Diodensterben im Schaltnetzteil

16/07/2013 - 00:48 von Wolfgang Martens | Report spam
Ein einfaches 12V 1A Steckerschaltnetzteil versorgt einen Lüfter mit
0,68A, die sekundàre Gleichrichterdiode war durchlegiert.
(parallel liegen 10R in Reihe mit 1nF)

Die Platine zeigte braune Überhitzungsspuren. Im Layout waren zwei
stehenden Dioden mit 5mm Duchmesser vorgesehen, bestückt war nur eine
3A Diode.

Die dann eingesetzte IR50SQ100 (5A 100V Schottky) hatte nach ein paar
hundert Stunden wieder Kurzschluss. Die hàlt 3W aus, das entspràche 6A
bei Uf=0,5V

Kann es sein dass die Schottky zu langsam ist und vom reverse current
überhitzt wurde?
www.irf.com/product-info/datasheets/data/50sq.pdf

Wàre eine fast recovery wie MR851 in dem Fall besser? (Aber Uf=1,25V)
www.onsemi.com/pub_link/Collateral/MR850-D.PDF
Die MR851 hàtte ich da. Empfehlungen (Reichelt)?

Einfache BY255 oder 1N5402 halte ich für zu langsam, oder gibt es da
andere Erfahrungen?


mfG Wolfgang Martens
 

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#1 Marcel Müller
16/07/2013 - 10:14 | Warnen spam
Hallo!

On 16.07.2013 00:48, Wolfgang Martens wrote:
Ein einfaches 12V 1A Steckerschaltnetzteil versorgt einen Lüfter mit
0,68A, die sekundàre Gleichrichterdiode war durchlegiert.
(parallel liegen 10R in Reihe mit 1nF)

Die Platine zeigte braune Überhitzungsspuren. Im Layout waren zwei
stehenden Dioden mit 5mm Duchmesser vorgesehen, bestückt war nur eine 3A
Diode.

Die dann eingesetzte IR50SQ100 (5A 100V Schottky) hatte nach ein paar
hundert Stunden wieder Kurzschluss. Die hàlt 3W aus, das entspràche 6A
bei Uf=0,5V



Wenn die Wàrme aus dem Geràt nicht entweichen kann, werden alle Dioden
über kurz oder lange heiß.

Kann es sein dass die Schottky zu langsam ist und vom reverse current
überhitzt wurde?



Nie im Leben. Dabei wird nicht die Diode warm, denn Schottky ist
Kapazitiv, also weitgehend Blindlast. Der Rest des Netzteils könnte
allerdings anders über diese Art von Last denken.

Welche Schaltfrequenz hat der Bursche denn?

Wàre eine fast recovery wie MR851 in dem Fall besser?



Eine angemessene Diode wàre besser, und ausreichende Kühlung des
Geràtes, und ein SNT, was nicht zu viel auf 20MHz rausklingelt. (Wer
weiß was der Schaltregler da für einen Mist treibt.)

Und die Recovery-Time muss halt zur Schaltfrequenz passen. Unter 100kHz
kannst du jede FR-Diode in passender Gewichtsklasse nehmen (3A scheint
mir angemessen). Darüber musst Du langsam aufpassen.

Wie sieht es denn mit den Elkos aus? Speziell die kleinen am Regler?
Kannst Du mal ein Oszi rein halten?

Einfache BY255 oder 1N5402 halte ich für zu langsam, oder gibt es da
andere Erfahrungen?



Eine Gleichrichterdiode würde tatsàchlich am Reverse Current sterben
oder das ganze Netzteil ins Grab reißen.


Marcel

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