Drehstrombrueckengleichrichter

02/10/2008 - 18:16 von Uwe Hercksen | Report spam
Hallo,

ich hatte gerade mit einer Drehstrom Brückengleichrichterschaltung etwas
Probleme, Sechspulsschaltung. Ich hatte an einer Leitung zwischen
Gleichrichterausgang und Ladkondensator mit einer Stromzange den Strom
oszillographiert, da fiel mir auf das eine Phase kaum mittat, der dritte
Zacken fehlte fast völlig. Ich habe schließlich den Gleichrichter mit
dem Ohmmeter geprüft, eine der sechs Dioden leitet schlechter als die
anderen. Ich habe einen anderen stàrkeren Gleichrichter aus dem Fundus
eingebaut, wieder der gleich Effekt. Also das Ganze nàher untersucht.
Bei stàrkerer Belastung tat die dritte Phase besser mit, aber die
Stromspitzen waren immer noch recht unterschiedlich, etwa das Verhàltnis
4:3:2.
Die Dreieckspannungen am Eingang waren 85,4; 85,3 und 84 V AC, hinter
dem Ladekondensator etwa 120 V Gleichspannung. Bei den Sternspannungen
vom Netz gab es Unterschiede von etwa 1 V, es war also vor allem die
Unsymmetrie des Trafos die starke Unsymmetrie des Ströme verursachte.
Die Belastung war immer noch deutlich unter Nennlast, bei Nennlast wird
die Unsymmetrie hoffentlich nicht mehr so schlimm aussehen, aber immer
noch vorhanden sein.
Es war ein Dreischenkeltrafo, da werden wohl nicht alle Primàr- und
Sekundàrwicklungen jeweils exakt gleich Windungszahlen gehabt haben.
Eine Unsymmetrie des Eisenkerns sollte sich bei geringer Belastung ja
eigentlich kaum auswirken.
Aber schon unschön wie sehr dann so eine Drehstromgleichrichtung nur auf
zwei Phasen hinkt statt auf allen drei Phasen gleichmàssig Strom zu
ziehen. Na ja, in Zukunft wird mit PFC alles besser. ;-)

Bye
 

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#1 Horst-D.Winzler
03/10/2008 - 05:53 | Warnen spam
Uwe Hercksen schrieb:
Hallo,

ich hatte gerade mit einer Drehstrom Brückengleichrichterschaltung etwas
Probleme, Sechspulsschaltung. Ich hatte an einer Leitung zwischen
Gleichrichterausgang und Ladkondensator mit einer Stromzange den Strom
oszillographiert, da fiel mir auf das eine Phase kaum mittat, der dritte
Zacken fehlte fast völlig. Ich habe schließlich den Gleichrichter mit
dem Ohmmeter geprüft, eine der sechs Dioden leitet schlechter als die
anderen. Ich habe einen anderen stàrkeren Gleichrichter aus dem Fundus
eingebaut, wieder der gleich Effekt. Also das Ganze nàher untersucht.
Bei stàrkerer Belastung tat die dritte Phase besser mit, aber die
Stromspitzen waren immer noch recht unterschiedlich, etwa das Verhàltnis
4:3:2.



Das ist ein bischen viel Unterschied.

Die Dreieckspannungen am Eingang waren 85,4; 85,3 und 84 V AC, hinter
dem Ladekondensator etwa 120 V Gleichspannung. Bei den Sternspannungen
vom Netz gab es Unterschiede von etwa 1 V, es war also vor allem die
Unsymmetrie des Trafos die starke Unsymmetrie des Ströme verursachte.
Die Belastung war immer noch deutlich unter Nennlast, bei Nennlast wird
die Unsymmetrie hoffentlich nicht mehr so schlimm aussehen, aber immer
noch vorhanden sein.



Wie sahe denn die primàre Stromaufnahe aus? Könnte nicht auch das Netz
unsym. gewesen sein? Besonders bezüglich Blindleistung?
Kommt natürlich auf die Größe des Trafos an.

Es war ein Dreischenkeltrafo, da werden wohl nicht alle Primàr- und
Sekundàrwicklungen jeweils exakt gleich Windungszahlen gehabt haben.
Eine Unsymmetrie des Eisenkerns sollte sich bei geringer Belastung ja
eigentlich kaum auswirken.



Nun, die Kennlinie wird ja sowieso rauf und runter gefahren. Der Trafo
produziert bei Leerlauf halt *nur* mehr Blindleistung. Verhàlt sich also
menschadquat.

Aber schon unschön wie sehr dann so eine Drehstromgleichrichtung nur auf
zwei Phasen hinkt statt auf allen drei Phasen gleichmàssig Strom zu
ziehen. Na ja, in Zukunft wird mit PFC alles besser. ;-)




Früher wurde, um den Stromflußwinkel zu erhöhen, zwischen Gleichrichter
und Lade-C eine Ladedrossel geschaltet. Bei kleinen Netzgeràten keinen
Ringkerntrafo ;-)

mfg hdw

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