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DVB-S2 Karte für Batchbetrieb und Live-Streming

21/04/2011 - 16:30 von Marcel Müller | Report spam
Hallo,

ich gehe schon eine Weile mit der Idee schwanger, in den vorhandenen
Keller-Server eine DVB-Karte einzubauen. Verwendungszweck wàre erstens
programmierte Aufnahmefunktion und zweitens Streaming Live, oder mit
Time-Shift (Pause-Funktion) in einem Format, mit dem VLC etwas anfangen
kann (da reicht vielleicht der TransportStrem).

Jetzt habe ich keinerlei Erfahrung in dem Umfeld. Daher stellen sich mir
ein duzend Fragen. Das beginnt mit der Hardwareauswahl. Die
Anforderungen wàren aus meiner Sicht (mit absteigender Prioritàt):

- Linux Treiber 100% stabil. Der Server beherbergt nebenher einige
virtuelle Desktops. Abstürze wàre hier sehr unschön.

- Stromverbrauch. Der Server làuft 24/7 und ist bisher ziemlich sparsam.
Es wàre schön, wenn das so bleibt, zumindest, solange die Karte nicht
verwendet wird. Mehr als 5W (also mit Netzteilwirkungsgrad 15€/Jahr)
sind m.E. nicht akzeptabel. Kurzum, die Speisespannung für das LNB
sollte sich abschalten lassen.
Hat jemand Erfahrungen, wie warm die Dinger werden? Wieviel mehr braucht
eine Twin-Karte (Idle)?

- Guter Tuner, der nicht gleich beim ersten bisschen Qualitàtsverlust
Fehler produziert. Gibt es da überhaupt signifikante Unterschiede? Und
wo bekommt man Infos dazu her?

- PCIe. Der Server hat zwar noch einen PCI-Slot frei, aber so richtig
Zukunft hat das nicht.

Die TeVii S470 (oder ggf. S480) hat mich da angeguckt. Kann die was?


Weiter geht der Spaß mit der Software. Der Server ist ein Debian - ich
glaube schon Squeeze, wenn nicht làsst sich das àndern.

Nun haben einige dieser Karten wohl Fernbedienungen dabei. Das bringt
mir natürlich im Keller genau gar nichts. Die Steuerung muss sowieso
irgendwie remote über ein Web-Interface erfolgen. Wàre natürlich nett,
wenn man das nicht alles selber Skripten muss.

Linux-VDR ist wohl nicht, weil das eine eigene Maschine voraussetzt (zu
viel Stromverbrauch), oder? Respektive, kann man das komplett remote
laufen lassen?

Tüpfelchen auf dem i wàre noch, wenn ich den Stream auf Kommando sogar
mit 50Hz über die lokale GraKa ausgeben könnte (natürlich nur SD). Dann
würde ich das Signal analog modulieren und in die Hausverteilung
einspeisen, und wirklich in jedem Zimmer könnte man über jede alte
Glotze und irgendein WLAN+HTML-fàhiges Endgeràt als Fernbedienung DVB
gucken.


Weitere Anregungen, Ideen? Wo kann ich weiterführende Informationen
bekommen?


Marcel
 

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#1 Matthias Hanft
22/04/2011 - 09:37 | Warnen spam
Marcel Müller schrieb:

ich gehe schon eine Weile mit der Idee schwanger, in den vorhandenen
Keller-Server eine DVB-Karte einzubauen. Verwendungszweck wàre erstens
programmierte Aufnahmefunktion und zweitens Streaming Live, oder mit
Time-Shift (Pause-Funktion) in einem Format, mit dem VLC etwas anfangen
kann (da reicht vielleicht der TransportStrem).



Ja, das sind alles recht nette Funktionen. Mache ich auch mit Gentoo
Linux und einem Hauppauge WinTV-Nova-T USB-Stick (für DVB-T) und vdr/
vdradmin etc. Ich wüßte jetzt zwar nicht, ob und wie Timeshift damit
geht, aber EPG-Search, Timerprogrammierung, Livestream mit VLC usw.
usf. funktioniert alles prima.

Jetzt habe ich keinerlei Erfahrung in dem Umfeld. Daher stellen sich mir
ein duzend Fragen. Das beginnt mit der Hardwareauswahl. [...]
- PCIe. Der Server hat zwar noch einen PCI-Slot frei, aber so richtig
Zukunft hat das nicht.
Die TeVii S470 (oder ggf. S480) hat mich da angeguckt. Kann die was?



Zumindest unter http://linuxtv.org/wiki/index.php/Category:DVB-S2_PCIe_Cards
steht sie mit drin. Meine DVB-T-Hardware habe ich auch anhand dieses
Wikis ausgesucht. Vielleicht findest Du da ja die Informationen, die
Du suchst.

Linux-VDR ist wohl nicht, weil das eine eigene Maschine voraussetzt (zu
viel Stromverbrauch), oder? Respektive, kann man das komplett remote
laufen lassen?



Also hier làuft das (ich gehe mal davon aus, daß das Gentoo-Package
"media-video/vdr" dieser "Linux-VDR" ist) auf meinem Kellerserver,
der "hauptberuflich" eigentlich Web-, FTP-, SMTP-, IMAP-, DNS-, Samba-,
VPN-, SQL-, Flash-, Zeit-, Fax- und Teamspeak-Server ist, außerdem
spielt er Anrufbeantworter, ist Host für diverse VMs, verschickt SMS,
speichert das Logfile der Telefonanlage und schickt eine E-Mail, wenn
die Waschmaschine fertig ist - und wenn er mal gar nix zu tun hat,
rechnet er solange

Ja, das geht alles problemlos :-)

Tüpfelchen auf dem i wàre noch, wenn ich den Stream auf Kommando sogar
mit 50Hz über die lokale GraKa ausgeben könnte (natürlich nur SD).



Also vdr an sich hat schon ein OSD. Allerdings hat der USB-Stick keinen
Videoausgang, an dem ich das testen könnte. Ob das mit einer eingebauten
Grafikkarte geht, weiß ich nicht, ich habe lokal kein X installiert.

Gruß Matthias.

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