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Der Wedemeyer Effekt

04/04/2008 - 10:33 von Thomas Heger | Report spam
Hi Ng
ich hatte ja gerade einen verrückten Traum, den vom Wedemeyer Effekt. Nie
gehört? Na ja, das war mein Deutschlehrer in der Grundschule. Er erinnerte
ein wenig an Adenauer und hatte mit Physik weiter nichts zu tun.
Aber nehmen wir mal an, ich hàtte ein paar unterbeschàftigte oder zumindest
unterbezahlte Freunde (und davon habe ich viele) und würde gerne mal den
Staat so richtig zur Ader lassen. Wir beschliessen also nun ein wichtiges
Gebiet der sagen wir mal Physik zu erforschen, um den bisher zu Unrecht
unbachteten Herrn Wedemeyer endlich zu posthumem und verdientem Ruhme zu
verhelfen. Außerdem scheint gerade dieser von Hernn Wedemeyer vorhergesagte
Effekt ein wichtiger Schlußstein bei der Erforschung z.B. mikroskopischer
schwarzer Löcher zu sein und auch ungeahnte Auswirkungen auf die
Realisierung von Quantencomputern zu haben. Es würden ganz viele bedeutende
technologische Entwicklungen davon betroffen sein, und - im Erfolgsfalle-
zahlreiche Arbeitsplàtze entstehen. (Außerdem würden wir dabei, ganz ohne
Konkurrenz, Fachleute in diesem wichtigen Gebiet.)
Wie kann man nun die entsprechenden Stellen überzeugen und ein
entsprechendes Budget für sagen wir mal ein Tetravon nebst Zubehör und
natürlich ein paar Stellen zu bezahlen? Und was hat überhaupt der Herr
Wedemeyer so geschrieben?
Nun, daß macht zunàchst ein wenig Arbeit, stellt aber keine unüberwindliche
Hürde dar.
Eine Freundin schmuggelt einen einen kleinen Eintrag in die Kartei der
hiesigen Universitàtsbibliothek über eine 1946 veröffentlichte Dissertation,
die leider im Orginal nicht mehr vorliegt. Autor besagter Herr Wedemeyer.
Darüber diskutieren meine Freunde erstmal in verschiedenen Foren, stellen
ein paar Webseiten ins Netz und schreiben einige Texte, die sie gelegentlich
bei arxiv.org abladen. Dort bezieht man sich auch ab und zu auf diesen Text.
Das macht ein Professor mit viel Schreibfreude in manchen seiner zahlreichen
Publikationen auch. Er macht das nicht wirklich gerne, aber Professoren sind
auch nur Menschen. Und - nun ja- da war so eine Situation, wo er seine Hosen
besser anbehalten hàtte..
Wir müssen ja noch ein paar Untersuchungen zum Thema schreiben. Das machen
unsere Praktikanten mittels cut and paste. Unser Mathematiker geht noch mal
darüber und stellt das so im groben grade, dann werden die Elaborate auch
auf entsprechende Server geschoben (Und dort vergessen).
Nun braucht der Herr Wedemeyer noch einen Eintrag in Wikipedia. Den schreibe
ich mal selbst. Die biographischen Daten habe ich mir von einem Herrn Meier
geborgt. Ein altes Photo habe ich noch, weiß aber nicht mehr , wer da
eigentlich drauf ist.
Nun müssen wir ein wenig tiefer schürfen und uns ein nettes kleines Thema
suchen, daß man -rein theoretisch- tatsàchlich untersuchen könnte. Auch dazu
müssen wir wieder einige Arbeiten verfassen. Her Wedemeyer hat nun durch
unsere eifrige Arbeit schon ein gewisses Renomee und wird gern zitiert.
Deswegen beginnen wir mal mit einer vergleichenden Studie, in der wir die
Weitsicht von Herrn Wedemeyer mit z.B. Stephan Hawking vergleichen.
Selbstredend ist das Ergebnis umwerfend und regt zu weiterer Forschung an.
Nun muß man aber auch unbedingt dieses hellseherische Gedankenexperiment
nachvollziehen, um seine Thesen endgültig zu beweisen. Wir stellen also ein
kleines Team zusammen und gemeinsam einen klitzekleinen Forschungsantrag.
Das Ergebnis ist - wàr hàtte das gedacht- àußerst viel versprechend. Man
braucht nur jetzt -unbedingt- so ein Tetravon. Das gibt es in einer
kleineren Version auch schon für ein paar Millionen. Dort werkeln wir also
herum und unsere Ergebnisse sind - wer hàtte das gedacht - àußerst
vielversprechend ;-)

Thomas Heger
 

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#1 Helmut Wabnig
04/04/2008 - 13:32 | Warnen spam
On Fri, 4 Apr 2008 10:33:29 +0200, "Thomas Heger"
wrote:

Hi Ng
ich hatte ja gerade einen verrückten Traum, den vom Wedemeyer Effekt. Nie
gehört? Na ja, das war mein Deutschlehrer in der Grundschule. Er erinnerte
ein wenig an Adenauer und hatte mit Physik weiter nichts zu tun.
Aber nehmen wir mal an, ich hàtte ein paar unterbeschàftigte oder zumindest
unterbezahlte Freunde (und davon habe ich viele) und würde gerne mal den
Staat so richtig zur Ader lassen. Wir beschliessen also nun ein wichtiges
Gebiet der sagen wir mal Physik zu erforschen, um den bisher zu Unrecht
unbachteten Herrn Wedemeyer endlich zu posthumem und verdientem Ruhme zu
verhelfen. Außerdem scheint gerade dieser von Hernn Wedemeyer vorhergesagte
Effekt ein wichtiger Schlußstein bei der Erforschung z.B. mikroskopischer
schwarzer Löcher zu sein und auch ungeahnte Auswirkungen auf die
Realisierung von Quantencomputern zu haben. Es würden ganz viele bedeutende
technologische Entwicklungen davon betroffen sein, und - im Erfolgsfalle-
zahlreiche Arbeitsplàtze entstehen. (Außerdem würden wir dabei, ganz ohne
Konkurrenz, Fachleute in diesem wichtigen Gebiet.)
Wie kann man nun die entsprechenden Stellen überzeugen und ein
entsprechendes Budget für sagen wir mal ein Tetravon nebst Zubehör und
natürlich ein paar Stellen zu bezahlen? Und was hat überhaupt der Herr
Wedemeyer so geschrieben?
Nun, daß macht zunàchst ein wenig Arbeit, stellt aber keine unüberwindliche
Hürde dar.
Eine Freundin schmuggelt einen einen kleinen Eintrag in die Kartei der
hiesigen Universitàtsbibliothek über eine 1946 veröffentlichte Dissertation,
die leider im Orginal nicht mehr vorliegt. Autor besagter Herr Wedemeyer.
Darüber diskutieren meine Freunde erstmal in verschiedenen Foren, stellen
ein paar Webseiten ins Netz und schreiben einige Texte, die sie gelegentlich
bei arxiv.org abladen. Dort bezieht man sich auch ab und zu auf diesen Text.
Das macht ein Professor mit viel Schreibfreude in manchen seiner zahlreichen
Publikationen auch. Er macht das nicht wirklich gerne, aber Professoren sind
auch nur Menschen. Und - nun ja- da war so eine Situation, wo er seine Hosen
besser anbehalten hàtte..
Wir müssen ja noch ein paar Untersuchungen zum Thema schreiben. Das machen
unsere Praktikanten mittels cut and paste. Unser Mathematiker geht noch mal
darüber und stellt das so im groben grade, dann werden die Elaborate auch
auf entsprechende Server geschoben (Und dort vergessen).
Nun braucht der Herr Wedemeyer noch einen Eintrag in Wikipedia. Den schreibe
ich mal selbst. Die biographischen Daten habe ich mir von einem Herrn Meier
geborgt. Ein altes Photo habe ich noch, weiß aber nicht mehr , wer da
eigentlich drauf ist.
Nun müssen wir ein wenig tiefer schürfen und uns ein nettes kleines Thema
suchen, daß man -rein theoretisch- tatsàchlich untersuchen könnte. Auch dazu
müssen wir wieder einige Arbeiten verfassen. Her Wedemeyer hat nun durch
unsere eifrige Arbeit schon ein gewisses Renomee und wird gern zitiert.
Deswegen beginnen wir mal mit einer vergleichenden Studie, in der wir die
Weitsicht von Herrn Wedemeyer mit z.B. Stephan Hawking vergleichen.
Selbstredend ist das Ergebnis umwerfend und regt zu weiterer Forschung an.
Nun muß man aber auch unbedingt dieses hellseherische Gedankenexperiment
nachvollziehen, um seine Thesen endgültig zu beweisen. Wir stellen also ein
kleines Team zusammen und gemeinsam einen klitzekleinen Forschungsantrag.
Das Ergebnis ist - wàr hàtte das gedacht- àußerst viel versprechend. Man
braucht nur jetzt -unbedingt- so ein Tetravon. Das gibt es in einer
kleineren Version auch schon für ein paar Millionen. Dort werkeln wir also
herum und unsere Ergebnisse sind - wer hàtte das gedacht - àußerst
vielversprechend ;-)

Thomas Heger



Ja und weitere Forschungen sollen erfolgen um die Dinge gründlich
aufzuklàren und es wàren lediglich einige Finanzmitttel vorzusehen,
die man von anderen Bereichen vorübergehend umzuleiten hàtte,
ohne diese jedoch zu gefàhrden um den Bestand an Informationen
beizubehalten.

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