E-Mobilität: ein neuer Stil in Stellenanzeigen?

04/10/2010 - 11:23 von Volker Staben | Report spam
Moin,

Freitag, 1. Oktober 2010 - relaiv große Stellenanzeige eines
großen niedersàchsischen Automobilkonzerns, dessen Name hier
nichts zur Sache beitràgt.

Eyecatcher: großes Detailfoto einer Tankklappe mit der
Mennekes-Buchse.

Text "Wir suchen Menschen, die mit uns die Welt
elektrisieren. Wir suchen Ingenieure (m/w) im Bereich
Elektromobilitàt." <Konzern> "sucht
Ingenieure/Ingenieurinnen, die sich für neue Technologien
begeistern und sie gemeinsam mit uns vorantreiben wollen, um
das Elektroauto weltweit allen Menschen zugànglich zu machen."

Sonst nichts.

Keine konkreten Anforderungen.

Keine konkrete Aufgabenbeschreibung.

Keine konkreten offenen Positionen.

Es folgt in der Stellenanzeige der Link zum allgemeinen
Bewerberportal, in dem von Praktika und Diplomarbeiten bis
hin zu Jobs etwa 700 offene Positionen im Werk geführt werden.

Eine Suche im Portal nach "E-Mobilitàt" listet eine offene
Position "Praktikant/in für E-Mobilitàt" im Berufsfeld
"Produktion und Logistik" auf. "Elektromobilitàt" liefert 13
Treffer, größtenteils aus der Entwicklung. 2% aller offenen
Positionen haben demnach direkt mit E-Mobility zu tun.


Solche Print-Anzeigen sind mir bisher nicht aufgefallen.
Zieht da ein neuer Stil, der mir bisher nur aus der Werbung
bekannt war, auch ins Personalmanagement ein - nach der
Devise: wir locken mit sexy Stichworten, aber Null
Information, Bewerber an und bieten denen dann das, was wir
an offenen Positionen haben - darunter auch die wenigen
offenen Positionen aus dem Bereich E-Mobility?

Ich finde es hochinteressant, wie Arbeitgeber auf die
zunehmende Verbreitung von Heißluft reagieren...

Volker.
 

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#1 Ansgar Strickerschmidt
04/10/2010 - 11:33 | Warnen spam
Also schrieb Volker Staben:

Text "Wir suchen Menschen, die mit uns die Welt elektrisieren. Wir
suchen Ingenieure (m/w) im Bereich Elektromobilitàt." <Konzern> "sucht
Ingenieure/Ingenieurinnen, die sich für neue Technologien begeistern und
sie gemeinsam mit uns vorantreiben wollen, um das Elektroauto weltweit
allen Menschen zugànglich zu machen."

Sonst nichts.

Keine konkreten Anforderungen.

Keine konkrete Aufgabenbeschreibung.

Keine konkreten offenen Positionen.




Marketing-Geblubber halt.

Solche Print-Anzeigen sind mir bisher nicht aufgefallen. Zieht da ein
neuer Stil, der mir bisher nur aus der Werbung bekannt war, auch ins
Personalmanagement ein - nach der Devise: wir locken mit sexy
Stichworten, aber Null Information, Bewerber an und bieten denen dann
das, was wir an offenen Positionen haben - darunter auch die wenigen
offenen Positionen aus dem Bereich E-Mobility?



Nein.
Das ist nur eine neue Spielart der inzwischen gàngigen Methode: "Wir
schalten eine Stellenanzeige, weil es die billigste Methode ist, unser
Image aufzupolieren."
Viele Firmen machen das schon lange, einfach um im Gespràch zu bleiben,
den Anschein zu erwecken, dass sie modern und aktiv / auf Expansionskurs
sind, und in Wahrheit stehen nichtmal real offene Stellen dahinter.
BTST.
Ja, da kriegt man einen Hals, wenn man als Bewerber auf so einen Fake
reingefallen ist, Zeit, Nerven und Hoffnungen investiert hat, sich
vorbereitet hat, eventuell sogar zu einem (Schein-)Bewerbungsgespràch
eingeladen wurde (jaja, ein anderer Bewerber war besser blafasel...) - und
eine Woche spàter ist dieselbe Stelle immer noch / schon wieder
ausgeschrieben...

Ansgar

*** Musik! ***

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