Diskrete Invarianzen der MWG

10/10/2007 - 11:40 von Stephan Kantner | Report spam
Hallo zusammen!

Wie sieht man, daß die Maxwell-Gleichungen unter Ladungskonjugation,
Paritàtstransformation und Zeitumkehr invariant sind?

Meine Gedanken dazu:

1) Ladungskonjugation dürfte in der klassischen Elektrodynamik
schwierig sein, weil es keine Antiteilchen gibt.

2) Paritàtstransformation: ?

3) Zeitumkehr (naiv): In der Formel zur Lorentzkraft àndert sich das
Vorzeichen der Geschwindigkeit, aber auch die des B-Feldes, da
das Feld durch eine Stromdichte j_vec (x_vec, t) erzeugt wird,
die ebenfalls ihr Vorzeichen àndert: j = rho * v. Das kann man
aber doch sicher auch schön formal zeigen...?

Bin gespannt, vielen Dank nochmals!

Gruß
Stephan
 

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#1 Norbert Dragon
10/10/2007 - 15:24 | Warnen spam
* Stephan Kantner schreibt:

Wie sieht man, daß die Maxwell-Gleichungen unter Ladungskonjugation,
Paritàtstransformation und Zeitumkehr invariant sind?



Lösen die Felder E(t,x) und B(t,x) die Maxwellgleichungen mit
Ladungsdichte rho(t,x) und Stromdichte j(t,x),

dann löst -E(t,x) und -B(t,x) die Maxwellgleichungen mit
Ladungsdichte -rho(t,x) und Stromdichte -j(t,x)

dann löst -E(t,-x) und B(t,-x) die Maxwellgleichungen mit
Ladungsdichte rho(t,-x) und Stromdichte -j(t,-x),

dann löst E(-t,x) und -B(-t,x) die Maxwellgleichungen mit
Ladungsdichte rho(-t,x) und Stromdichte -j(-t,x),


1) Ladungskonjugation dürfte in der klassischen Elektrodynamik
schwierig sein, weil es keine Antiteilchen gibt.



Die klassische Elektrodynamisch enthàlt keine Aussagen darüber,
welche Teilchen welche Ladung haben. Daß in unserer natürlichen Umwelt
Elektronen und Protonen, kaum aber ihre Antiteilchen auftreten,
steckt nicht in den Maxwellgleichungen.

Aberglaube bringt Unglück

www.itp.uni-hannover.de/~dragon

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