In der Vorlesung von Prof Wagner habe ich nie kapiert warum Wasser gerade bei 100 Grad dampft, und nicht bei 101 Grad .... Seinen Schein in QM II habe ich auch nicht bekommen .. Na gut, dann schreib ich halt einfach Liebesbriefe an eine reiche Frau

06/01/2016 - 22:13 von Zweistein | Report spam
Herbert Wagner hat grundlegende Beitràge zur Theorie der Phasenübergànge geleistet. Jetzt bekommt der LMU-Professor für seine Arbeiten die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Phasenübergànge sind eine Erfahrung des Alltags: Wasser gefriert zu Eis oder verwandelt sich in Wasserdampf. Wie lassen sich Phasenübergànge auf mikroskopischer Grundlage beschreiben? Herbert Wagner hat mit seinen Arbeiten ein ganzes Gebiet der theoretischen Physik gepràgt. Nun wurde der LMU-Physiker von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft mit der Max-Planck-Medaille geehrt, ihrer wichtigsten Auszeichnung für theoretische Physik. Das Preiskommitee würdigte damit vor allem "seine grundlegenden Beitràge zur Theorie der Phasenübergànge - insbesondere in niederdimensionalen, magnetischen Systemen - und der Dynamik kritischer Phànomene".

Manche Materialien werden bei sehr tiefen Temperaturen zu Supraleitern; Ferromagnete verlieren ihre Anziehungskraft, wenn man sie über eine bestimmte Temperatur hinaus erwàrmt. Statistische Physik und theoretische Festkörperphysik befassen sich seit Jahrzehnten damit, diese Phànomene auf mikroskopischer, atomarer Skala herzuleiten und zu verstehen. Mit dem Mermin-Wagner-Theorem, das mittlerweile zum Lehrbuchwissen der theoretischen Physik gehört, konnte der LMU-Physiker Herbert Wagner rigoros zeigen, dass es dabei entscheidend auf die ràumliche Dimension ankommt: Das Verhalten einer zweidimensionalen atomaren Schicht unterscheidet sich grundsàtzlich und nicht nur quantitativ von dem einer dreidimensionalen Anordnung. Diese Einsicht hat das heutige Verstàndnis von Phasenübergàngen entscheidend gepràgt. Unter vielen anderen wissenschaftlichen Beitràgen von Herbert Wagner war auch seine Beschreibung der Dynamik sogenannter kontinuierlicher Phasenübergànge richtungsweisend.

Herbert Wagner promovierte 1963 an der Technischen Universitàt München und war danach Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Physik in München und Postdoktorand an der Cornell-Universitàt. Ab 1970 wirkte er als Gründungsdirektor am Institut für Festkörperforschung (IFF) am Forschungszentrum Jülich. Von 1976 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 war er Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Physik an der LMU. Zahlreiche Lehrstuhlinhaber für statistische Physik im In- und Ausland waren seine Schüler. Seine Vorlesungen über Theoretische Physik an der LMU haben in Inhalt und Stil Generationen von Studenten gepràgt.
 

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#1 Zweistein
07/01/2016 - 21:57 | Warnen spam
Nun, ich habe zwar noch keinen Lehrstuhl, war aber trotzdem sein Schüler.

Zur Zeit benütze ich noch Parkbànke im Englischen Garten.

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Dreckiger Kenneth Tschi: !082 sahnt er eine Nobelpreis-Dollar-Million ab.

Wilson erhielt 1982 den Physik-Nobelpreis "für seine Theorie über kritische Phànomene bei Phasenumwandlungen" (in der offiziellen Laudatio werden auch die wichtigen Beitràge von u.a. Ben Widom, Waleri Pokrowski, Leo Kadanoff und Michael Fisher zu diesem Forschungsgebiet gewürdigt). Wilson leistete wesentliche Beitràge zur Entwicklung der Theorie der Renormierungsgruppe, die er sowohl in der statistischen Mechanik als auch in der Quantenfeldtheorie anwandte. Durch seine Gitter-Formulierung der Quantenchromodynamik[1] begründete er die Gittereichtheorie. Der Wilson-Loop (auch Wilson-Line genannt), der in Gitter-Eichtheorien als eine Art Test-Observable (Ordnungsparameter) mit dem Wegintegral des Eichvektorfeldes über geschlossene Wege (Loops) als Phasenfaktor verwendet wird, ist nach ihm benannt. Innerhalb der Gittereichtheorie ist Wilson auch Namensgeber für die von ihm eingeführten Wilson-Fermionen und die Wilson-Wirkung.

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