren sind Kernzerfàlle nicht thermonuklear.


PROZESS KRAFTWERK SONNE
Neben der Wàrmeenergiegewinnung aus dem thermodynamischen Prozess der
Pulsation, derzeit liegt der Zyklus bei 2 h und 50 min,



es gibt keine solche Wàrmeenergiegewinnung durch Pulsation. Wie ich
dir schon einmal erlàutert habe, kann die Pulsation der Sonne
prinzipiell keine Energie freisetzen, da dies gegen die
Energieerhaltung verstoßen würde. Bei der Pulsation wird wàhrend der
Kontraktionsphase Gravitationsenergie freigesetzt, die aber bei der
anschließenden Expansionsphase wieder aufgebracht werden muss.
Deswegen setzt die Pulsation insgesamt keine Energie frei.


bezieht die
Sonne auch einen großen Teil ihrer Wàrmeenergie aus dem
thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen im Alpha- und Beta-
Zerfall der schweren Elemente.



abgesehen davon, dass Kernzerfàlle auch in der Sonne nicht
thermonuklear sind - dort ist die Temperatur zwar hoch, aber sie wirkt
sich nicht auf die Kernzerfallsreaktionen aus - ist der Anteil
schwerer Elemente an der Masse der Sonne viel zu gering, um
nennenswert zur Energieabstrahlung der Sonne beizutragen.


Mit der Nukleonsynthese in einem Stern,
entstehen nicht nur stabile, sondern auch instabile, radioaktive
Isotope.



du solltest dich wirklich einmal entscheiden, ob du die Existenz der
Nukleosynthese, d.h. Kernfusion, anerkennen willst oder nicht.


Die Isotope aller Actiniden sind radioaktiv und die
Kernumwandlungen der instabilen Isotope über die unterschiedlichen
Halbwertszeiten, beginnen sofort nach der Synthetisierung dieser
Elemente. Da die Sonne mit 4,5 Md a nicht mehr zu den jüngeren Sternen
gehört, ist bereits derzeit die Zahl der synthetisierten schweren
Elemente recht hoch.



"recht hoch" ist aber nicht hoch genug, als dass deren Zerfall
sondernlich zur Energieabstrahlung der Sonne beitragen würde.


Wie hoch der Anteil der Wàrmeenergie aus dem
Thermonuklearen Prozess der Kernumwandlungen gegenüber dem
thermodynamischen Prozess der  Pulsation ist, bleibt wohl eine offene
Frage.



da es die von dir fàlschlicherweise zugrundegelegte Energiegewinnung
durch Pulsation nicht gibt, deren Anteil somit null ist, ist der
Anteil der Kernzerfàlle natürlich viel größer, da zumindest größer als
null. Was nicht bedeutet, dass er sonderlich groß ist im Vergleich zum
Anteil der Kernfusion, und auch nicht, dass Kernzerfàlle thermonuklear
wàren (im Unterschied zur Kernfusion).


Aber bis zum Ende der Pulsation, mit den hohen Lastwechseln,



du solltest einmal deine Terminologie überdenken. "Lastwechsel" sagt
man in der Elektrotechnik.

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