EFI oder nicht EFI, das ist hier die Frage

08/01/2013 - 00:45 von Richard Fonfara | Report spam
Hallo,

auf https://help.ubuntu.com/community/UEFI wird behauptet, wenn die
anderen Systeme, z. B. Windows, im EFI-Modus installiert seien, _müsse_
Ubuntu ebenfalls in diesem Modus installiert werden.

Stimmt diese Aussage oder hat schon jemand andere Erfahrungen gemacht?

Hintergrund ist, dass ich seit 2 Tagen versuche, Ubuntu 12.10 zum Laufen
zu bekommen, aber der Rechner startet die Installations-DVD nicht im
EFI-Modus, sodass ich immer eine Installation bekomme, die nicht bootet,
weil kein Bootlader installiert werden kann. Ich hatte aber vorher die
12.04 LTS drauf, die, weil nur 32-bittig, im BIOS-Modus lief. Ich hàtte
nicht übel Lust, auf diese Version, evtl.. auch 64-bittig,
zurückzukehren, denn ich muss nicht jeden Versionssprung mitmachen.

Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen?

Freundliche Grüße

Richard Fonfara
 

Lesen sie die antworten

#1 Marcus Jodorf
08/01/2013 - 01:47 | Warnen spam
Richard Fonfara schrieb:

auf https://help.ubuntu.com/community/UEFI wird behauptet, wenn die
anderen Systeme, z. B. Windows, im EFI-Modus installiert seien,
_müsse_ Ubuntu ebenfalls in diesem Modus installiert werden.



Sieht so aus. Es gibt UEFI Versionen, die man im Setup fest umschalten
kann. Also entweder legacy (MBR) oder UEFI Modus. Dann geht das jeweils
Andere nicht.
Und es gibt Varianten, die automatisch in den legacy Mode wechseln, wenn
sie keine EFI system partition (und dort auch nichts zum Starten) finden.
So ein Teil hab ich.
So oder so ist man mit einem Mix-System gekniffen.
Entweder oder.

Stimmt diese Aussage oder hat schon jemand andere Erfahrungen gemacht?



Mein UEFI kann es nicht. Wenn es gpt mit EFI Partition auf der Platte
findet, bleibt es im EFI Modus und geht sonst automatisch in den
MBR-Emulationsmodus. Beides zusammen geht nicht. Fummelt man in den
protective MBR von gpt den Start für ein MBR System, geht es trotzdem nicht,
weil das Teil da schon làngst im EFI Modus ist und die BIOS Emulation
nicht mehr nachtràglich anwirft. Das könnte zwar klappen, wenn ich mein
UEFI fest umschalten könnte, aber dann ginge wiederum EFI nicht ohne
erneutes Umschalten, weil solche Systeme nicht wieder von BIOS Emulation
zu EFI wechseln können.

Hintergrund ist, dass ich seit 2 Tagen versuche, Ubuntu 12.10 zum
Laufen zu bekommen, aber der Rechner startet die Installations-DVD
nicht im EFI-Modus, sodass ich immer eine Installation bekomme, die
nicht bootet, weil kein Bootlader installiert werden kann.



Dann würde ich mal sagen, die Installations-CD ist Murks. Wenn die ein
EFI System installieren soll, darf die nicht den Legacy Modus beim Start
triggern. In dem Modus bekommt man ein EFI-System schlicht nicht
installiert (falls man nicht per Hand mit ganz viel Getrickse
hinterherbastelt, was in die Abteilung mittelschwere Gewürge fàllt).

Ich hatte aber vorher die 12.04 LTS drauf, die, weil nur 32-bittig,
im BIOS-Modus lief. Ich hàtte nicht übel Lust, auf diese Version,
evtl.. auch 64-bittig, zurückzukehren, denn ich muss nicht jeden
Versionssprung mitmachen.



Falls Du keinen wirklichen Grund für EFI hast und es auch nicht am
Ergeiz scheitert, die Kiste unbedingt im EFI-Modus laufen lassen zu
wollen, dann mach das doch einfach.

Ich mußte bei meinem Teil sogar feststellen, daß die BIOS Emulation
augenscheinlich besser ist, als jedes echte BIOS davor. Zumindest hat
der Kernel ganz massiv weniger Fehlermeldungen beim Start über defekte
ACPI Tabellen, etc. ausgeworfen, als ich das bis dahin erlebt hatte. Und
das lief alles monatelang einwandfrei. Wenn der Kernel einmal oben ist,
ist es ohnehin nahezu völlig egal (von EFI Framebuffer mal abgesehen,
der auflösungstechnisch abseits MacBooks aber meist sehr ernüchternd
ausfàllt).

Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen?



Ich hab dann trotzdem umgebastelt - einfach weil die Kiste UEFI hat.
Spieltrieb und so.

Und das làuft auch seit über 'nem Jahr völlig einwandfrei. Einziger
sichtbarer Vorteil: Das Ding startet wie eine Raktete im Vergleich zu BIOS
Kisten.
Da ich aber nur bei Kernelupdates reboote, ist das für mich letztlich
nur ein rein akademischer Vorteil und da ich stapelweise Platten drin
habe, die alle erst mal hochdrehen müssen, sowieso.
Aber falls man nur eine Platte hat und die ganzen Wartetimeouts (EFI,
grub) raushaut, dann ist die Zeit von erstem Knopfdruck bis ersten
Kernelmessages brachial kurz. Da bremst IMHO nur noch das Hochdrehen
der Systemplatte.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

Ähnliche fragen