DSL trotz Glasfaserausbaugebiet?

25/02/2009 - 17:09 von Roland Mäder | Report spam
Hallo (sorry etwas lànger),

da mich vorrangig der technische Aspekt interessiert, stelle ich meine Frage
hier
und nicht bei de.comm.anbieter.festnetz.*.

Gestern hat es auch mich erwischt: ein Cold Call von 1&1. Erstaunlicherweise
mit
Rufnummernübertragung, was wàhrend des Telefonats durch den Anrufer auch als
Beweis der Seriösitàt betont wurde. Nunja, ich habe gegen 1&1 meine
gefestigten Vorurteile, v.a. aus dieser und den angrenzenden Gruppen. Ein
Wechsel
steht also nicht wirklich zur Diskussion, zumal der Vermieter im Sommer
einen
Kabelanschluss mit Breitbandoption bereitstellt.

Da ich in einem glasfaserverseuchten Gebiet (Hytas) wohne, bekam ich bisher
kein
DSL. Offensichtlich muss aber in irgendwelchen Datenbanken stehen, dass bis
zu
2 MBit/s möglich wàren. Das versicherten mir bereits diverse Anbieter, u.a.
GMX
und auch die Telekom. Da mir letztere noch am vertrauensvollsten erschien,
wagte
ich vor etwa einem Jahr die Bestellung eines Call&Surf-Paketes, da ISDN
allein
auf die Dauer ziemlich nervig ist. Erwartungsgemàß bekam ich nach Wochen der
Prüfung eine bedauernde Absage, DSL wàre wegen Glasfaser doch nicht möglich.
Nach einigen Monaten, vielen Anrufen bei der Hotline, diversen Mails und
Faxen
war mein Anschluss auch wieder so konfiguriert, wie vor dem Abenteuer. Zur
Entschàdigung bekam ich für meinen ISDN-Anschluss die Deutschlandflat etwas
günstiger als üblich.

Nun meine Verwunderung: 1&1 behauptet allen Ernstes, TROTZ Glasfaser DSL
bereitstellen zu können. Ich kopiere mal die Passage aus der mir
anschließend ob
meiner Zweifel zugesandten Mail (1). Sie behaupten, auch für Einzelkunden
Umsetzer
von Glas auf Kupfer installieren zu wollen, die sich im Laufe eines
2-Jahresvertrages
angeblich amortisieren. Ich habe folgende Zweifel daran:

Gibt es inzwischen technische Lösungen, die im Keller eines
Mehrfamilienhauses
Glas auf Kupfer umsetzen (in meinem Fall für einen einzigen Mieter)?
Wurden solche Umsetzer bereits irgendwo in Deutschland im
Privatkundenbereich
eingesetzt?
Warum kann es sich für 1&1 rechnen, für die Telekom aber nicht, wie sie
immer
behauptet?
Wie erfolgt beim Glasfasernetz die vermittlungsseitige Einspeisung des
Breitbandanschlusses?

Fragen über Fragen
fragt Roland

(1) Aus der Mail von 1&1:

"Zur Erklàrung erhalten Sie nun kurze Informationen über Glasfaser:




Durch den 2004 in Kraft getretenen Resale-Vertrag zwischen der Telekom und
1&1 ging das Breitbandmarketing in eine neue Runde. Die T-Com und 1&1 haben
eine DSL Resale-Vereinbarung auf Basis eines Bitstream Access Produkts
getroffen. Damit wird es der 1&1 Internet AG ermöglicht, bundesweit DSL
Anschlüsse in eigenem Namen und auf eigene Rechnung zu vermarkten und
attraktive Angebote am Markt zu platzieren. Aus diesem Grund erhalten Sie
DSL von 1&1 so günstig wie noch nie.




Das Thema Glasfaser ist aktuell wieder verstàrkt Problematik der T-Com und
allein der T-Com. Aufgrund hoher Kosten, das Lichtsignal der Glasfaserkabel
auf die letzten Meter Kupferkabel umzuwandeln, entscheidet sich die T-Com
gegen einen Anschluss an Ihrem Wohnort. 1&1 hingegen, legt mehr Wert auf
zufriedene Kunden und macht den Anschluss für Sie verfügbar. Eine evtl.
Kostenzulage in Höhe 4,99 Euro monatlich kann dabei nach Ermessen in wenigen
Fàllen dennoch erhoben werden. Dies ist je nach Anbindung der Kunden
unterschiedlich.




Die Verfügbarkeitsprüfung an Ihrem Anschluss war für 1&1 DSL erfolgreich:



Bitte beachten Sie, dass dieses Check-Ergebnis vorlàufig ist. Eine
Endprüfung der DSL-Verfügbarkeit und Geschwindigkeit an Ihrem Wohnsitz
erfolgt durch das 1&1 Netz-Management. Sollte die von Ihnen ausgewàhlte
Geschwindigkeit aus technischen Gründen nicht schaltbar sein, erhalten Sie
automatisch die an Ihrem Wohnsitz maximale Geschwindigkeit zur Verfügung
gestellt. Die maximal verfügbare Bandbreite wird dynamisch zwischen
DSL-Modem und dem 1&1 Netzanschluss ermittelt."
 

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#1 Ignatios Souvatzis
26/02/2009 - 17:48 | Warnen spam
Roland Màder wrote:


Gibt es inzwischen technische Lösungen, die im Keller eines
Mehrfamilienhauses Glas auf Kupfer umsetzen (in meinem Fall für
einen einzigen Mieter)?



Cisco 2940 mit passendem Glasfaser-Uplinkmodul?
Allied Telesyn (diverse) mit passendem Glasfaser-Uplinkmodul?
Nexans Sowieso?

(z.b.)

Wurden solche Umsetzer bereits irgendwo in Deutschland im
Privatkundenbereich eingesetzt?



Keine Ahnung.

-is

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