Die Lichtablenkung im Gravitationsfeld der Sonne (ESO-Satellit Hipparcos)

27/02/2016 - 08:56 von Fritz | Report spam
Das bedeutet (wenn ich das korrekt interpretiere), dass selbst Sterne
verschoben erscheinen, die sich nicht einmal in der Nàhe der
Sonnenscheibe befinden.

Wenn der Beobachter am 21. Juni alle 100.000 vermessenen
Sternenpositionen mit denen am 21. Dezember vermessenen vergleicht, so
findet man bei jenen Sternen die sich 90° zur Achse Sonne Erde Weltall
befinden (das sind AFAIK bei diesen Zeitpunkten ja jeweils die Gleichen)
eine Verschiebung (Richtung und Ablenkung gemàß ART) hervorgerufen durch
die Gravitation der Sonne.

Was meint Ihr dazu?

Die Lichtablenkung im Gravitationsfeld der Sonne
<http://www.relativity.li/de/epstein...i2_de/>
Zitat (na wer sagts denn)
»Eine andere Bestàtigung dieser Vorhersage der ART kommt von den Daten
des ESO-Satelliten Hipparcos . Dieser hatte die Aufgabe, die Position
von 118’000 Sternen (bis zur Grössenklasse 12.5) hochgenau zu vermessen,
damit sie nachher als Referenzsterne gebraucht werden können. Diese
Aufgabe hat er (nach einem sehr unglücklichen Start, siehe Wikipedia)
mit Bravour gelöst. Die Winkelauflösung der Positionsmessgeràte betrug
dabei 0.001 Bogensekunden. Damit konnte er über den ganzen Himmel hinweg
die Prognosen der ART mit einer Genauigkeit von etwa 0.3 % bestàtigen.
Der Effekt der Lichtablenkung ist nàmlich schon messbar, wenn das Licht
im Abstand einer Astronomischen Einheit, also von 150 Mio km, an der
Sonne vorbei zieht! Wenn wir von der Erde aus in y-Richtung, also in
eine Richtung blicken, die senkrecht steht auf dem Verbindungsstrahl
Erde-Sonne, dann hat der Lichtstrahl genau die Hàlfte der gesamten
Ablenkung ß schon erlitten. ß = 2·RS/D hat für D = 1 AE den Wert
0.0081 Bogensekunden, und die Hàlfte davon sind immer noch 4
Milli-Bogensekunden, also das Vierfache der Genauigkeit des Satelliten
Hipparcos!«

Die Messgenauigkeit von Hipparcos:
<http://www.cosmos.esa.int/web/hippa...-goals>
<http://www.library.ethz.ch/exhibit/...6.html>

fup dsp

Fritz
„Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für
die Gier Einzelner“ - Mahatma Gandhi
 

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#1 Oliver Jennrich
28/02/2016 - 17:09 | Warnen spam
Fritz writes:

Das bedeutet (wenn ich das korrekt interpretiere), dass selbst Sterne
verschoben erscheinen, die sich nicht einmal in der Nàhe der
Sonnenscheibe befinden.



Natürlich.

Wenn der Beobachter am 21. Juni alle 100.000 vermessenen
Sternenpositionen mit denen am 21. Dezember vermessenen vergleicht, so
findet man bei jenen Sternen die sich 90° zur Achse Sonne Erde Weltall
befinden (das sind AFAIK bei diesen Zeitpunkten ja jeweils die
Gleichen) eine Verschiebung (Richtung und Ablenkung gemàß ART)
hervorgerufen durch die Gravitation der Sonne.

Was meint Ihr dazu?



Was soll man dazu meinen? Was meinst du zu 1+1=2?

Hipparcos war übrigens ein ESA-Satellit, nicht ein ESO-Satellit. Die
Europàische Südsternwarte betreibt keine Satelliten.

Der Nachfolger Hipparcos', der Gaia-Satellit ist seit einiger Zeit im
Orbit - für dessen Beobachtungen hat der Kollege de Bruijne eine kleine
Animation gebastelt:

http://www.cosmos.esa.int/documents...a758ff5e?t79418652000

Space - The final frontier

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