Eigenartige Hochspannungsleitung

27/11/2012 - 22:41 von schneider | Report spam
Hallo allerseits,

ich habe heute aus dem fahrenden Zug heraus zwischen Wittlich und Trier
eine eigenwillig anmutende Hochspannungsleitung gesehen.

Ursprünglich war das, wie es für mich aussah, mal eine Leitung auf
Tonnenmasten, auf der einen Seite ein System 110, auf der anderen 220
kV. An den unteren Trassen hing nichts (mehr?), d.h. derzeit je 2 Leiter
mit Isolatoren für 110 und 220 kV.

Wie kommt denn sowas zustande? Das einzige, was mir einfàllt, wàre der
Rückbau auf ein System 110 kV, wobei der dritte Leiter als Ankerphase
verblieben ist. Aber sind dann völlig ungleichmàßige Isolatoren
innerhalb eines Drehstromkreises nur ein optisches Problem?


Grüße, Torsten
 

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#1 Joerg Bradel
27/11/2012 - 23:39 | Warnen spam
Torsten Schneider schrieb:

Ursprünglich war das, wie es für mich aussah, mal eine Leitung
auf Tonnenmasten, auf der einen Seite ein System 110, auf der
anderen 220 kV. An den unteren Trassen hing nichts (mehr?), d.h.
derzeit je 2 Leiter mit Isolatoren für 110 und 220 kV.

Wie kommt denn sowas zustande? Das einzige, was mir einfàllt,
wàre der Rückbau auf ein System 110 kV, wobei der dritte Leiter
als Ankerphase verblieben ist. Aber sind dann völlig
ungleichmàßige Isolatoren innerhalb eines Drehstromkreises nur
ein optisches Problem?



Nachnutzung einer alten Drehstromtrasse durch die Bahn?
Das Bahnnetz wird zweiphasig betrieben. Da hat man nur den
dritten Leiter abgehàngt.
Der Rückbau des zweiten Systems auf 110kV kostet nur Geld,
also làßt man die Langstàbe drin, solange es keine Probleme
gibt.
Eine andere Variante wàre, dass es schon immer eine Bahnstrom-
trasse war, der 110kV isolierte Stromkreis neu errichtet wurde,
wàhrend der 220kV isolierte Stromkreis schon àlter ist und
zur Bauzeit eine andere Fremdschichtklasse hatte.

Mal so als Vermutung...

VG
Jörg
Signatur entlaufen...

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