DNS - Traege Namensaufloesung?

09/07/2008 - 20:53 von Martin Freiberg | Report spam
Hallo,

Ich habe das Problem das hier unter Linux (Debian Etch 4.0r1)
und Seamonkey 1.1.18 die Namensauflösung sehr tràge ist.

Wenn ich einen Link eingebe oder Anklicke, dann dauert es bei
der Linuxbüchse bis zu einer halben Minute, bis dann die Seite
übertragen wird. Bei den Windowsbüchsen geht es gefühlt etwas
Tràge aber trotzdem sehr zügig.


WinXp -,
|
Linux Switch--Speedport W502V-TelekomDSL
|
WinXP -'


Die Rechner bekommen automatisch den Speedport als Nameserver
eingetragen.

Ändere ich beim Linuxrechner die /etc/resolv.conf und trage
anstatt der Speedport-IP die IP eines freien Nameservers ein
(oder den, den auch der Speedport übermittelt bekommen hat),
dann geht die Namensauflösung und Übertragung sehr flott.

Wenn ich hingegen über den Befehl dig die Abfrage mache, dann
ist die Namensauflösung immer sehr schnell.

Speedport als Nameserver
==$ dig www.nasa.gov
;; Query time: 191 msec
;; SERVER: 192.168.2.1#53(192.168.2.1)

$ dig www.heise.de
;; Query time: 2 msec
;; SERVER: 192.168.2.1#53(192.168.2.1)

$ ping www.nasa.gov
PING a1718.x.akamai.net (62.41.3.17) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 62.41.3.17: icmp_seq=1 ttlX time9 ms
64 bytes from 62.41.3.17: icmp_seq=2 ttlX time9 ms
64 bytes from 62.41.3.17: icmp_seq=3 ttlX time8 ms

$ ping www.heise.de
PING www.heise.de (193.99.144.85) 56(84) bytes of data.
64 bytes from www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=1 ttl$9 timeU.5 ms
64 bytes from www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=2 ttl$9 timeS.0 ms


Freier Nameserver
=
$ dig www.nasa.gov
;; Query time: 59 msec
;; SERVER: 145.253.2.11#53(145.253.2.11)

$ dig www.heise.de
;; Query time: 57 msec
;; SERVER: 145.253.2.11#53(145.253.2.11)

$ ping www.nasa.gov
PING a1718.x.akamai.net (195.50.169.89) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 195.50.169.89: icmp_seq=1 ttlV timeX.6 ms
64 bytes from 195.50.169.89: icmp_seq=2 ttlV timea.0 ms
64 bytes from 195.50.169.89: icmp_seq=3 ttlV timeY.4 ms

$ ping www.heise.de
PING www.heise.de (193.99.144.85) 56(84) bytes of data.
64 bytes from www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=1 ttl$9 timeS.5 ms
64 bytes from www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=2 ttl$9 timeS.8 ms
64 bytes from www.heise.de (193.99.144.85): icmp_seq=3 ttl$9 timeT.6 ms

Die paar Millisekunden Unterschied sollten nun wirklich beim
Surfen nicht spürbar sein.


Aber mit Speedport als Nameserver dauert es "ewig" bis das laden
der Seiten beginnt.
Bei NNTP, Pop-Emailabruf, smtp, FTP und Telnet genauso.

Ping und dig hingegen zeigen aber genau das Gegenteil auf.

Idee? Fehler bekannt?
Wo kann ich da mit der Fehlersuche ansetzen?

Ich habe da echt keine Ahnung.


Gruß
Martin
 

Lesen sie die antworten

#1 Rupert Haselbeck
09/07/2008 - 21:59 | Warnen spam
Martin Freiberg schrieb:

Aber mit Speedport als Nameserver dauert es "ewig" bis das laden
der Seiten beginnt.
Bei NNTP, Pop-Emailabruf, smtp, FTP und Telnet genauso.

Ping und dig hingegen zeigen aber genau das Gegenteil auf.

Idee? Fehler bekannt?



Jo, das kam vor einiger Zeit wohl schon in den T-Online-Gruppen zur
Sprache

Wo kann ich da mit der Fehlersuche ansetzen?



Bei den Clients IPV6 abzuschalten könnte helfen.
Sowohl Windows als auch Linux-Clients fragen, wenn mans nicht
abschaltet, zunàchst nach einer IPV6-Adresse für das gewünschte Ziel.
Der Speedport beantwortet diese Anfrage aber nicht, der Client rennt in
den Timeout und fragt erst dann nach der IPV4-Adresse, welche der
Speedport bereitwillig liefert.
Ein Fehler in (einer) der neueren Firmware-Versionen (auch wenns nach
T-Online-Lesart völlig egal oder gar ein Feature ist...)

MfG
Rupert

Ähnliche fragen