DSL-Vectoring - ein paar Verstaendnisfragen

14/09/2015 - 19:41 von Robert.Pecks | Report spam
Ok, ok, ich gab immer lieber Antworten, als mal was zu fragen. Man
wird halt àlter. Ich habe auch gegooglet und geented, aber auch das
Netz scheint àlter zu werden. ;-)

Vielleicht ist ja hier noch jemand jung und engagiert (oder mir
einfach haushoch überlegen) ;-) und kann mir zwei Fragen beantworten.

Zunàchst die aktuelle Situation:

Ich *habe* einen wohlfunktionierenden Netcologne-Anschluß mit ISDN und
DSL 6000, versplittert, wie sich das gehört. Das komplette heimische
Netz ist mit festen IPs als 10er-Netz realisiert.

Nun konnte ich nicht widerstehen und habe bei Big-T einen
50MBit-Vectoring-Anschluß geordert, der übermorgen (als Zweitanschluß)
bereitgestellt werden soll. Soweit, sogut.

Folgende Fragen ergeben sich für mich:

1. Welche Möglichkeiten habe ich, die *tatsàchliche* Schaltung des
Anschlusses mit möglichst einfachen Messmitteln selbst zu überprüfen,
wenn das Billigmodem der Telekom den Synch verweigert? So aka 60V bei
analog = Leitung vorhanden, ISDN ~ 90V.

2. Das Billigmodem von Sercomm (Speedport Entry 2), was da
mitgeliefert wird, ist von Big-T gnadenlos kastriert; eine Umstellung
auf 10.5.x.x bei der Netz-IP ist nicht vorgesehen. Gibt es da eine
Möglichkeit, an einen erweiterten Setup, ein "Expertenmenue", oder gar
einen Telnet-Zugang zu kommen?

3. Eigentlich habe ich gar keinen Bock auf lange Konfigurationsorgien
- und mag auch nicht die Policy von Big-T, dauernden Zugriff auf das
Teil haben zu wollen. Ich habe daher einen
Dual-WAN-load-balancing-Router geordert. Hat jemand Erfahrung mit so
einem Teil bei derart unterschiedlicher Leistung der WANs?

Schöne Grüße

Robert.
 

Lesen sie die antworten

#1 Hergen Lehmann
14/09/2015 - 20:27 | Warnen spam
Am 14.09.2015 um 19:41 schrieb Robert Pecks:

Nun konnte ich nicht widerstehen und habe bei Big-T einen
50MBit-Vectoring-Anschluß geordert, der übermorgen (als Zweitanschluß)
bereitgestellt werden soll. Soweit, sogut.



Sicher, daß das Vectoring wird?
50MBit geht auch noch ohne, und meines Wissens sind bislang nur in
Ausnahmefàllen die technischen Voraussetzungen für Vectoring (keine
Fremdanbieter im Kabel) gegeben.

1. Welche Möglichkeiten habe ich, die *tatsàchliche* Schaltung des
Anschlusses mit möglichst einfachen Messmitteln selbst zu überprüfen,
wenn das Billigmodem der Telekom den Synch verweigert? So aka 60V bei
analog = Leitung vorhanden, ISDN ~ 90V.



Mit Heimwerkermitteln - keine. Bei VDSL liegt keine Gleichspannung mehr
auf dem Kabel. Eventuell sieht man mit einem Oszilloskop den Pilotton,
ich habe das aber nicht ausprobiert.

2. Das Billigmodem von Sercomm (Speedport Entry 2), was da
mitgeliefert wird, ist von Big-T gnadenlos kastriert; eine Umstellung
auf 10.5.x.x bei der Netz-IP ist nicht vorgesehen. Gibt es da eine
Möglichkeit, an einen erweiterten Setup, ein "Expertenmenue", oder gar
einen Telnet-Zugang zu kommen?



Eher nicht. Und wenn doch, wird dir die T über ihre Hintertür (TR-069)
deine mühsam vorgenommenen Einstellungen regelmàßig wieder zerschießen.

3. Eigentlich habe ich gar keinen Bock auf lange Konfigurationsorgien
- und mag auch nicht die Policy von Big-T, dauernden Zugriff auf das
Teil haben zu wollen. Ich habe daher einen
Dual-WAN-load-balancing-Router geordert.



Das widerspricht sich jetzt aber. Du willst nicht, daß die T dauerhaft
Zugriff auf das Teil hast, orderst aber einen providereigenen Router in
einer exotischen Sonderkonfiguration, die genau diesen dauerhaften
Zugriff erzwingt?

Hat jemand Erfahrung mit so
einem Teil bei derart unterschiedlicher Leistung der WANs?



Ich vermute, das Ergebnis wird (in der Standardkonfiguration des
Routers) eher kontraproduktiv für die Leistung sein. Auch als Redundanz
taugt die Lösung mangels getrennter Leitungsführung wenig.

Wenn das so überhaupt einen Sinn haben soll, müsstest du im Router sehr
genau konfigurieren, welche Dienste (Web,VoIP,Streaming,etc.) jeweils
exklusiv über welchen der beiden DSLer laufen sollen.

Hergen

Ähnliche fragen