DSL 16000: Auch in HVt-Naehe nicht unbedingt mit maximaler Geschwindigkeit?

23/12/2007 - 12:02 von chappenzeller | Report spam
Hallo zusammen,

gegeben sei ein T-DSL 16000-Anschluss.

Die Distanz zum HVt ist Luftlinie etwa 200m; die Kabellaenge
ist vermutlich laenger, genaue Daten hierzu sind aber (ebenso
wie Angaben zu Leitungsdaempfung etc.) unbekannt.

Eingesetzt wird ein Speedport W900V (der ja technisch gesehen
eine AVM-Fritz!Box ist).

In dem fraglichen Haus existiert noch ein zweiter DSL-Anschluss,
der AFAIK auch ein T-DSL-16000-Anschluss ist.

Bis vor kurzem hat der Anschluss, um den es hier geht, mit der
vollen DSL 16000-Geschwindigkeit (17.690 kBit/s in der ATM-Schicht
im Downstream) synchronisiert.

Leider sind die technischen Angaben im Speedport-Menue nicht
allzu detailliert, immerhin kann man da ja aber den Noise Margin
ablesen - dieser Wert schwankte im Downstream zwischen 7 und
12 dB (die Schwankungen erfolgten nicht taeglich oder so, sondern
eher langsam und ueber etwas laengere Zeitraume hinweg).

Vor ein paar Tagen verlor der Speedport nun ploetzlich die
DSL-Synchronisation - laut Log konnte er daraufhin dreimal wieder
mit der alten, vollen Geschwindigkeit synchronisieren, dies hielt
aber jeweils nur fuer wenige Sekunden. Im vierten Anlauf kam
dann eine Geschwindigkeit von 15.980 kBit/s im ATM-Downstream
zustande, die seitdem stabil ist (das entspricht 14.473 kBit/s im
DSL-Downstream).

Der aktuelle Noise Margin in Downstream schwankt wieder nur
zwischen 7 und 8 dB.

Soweit die Situation - hierzu haette ich nun an das technisch
interessierte Publikum ein paar Fragen. :-)

1.) Kein volles DSL 16000 trotz HVt-Naehe?

Da der Anschluss ja wie gesagt eigentlich relativ nahe am HVt liegt,
waere ich davon ausgegangen, dass da die maximale Datenrate
ohne Probleme moeglich sein muss. Reichen jetzt schon Leitungslaengen
von wenigen hundert Metern nicht mehr dafuer? Ohne koennte das alles
eventuell ein Hinweis auf Probleme in der Kabelfuehrung o.ae. sein?

Laut Telekom-Verfuegbarkeitspruefung soll hier sogar VDSL50 moeglich
sein (indoor aus dem HVt heraus)...

2.) Ursache fuer verringerte Geschwindigkeit?

Ich vermute mal, dass durch Aufschaltungen weiterer DSL-Anschluesse
nun der Stoerpegel fuer den Speedport zu gross geworden ist, um das
Signal noch stabil aus der Leitung fischen? Meines Wissens brauchen
die AVM-Modems mindestens etwa 6dB fuer einwandfreien Betrieb - und
wie oben geschildert war der Noise Margin eh schon gefaehrlich nahe
an dieser Grenze?

Erst vor einigen Tagen hatte der Speedport aber auch Noise-Margin-Werte
von etwa 10dB gemessen (die Tendenz war also eigentlich eher hin zu
besseren Werten) - wie kann es zu diesen Schwankungen kommen?

Spielen ggf. folgende Faktoren eine Rolle:

a) benachbarte DSL-Anschluesse, die nicht staendig synchronisiert sind?

b) staerke Stoerungen durch DSL-Anschluesse anderer Betreiber, weil
hier nun auch QSC seit einiger Zeit im Ortsnetz aktiv ist und ja
nicht die Telekom-Daempfungsregeln verwendet (die dortigen
Anschluesse also evtl. aggressiver bei der DSL-Sync sind)?

c) Koennte das Wetter (z.B. die niedrigen Temperaturen zur Zeit)
evtl. eine Rolle spielen?

d) Wie gross ist ueberhaupt das Stoerpotential durch einen weiteren
DSL-16000-Anschluss *im gleichen Haus* (der damit ja gerade
leitungstechnisch gesehen auch am naechsten liegen muesste)?

3.) Niedriger Noise-Margin trotz geringerer Geschwindigkeit

Da der Noise-Margin aktuell auch mit der neuen Geschwindigkeit nur
bei 7-8 dB liegt: Muss ich mir da noch weitere Sorgen machen, dass es
in Zukunft noch zu weiteren "Herunterstufungen" kommt?

Haette die Noise-Margin-Reserve durch die reduzierte Geschwindigkeit
nicht hoeher ausfallen muessen oder macht das eine MBit/s weniger da
nicht viel aus?

4.) Speedport auf AVM-Basis

Mir ist bekannt, dass die Modems in AVM-Routern als relativ "taub"
gelten - ist daher mein Gedankengang richtig, dass mit anderen
Modems/Routern wieder die Hoffnung auf maximale Geschwindigkeit
berechtigt waere (was kaeme hier ggf. in Frage: Thomson zum Beispiel?)

Fuer sachdienliche Hinweise vielen Dank. :)

Ein solcher Bericht aus der Praxis ist ja vielleicht fuer den einen oder
anderen hier auch nicht ganz uninteressant... *g*

CU Christian
 

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#1 Oliver Barth
23/12/2007 - 17:29 | Warnen spam
Mir geht es àhnlich. Bis zur Vermittlungsstelle sind es nur ca. 150m
Luftlinie. Ich wohne im Mehrfamilienhaus. Die Ersten haben noch DSL 16.000
bekommen. Spàter gab es nur noch max. DSL 3.000 - leider gehöre ich dazu
(zahle aber an 1&1 den vollen Preis wie für 16.000er DSL). Meine Dàmpfung
betràgt lt. FritzBox 12dB. Begründung der T-COM: "Es sind in ihrem Bereich
zu viele DSL-Anschlüsse geschaltet."
Das wird es bei Dir vermutlich auch sein...

Gruß Oliver

"Christian Appenzeller" schrieb im Newsbeitrag
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Hallo zusammen,

gegeben sei ein T-DSL 16000-Anschluss.

Die Distanz zum HVt ist Luftlinie etwa 200m; die Kabellaenge
ist vermutlich laenger, genaue Daten hierzu sind aber (ebenso
wie Angaben zu Leitungsdaempfung etc.) unbekannt.

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