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Die Mathematik ist weiblich.

12/10/2015 - 19:55 von WM | Report spam
Liebe Frau NN,

Sie beschweren sich über die Diskriminierung der Frau, die sie in meinen Texten festgestellt haben wollen. Recht haben Sie.

Dass vorwiegend von Mànnern die Rede ist, hat mit der historischen Rolle der unterdrückten Frau zu tun, die ja bekanntlich früher nicht einmal als zeugungsfàhig galt. So bezeichnen Theologen die Auferstehungsgeschichte, in der Frauen das Grab Jesu leer vorfanden, gerade deswegen als authentisch, weil das Zeugnis von Frauen in jener Zeit ohne Wert war. Ein zur Festigung des Glaubens fingierter Bericht hàtte unbedingt Mànner als erste Zeugen gewàhlt. Inzwischen haben Frauen aber selbstverstàndlich auf allen Gebieten gleichgezogen. Mathematik war schon immer weiblich und vom ewig Weiblichen durchwebt. Ich weise nur darauf hin, dass die Diskriminante, die Wurzel, die Rechnung, die Lösung, die Menge, die Matrix (natürlich!) und vor allem die Zahl weibliche Geschlechtsmerkmale tragen. Der Punkt besitzt schon wegen seiner Ausdehnungslosigkeit kaum Merkmale und spielt damit eine doch eher untergeordnete Rolle. Die Zahl dagegen ist die Basis (sic) von die Mathematik (sicsic), wie es schon im Buche steht, in meinem jedenfalls: Eine reelle Zahl ist, was eine Dezimaldarstellung besitzt. Das ist zwar recht grob verkürzt und nach neueren Erkennntnissen nicht ganz zutreffend, doch spàter folgen dann auch noch ausführliche Definitionen. Wer so weit nicht vorstößt, muss mit dem Groben fürlieb nehmen.

Die Etymologie (sic) leitet uns fast immer zu den rechten Wurzeln (aus sprachvergleichenden Untersuchungen geht z. B. klar hervor, dass die Null keine natürliche Zahl ist) und so auch hier: Als noch der Sàbelzahntiger und der Höhlenbàr dem Manne zur Beute fielen (wobei erfolgsorientierte Jàger bekanntlich schweigend ihrem Waidwerk nachgehen müssen) saßen die Frauen friedlich in (anderen) Höhlen oder zupften in der Umgebung Beeren, oblagen dem Informationsaustausch mit Artgenossinnen und lehrten so ihre Töchter die Sprache (sic) und die für Mengenangaben unerlàssliche Mathematik. Spàter übernahmen aus unbekannten Gründen Mànner die Führung (sic). Doch die Sphàre (sic) rollt. Ich erwarte bereits in naher Zukunft wieder eine Dominanz der Frau. Meine These stütze ich auf unverkennbare Vorzeichen aus meinem persönlichen Umfeld: In fünf meiner letzten sieben Klausuren erzielten Studentinnen die Spitzenergebnisse, obwohl sie unter dem rein quantitativen Aspekt deutlich unterrepràsentiert waren. Nach der kurzen Blüte der Deutschen Mathematik scheint nun denn also auch die Mànnliche Mathematik zu welken.

Was bleibt? Der Operator? - klingt eher mediklinisch als maskulinisch. Der Divisor? - wirkt nur zersetzend. Der Raum ist leer. Und der Rest ist Schweigen.

Ich verbleibe, etwas unbehaglich aber mit sehr freundlichen Grüßen,

Wolfgang Mückenheim
 

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#1 Brian M. Scott
12/10/2015 - 20:53 | Warnen spam
On Mon, 12 Oct 2015 10:55:05 -0700 (PDT), WM
wrote
in<news:
in de.sci.mathematik:

[...]

Die Etymologie (sic) leitet uns fast immer zu den rechten
Wurzeln (aus sprachvergleichenden Untersuchungen geht z.
B. klar hervor, dass die Null keine natürliche Zahl
ist)



Quatsch. Hier begehst du einen etymologische Fehlschluss.

[...]

Brian
It was the neap tide, when the baga venture out of their
holes to root for sandtatties. The waves whispered
rhythmically over the packed sand: haggisss, haggisss,
haggisss.

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