eigensichere Verdrahtung / Schaltschrankbau OT?

14/01/2009 - 10:57 von Klaus Rudolph | Report spam
Hallo zusammen,

letztens meinte ein Kollege ab einem gewissen Leiterquerschnitt bràuchte
es keinen Leitungsschutz im Schaltschrank, das würde unter "eigensichere
Verdrahtung" fallen.

Kann mich mal einer Aufklàren, was ich darunter zu verstehen habe und
was es dabei zu beachten gibt. Vielleicht auch Hinweis auf irgendeine
EN/VDE/XYZ? Oder einen Link?

Besten Dank!
Klaus
 

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#1 Wiebus
14/01/2009 - 16:54 | Warnen spam
Hallo Klaus.

es keinen Leitungsschutz im Schaltschrank, das würde unter "eigensichere
Verdrahtung" fallen.




"Eigensicher" ist ein Befgriff für Ex-Geschützte Geràte, d.H. für
Geràte, die in Bereichen, bei denen Zündfàhige Atmosphàren auftreten
können. z.B. in Rafinerien und kKhlebergwerken, aber z.B. auch
Mühlenbetriebe und Tankstellen.

"Eigensicher" meint in diesem Zusammenhang, das die Energie im
betrachten System so gering ist, das die Energie eines möglichen
zündfunkens nicht Ausreicht, um ein Explosionsfàhiges Gemisch zu
Zünden.

Ich bin in dem Bereich nicht so der Fachman, aber soviel ich weiss,
gilt das auch nur für den Bergbau mit methanhaltigen Atmosphàren, weil
Methan im vergleich zu anderen Stoffen eher schlechter zündet.

Selbstredend kann die Energie im System auch kaum Leitungen in Brand
setzten, wenn sie keine Atmospàren zünden kann. Ob es aber darum
zulàssig ist, auf den Leitungsschutz komplett zu verzichten, kann ich
dir nicht beantworten.
Jedenfalls bezieht sich das ganze auf Signal- und Steuerleitungen mit
entsprechend geringen Querschnitten, die aber trozdem in Bezug auf den
möglichen fliessenden Strom überdimensioniert sind.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic


http://www.dl0dg.de

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