Distribution für Rechner von "Linux-Newbie"?

14/06/2012 - 16:56 von Manuel Reimer | Report spam
Hallo,

konkret suche ich eine Distribution für den Rechner meines Vaters. Ich selber
nutze schon lange Slackware und habe das bisher auch schon einige Jahre bei
meinem Vater installiert.

Heute habe ich auf dem System meines Vaters den Upgrade von 13.1 auf 13.37
vollzogen. Um 10:30 habe ich angefangen und um 15:30 war ich fertig. Oder um es
kurz zu fassen: So allmàhlich geht Slackware ganz gehörig auf den Senkel:

- Bootvorgang extrem langwierig
- Paketmanagement extrem lahm, da alles in Shellscript geschrieben. Von den
knapp 5 Stunden für das Upgrade hat die Kiste alleine 3 Stunden nur installiert.
Und das obwohl bei Slackware der Umfang an Paketen wirklich nicht überwàltigend ist.
- Keine Abhàngigkeitsauflösung und somit langes "Trial and Error", bis ein
gewünschtes Paket endlich làuft.

Was ich, gerade für einen Rechner eines "PC-Einsteigers", gerne hàtte, ist eine
Distribution, die sich halbwegs selber pflegt. Ich möchte möglichst selten
selber Hand anlegen müssen.

Für meinen eigenen Bedarf denke ich darüber nach, auf Arch Linux umzusteigen.
Hat auch eine Art von "KISS-Prinzip", aber einen deutlich besseren Paketmanager.
Allerdings befürchte ich, dass das für einen Einsteiger und für allem für ein
System, an dem ich selber so selten wie möglich regulierend eingreifen will, die
falsche Wahl ist.

Zweiter Gedanke war "Fedora". Mit RedHat hatte ich beruflich schon zu tun. Ist
also für mich kein komplettes Neuland. Was mich hier aber stört ist der fehlende
MP3-Support, der durch "RPMFusion" ausgeglichen werden soll. Nur weiß ich nicht
so recht, was ich von diesen Paketen halten soll... Sind die denn vertrauenswürdig?

Anforderungen:

- KDE (kein Gnome!)
- CUPS
- SeaMonkey (kein Muss. Installiere ich ggf. unterhalb von $HOME)
- LibreOffice
- GIMP
- KWrite als Texteditor
- Flashplayer als Bestandteil des Repositories (will den Sch... nicht lànger
stàndig manuell aktualisieren müssen!)
- Sicherheitsupdates ohne Kenntnis des Root-Passwort (package-kit)
- Apache

- Echter Root-Account. Kein Sudo!
- Kein SELinux und àhnliches
- Keine grafische Administration! Ich will innerhalb von X zu keiner Zeit ein
Root-Passwort eingeben müssen!

Auf irgendwelche externen Frickel-Repositories will ich möglichst verzichten.
Ggf. installiere ich mir eigene Software dann unterhalb von /usr/local mit dem
üblichen "Dreisatz" (configure, make, make install).

Hat da wer konkrete Vorschlàge?

Gruß

Manuel
 

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#1 Jochen Spieker
14/06/2012 - 17:22 | Warnen spam
* Manuel Reimer:

konkret suche ich eine Distribution für den Rechner meines Vaters. Ich selber
nutze schon lange Slackware und habe das bisher auch schon einige Jahre bei
meinem Vater installiert.



Was spricht gegen Ubuntu? Ist auf dem Netbook meiner Frau installiert
(noch ein 10.04 LTS) und ich muss da so gut wie nie etwas machen.
Updates kann sie auch alleine installieren.

Bevor die Einwànde kommen:

- KDE (kein Gnome!)



Mußt Du halt installieren, oder Kubuntu nehmen.

- Flashplayer als Bestandteil des Repositories (will den Sch... nicht lànger
stàndig manuell aktualisieren müssen!)



Das wird Ubuntu wahrscheinlich nicht selbst vertreiben (dürfen), aber es
gibt ein Paket, dass die Installation übernimmt.

- Echter Root-Account. Kein Sudo!



Mußt halt einmalig das root-Passwort setzen.

Sonst halt Debian. Ich habe aber insgesamt keine Anforderung gelesen,
die nicht von eigentlich jeder Distribution erfüllt werden kann.

J.
I am no longer prepared to give you the benefit of the doubt.
[Agree] [Disagree]
<http://www.slowlydownward.com/NODAT...2.html>

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